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Türkischer Kultureller Kreis / Olten Türk Kültür Ocagi (OTKO), Wangen b. Olten

 

Kontakt

Olten Türk Kültür Ocagi

Industriestr. 2, 4612 Wangen b. Olten. Telefon 062 296 52 98.

 

www.otko.com

 

Geschichte

Der „Türkische kulturelle Kreis“ wurde 1978 gegründet und war bis 2002 in Olten an der Clarastrasse 2. 2002 kaufte er das ehemalige Fabrikgebäude an der Industriestrasse 2 in Wangen bei Olten und richtete es für die eigenen Bedürfnisse ein.

 

Im September 2005 reichte OTKO ein Baugesuch ein für den Anbau einer WC-Anlage und den Aufbau eines Minaretts. Dies führte zu rund 400 Einsprachen und hasserfüllten Reaktionen in der Bevölkerung. Für den Vorstand, die Mitglieder und die Besucher, die zum Teil aus verschiedenen Ländern abstammen, kam diese geschlossene Abwehr aus heiterem Himmel, nachdem sie 25 Jahre in Olten und jetzt schon 3 Jahre in Wangen bei Olten sind und nie irgendwelche Schwierigkeiten gehabt haben.

Auch der „Tag der offenen Tür“ am 24./25. September 2005 konnte offensichtlich nichts oder nicht viel dazu beitragen, die Ängste abzubauen.

 

Die Minarettgegner sammelten innert weniger Tage gegen 400 Unterschriften. Auch die katholische und die reformierte Kirchgemeinde erhoben Einsprache. Am 7. Februar 2006 lehnte die Baukommission das Baugesuch ab. Sie begründete ihren Negativentscheid mit der fehlenden Zonenkonformität. Das bestehende Gebetshaus erhalte durch das Minarett den Charakter eines Sakralbaus. Und solche seien in der Gewerbezone nicht zugelassen.

 

Das solothurnische Bau- und Justizdepartement hiess im Juni 2006 die Beschwerde gut, wies aber in seinem Entscheid explizit noch einmal darauf hin, dass vom Minarett keine Gebetsaufrufe ergehen dürfen - weder durch einen Muezzin, noch durch eine künstliche Beschallung.

 

Am 9. Januar 2009 wurde auf dem Dach das umstrittene Minarett aufgesetzt.

(Siehe Links!)

 

Eine gewisse Zeit hingen auf dem Dach 3 Flaggen, nämlich die türkische, die schweizerische und eine mit dem Symbol des Grauen Wolfs. Dies führte zum Verdacht, dass es sich bei diesem Kulturverein um eine rechtsextreme Organisation (Boz Kurt / Graue Wölfe) handle.

 

Am 9. Januar 2009 wurde auf dem Dach das umstrittene Minarett aufgesetzt.

(Siehe Links!)

Am 27. Juni 2009 war die offizielle Einweihung des Minaretts.

Teilnehmer Cuma-Gebet: 50 Männer

Sonntag: 40-50 Männer, 25 Frauen, 40-50 Kinder.

Die Mehrheit der Besuchenden sind türkischer Abstammung, eine Minderheit hat die Wurzeln in Ex-Jugoslawien und Afrika.

 

Lehre

Der Verein bekennt sich zum sunnitischen Islam.

 

Organisation, Finanzen

Verein nach ZGB mit den üblichen Strukturen.

Mitglied von: Türkisch-islamische idealistische Föderation der Schweiz

Alle Ausgaben werden durch Spenden und Mitgliederbeiträge finanziert.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

In einem Gewerbegebäude ist das Kulturzentrum eingerichtet. Im Hochparterre sind 3 Schulungsräume, für Männer und Frauen je ein grosser Aufenthaltsraum mit Küche sowie Waschgelegenheit. Dahinter ist ein grosser Raum mit 2 Billardtischen und anderen Spielmöglichkeiten für die Jungen. Im Untergeschoss sind 2 Gebetsräume. Der Gebetsraum für die Männer mit der üblichen Ausstattung. Der Zugang erfolgt vom oberen Geschoss durch einen grossen Lift. Der Gebetsraum für die Frauen ist einfacher, aber auch ansprechend eingerichtet. Der Zugang erfolgt von aussen durch eine Treppe.

