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Adventisten, Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA)

 

Kontakt

Adventgemeinde Basel

 

Geschichte

Die Kirche entstand aus der überkonfessionellen Adventbewegung in Nordamerika, als der Baptistenprediger William Miller für 1844 die Wiederkunft Christi erwartete. Eine kleine Gruppe erkannte, dass man niemals ein Datum errechnen darf, aber dass man allezeit bereit sein muss.

Gründung als Freikirche 1863.

Die Adventisten verstehen sich auch als Erben der Reformation.

1874 wurde John Nevin Andrews als Missionar nach Europa gesandt, wo er 1876 Basel als Hauptsitz der europäischen Adventisten wählte.

 

Am 29. Oktober 1883 wurde die Gemeinde Basel gegründet.

John N. Andrews (1829-1883) starb in Basel. Sein Grabstein steht auf dem Basler Wolfgottesacker.

1885 wurde das Verlagshaus am Weiherweg 48 (beim Schützenmattpark) gebaut.

1890 Zeltkonferenzen in Oberwil und 1912 auf der Margarethenwiese.

1895 Gründung eines Sanatoriums.

 

Langjähriger Kampf um Glaubens- und Gewissensfreiheit: Schuldispens der Kinder am Sabbat (Samstag).

1888: Bewilligung für Heimunterricht. Eine adventistische Privatschule wird von den Behörden nicht erlaubt. Es kommt wegen «Fernhalten der Kinder vom Schulbesuch am Sabbat» zu Verwarnungen, Bussen und Gerichtsverhandlungen. Ausweisung von Kindern aus öffentlichen Schulen.

1954: Beschluss des Regierungsrates Basel-Stadt zum Schuldispens für «Kinder jüdischen und adventistischen Glaubensbekenntnisses» (6. September 1954).

 

1963: Gründung des Blindendienstes der Adventmission in Basel.

Seit 1973 Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen beider Basel (AGCK).

Zur Basler Geschichte gehört auch die Jubiläumsfeier «100 Jahre Advent-Mission in Europa», die im September 1974 im Stadtcasino durchgeführt wurde.

Im Herbst 1983 fanden das «John N. Andrews-Symposium» mit über 1'500 Teilnehmern im Kirchgemeindehaus Oekolampad und die 100-Jahrfeier der Gemeinde Basel im «Adventhaus» statt.

2008 konnte die Basler Adventgemeinde auf ihr 125jähriges Bestehen zurückblicken.

 

Anfangs 2005 bildete sich die Gruppe Basel-Le QLT als Zweigstelle der Adventgemeinde Basel.

 

In Basel gibt es 270 Mitglieder, ca. 50 noch nicht getaufte Jugendliche und Kinder. Zusätzlich 15-20 Gäste. (incl. Gruppe Basel-Le QLT (le kylt)).

In Reigoldswil 80 Mitglieder, ca. 30 Jugendliche und Kinder, sonst fast ausschliesslich junge Familien.

Anfang 2017 lebten 4652 erwachsen getaufte Adventisten in der Schweiz in 54 Gemeinden und 5 Gruppen.

Am 31.12.2016 gab es weltweit 20.008.779 erwachsen getaufte Adventisten.

 

Lehre und Ziele

Fundament ist nur die Bibel.

Gemeinsam mit anderen Christen lehrt die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten: Dreieinigkeit, Schöpfung, Tod und Auferstehung Christi und reale Wiederkunft. Erlösung allein durch Glauben an Jesus Christus, Abendmahl, geistliche Gaben etc.

 

Unterschiede zu anderen Christen:

Adventisten lehren:

- die Sterblichkeit (keine Unsterblichkeit) der Seele des Menschen

- keine immerwährende Höllenqual

- Zehnten

- Sabbat als Ruhetag

- Erwachsenentaufe

- Fusswaschung

- Millennium nach der Wiederkunft Christi

 

Lebensstil: Abstinenz von Nikotin, Alkohol und anderen Drogen, gesunder Lebensstil (teilweise Vegetarier)

 

Die Siebenten-Tags-Adventisten: Was glauben sie?

Siebenten-Tags-Adventisten teilen mit allen Christen den Glauben an Jesus Christus. Er ist die Mitte ihres Lebens. Und sie glauben, dass es wichtig ist, das Evangelium, die Nachricht von der Errettung, allen Menschen zu bringen.

 

Eine Kurzdarstellung zur Lehre finden Sie hier: → Siebenten-Tags-Adventisten auf einen Blick 2017

 

Zusammenarbeit

- Kontakt zu anderen christlichen Organisationen:

Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen beider Basel (AGCK)

Mitglied und im Vorstand der Schweizerischen Bibelgesellschaft.

Mitarbeit beim «Oekumenischen Bibelgespräch» (Gemeinde Reigoldswil).

 

- Auf Weltebene:

Beobachterstatus bei der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK); beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), Mitarbeit in der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des ÖRK; Mitglied der Konferenz der Sekretäre der Weltweiten Christlichen Gemeinschaften (CWC); Bilaterale theologische Dialoge mit: ÖRK (1965-1971); ); Lutherischer Weltbund (1994-1998); Reformierter Weltbund (2001); Vatikan (2001-2002); Heilsarmee (2004-2008), mit den Siebenten-Tags-Baptisten, der Church of God (Seventh Day) und mit dem Dachverband "Weltweite Evangelische Allianz/WEA" (2006-2007).