Hinter dem Haus hat eine grosse Wiese mit Spielgeräten für die Kinder.

In den oberen Stockwerken sind 2 Wohnungen, die zur Zeit vermietet sind.

 

Seit dem 9.1.2009 steht auf dem Dach ein Minarett.

«Kuppel – Tempel – Minarett»: Olten Türk Kültür Ocaği

Cuma-Gebet am Freitag

weitere Gebete: alle 5 täglichen Gebete an allen 7 Wochentagen (AHV- und IV-Rentner garantieren die Öffnung)

Festgebete

Während dem Ramadan gibt es gelegentlich die Möglichkeit, gemeinsam das Fasten zu brechen und gemeinsam zu essen.

 

Koranschule für Kinder (für kleine Kinder gemischt, für grössere nach Geschlechtern getrennt)

Koranschule für Männer

Koranschule für Frauen

Religionsfächer

 

Unterricht Deutsch

Unterricht Türkische Sprache

Unterricht andere Fächer: Mathematik, Englisch, Französisch.

Integration der Kinder in der Schule und der Umwelt

Computerkurse für Frauen

Hilfe bei der Arbeitssuche

Hilfe beim Schreiben von Briefen, Ausfüllen von Formularen und Kontakt mit Amtsstellen. Übersetzen.

 

„Cenaze Fonu“ (Sterbekasse) ist in Zusammenarbeit mit der Föderation in Vorbereitung.

OTKO möchte auch ein Grabfeld, aber bis jetzt ist nichts Konkretes geschehen.

 

OTKO ist aber auch um Hilfe für andere Menschen besorgt. So sammelten sie bis 11.11.2005 Fr. 5470.- für Erdbebenopfer in Pakistan.

Die Hilfe beschränke sich aber nicht auf islamische Gebiete. Generell werde für hilfsbedürftige Menschen gesammelt, versichern die Verantwortlichen des Vereins.

 

Teestube

Spielraum

Hausaufgabenhilfe

 

Der religiöse Teil der Hochzeit kann im Zentrum gefeiert werden, für den gesellschaftlichen Teil mieten die Hochzeitsgesellschaften einen Saal, weil das Zentrum zu klein ist.

 

Junge Mitglieder treiben Sport. So haben sie einen Fussballclub OTKO.

 

Frauen: Seminare und Kurse zu frauenspezifischen Themen wie zum Beispiel Schwangerschaft und Geburt.

 

Weitere Links

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Zur Diskussion:

Boz Kurt / Graue Wölfe

 

«Kuppel – Tempel – Minarett»: Olten Türk Kültür Ocaği

Projekt des Zentrums Religionsforschung der Universität Luzern.

 

Das umstrittene Minarett steht (Tagesanzeiger; mit Kommentaren) (9.1.2009)

Jahrelang hat der politische und juristische Streit um den Bau eines Minaretts in Wangen bei Olten gedauert. Jetzt ist der Turm montiert.

 

Das Minarett des Anstosses steht (sda/amc) (20minuten; mit 5 Bildern des Aufbaus) (9.1.2009)

Nach einem langen Streit ist das Minarett auf dem Dach des Türkischen Kulturvereins in Wangen bei Olten errichtet worden. Der Turm, der jahrelang für böses Blut sorgte, ist eher ein Türmchen.

 

Minarett: Gemeinderat Wangen geht nicht nach Lausanne (Livenet/Kipa) (14.12.2006)

 

Solothurner Kantonsrat gegen Minarett-Verbot (30.6.2006)

Mit einer Änderung des Baugesetzes wollte die SVP im Kanton Solothurn den Bau religiöser Bauten generell verbieten. Sie zielte auf das geplante Minarett in Wangen bei Olten. Im Kantonsrat ist die Volkspartei mit der Verbotsidee abgeblitzt.

 


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Aktualisiert: 11.04.2017

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