Als Nichtregierungsorganisation anerkannt beim Amt für Öffentliche Angelegenheiten der Vereinten Nationen. Konsultativer Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC).

 

Organisation, Finanzen

In der Schweiz ist die Freikirche rechtlich als Verein nach ZGB mit den üblichen Strukturen organisiert.

Für die deutsche Schweiz ist dies die «Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, DSV», für die französisch- und italienischsprachige Schweiz die «Fédération des Eglises Adventistes de la Suisse Romande et du Tessin».

Höchste organisatorische Instanz ist die Generalkonferenz.

Die Gemeinden geniessen eine Teilautonomie und werden von Ältesten und Predigern geleitet.

Prediger erhalten ihre Theologieausbildung an einer theologischen Hochschule, zum Beispiel in Friedensau (D) und Bogenhofen bei St. Peter am Hart (A).

Die Prediger unterstehen direkt der Vereinigungsleitung.

Grundsätzlich gilt das allgemeine Priestertum.

 

Frauen und Männer sind im Predigtdienst mit Ausnahme einer administrativen Einschränkung gleichberechtigt, das heisst, Frauen können nur in einer lokalen Gemeinde Predigerin sein, aber nicht weltweit.

Hingegen können Frauen und Männer gleichberechtigt Gemeindeleiter oder Gemeindeleiterinnen sein.

Der freiwillige Zehnten wird bezahlt und namentlich verbucht.

Zwei freiwillige Kollekten im Gottesdienst 1. für das weltweite Missionswerk, 2. für die Ortsgemeinde und die Vereinigung (z.B. für Bauten).

Mit dem zentral verwalteten Zehnten werden Prediger bezahlt.

Gebäudekosten etc. und örtliche Missionsbemühungen werden durch Kollekten finanziert.

Für die Schweiz gibt es eine offene Zweijahresrechnung, für die Ortsgemeinde periodische Versammlungen mit Offenlegung der Rechnung.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Zu den lokalen Angeboten siehe bei den Gemeinden:

- Adventgemeinde Basel

- Adventgemeinde Reigoldswil

- Gruppe Basel-Le QLT (le kylt)

Ein Netzwerk von Diakonen und Diakoninnen leistet soziale Dienste.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat ein eigenes Hilfswerk ADRA, das weltweit arbeitet: ADRA Schweiz Adventist Development and Relief Agency, Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe.

1963 wurde von Werner Schenk in Basel der Blindendienst. Verein zur Förderung guter Literatur in Blindenschrift gegründet. Der Sitz ist heute in Zug.

Für die Seelsorge verantwortlich sind der vollamtliche Prediger mit Unterstützung von ehrenamtlichen Diakonen und Diakoninnen.

Eingeladen wird zu Bibelseminaren etc. mittels Inseraten und Handzetteln.

Weltweite Mission in 203 Ländern und 853 Sprachen.

Seit 1990 gibt es die «Global Mission»: 20 Jahre „Globale Mission“ der Adventisten

 

Literatur, Zeitschrift

- Christsein heute. Gelebter Glaube. Hsg: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Saatkorn-Verlag, Abt. Advent-Verlag, D-21339 Lüneburg. 2007. (140 S., illustriert) PB [Selbstdarstellung; geht auf alle wichtigen Fragen ein]

- Rolf J.Pöhler: Hoffnung die uns trägt. Wie Adventisten ihren Glauben bekennen. Lüneburg 2008. (PB 220 S., Abb.)

- Was bekennen die evangelischen Kirchen in der Schweiz. Bekenntnisgrundlagen im Überblick. Texte der Evang. Arbeitsstelle Oekumene Schweiz, Band 4. Bern 1987. (S. 118 - 130)

- Andreas Rössler: Positionen, Konfessionen, Denominationen. Eine kleine Kirchenkunde. Calwer-Verlag, Stuttgart 1988. (S.74-76)

- Literatur: Hans Krattiger: «Ein Jahrhundert Basler Advent-Mission», im Basler Stadtbuch 1983, Christoph Merian Verlag Basel. S. 212-215.

- Adventisten heute. (Monatlich)

- Zeichen der Zeit.

- Leben und Gesundheit.

- Programmzeitschrift "Stimme der Hoffnung".

- Youngsta (Jugendzeitschrift)

- DSV-Informationen (Monatszeitschrift der «Deutschschweizerischen Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten»)

 

Weitere Links

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Adventgemeinden im Dreiländereck

Adventistischer Pressedienst

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich

Seventh-Day-Adventist Church

(Homepage international)

Christsein heute. Gelebter Glaube. Informationen zum gleichnamigen Buch.

Stimme der Hoffnung

«Was wir tun

* Die STIMME DER HOFFNUNG produziert christliche Radio- und Fernsehsendungen für Internet, UKW und Satellit

* Verschiedene Bibelfernkurse helfen, die Bibel kennen zu lernen

* Blinde und Sehbehinderte können kostenlos CDs und Kassetten ausleihen

* Wir produzieren und vertreiben Kassetten, CDs und DVDs

* Wir koordinieren internationale Satellitenübertragungen »


[int.Nr.:i1012]

Aktualisiert: 12.07.2017

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