inforel
Differenzierte und unabhängige Information über Religionen und Weltanschauungen in der Region Basel

Zeugen Jehovas und Bluttransfusion






 

Jehovas Zeugen und Bluttransfusion, richtiger: die Verweigerung der Bluttransfusion, sind untrennbar verbunden. Vor einiger Zeit brachten die Zeuginnen und Zeugen eine Nummer ihrer Zeitschrift «Erwachet!» unter die Leute mit dem Titel: «BLUT. Warum so kostbar?». Darin wird die strikte Ablehnung von Bluttransfusionen unter anderem mit dem Bibeltext aus Apostelgeschichte 15, 28+29 begründet, in dem ermahnt wird, «sich des Blutes zu enthalten». So lehnen Jehovas Zeugen Transfusionen von Vollblut sowie von Bluthauptbestandteilen ab, sind jedoch abgesehen davon an bestmöglicher medizinischer Versorgung interessiert.

 

Diese sog. Blutfrage erregt die Gemüter. Das sehen wir auch im Internet. Wenn wir bei Google eingeben «Zeugen Jehovas Bluttransfusion», erhalten wir immerhin 23'300 Treffer.

Auf die spezielle Frage nach der Bluttransfusion resp. der Verweigerung bei Kindern erhalten wir mit den Suchbegriffen «Bluttransfusion Zeugen Jehovas Kind» 3650 Treffer.

 

Aber nicht nur Zeugen Jehovas machen sich Gedanken über die Bluttransfusion. So erschien in der NZZ am Sonntag vom 11.6.2006 der Artikel «Weniger Blutvergiessen beim Operieren. Transfusionen sind riskant und oft vermeidbar. Neue Methoden sollen Blut sparen.».

Aus Frankreich erhielten wir die Meldung über die Infizierung mit HIV durch Blutkonserven.

Deshalb könnte es Sinn machen, für einmal die Zeitschrift «Erwachet!» nicht nur anzunehmen, sondern sogar kritisch zu lesen.

Die Broschüre «Wie kann Blut dein Leben retten?» ist nach wie vor in gedruckter Form und inzwischen auch online verfügbar.

Für Fachleute gibt es zudem spezielle Informationen.

Der «Spitalinformationsdienst der Zeugen Jehovas» kümmert sich um alle Fragen, die Zeugen Jehovas im Spital betreffen.

 

Zeugen Jehovas sind auch bereit zu konstruktiven Diskussionen über Fragen in Verbindung mit ihrem Standpunkt zur Bluttransfusion.

 

Literatur

- Wie kann Blut dein Leben retten? Wachtturm-Gesellschaft, Selters/Taunus 1990. (31 S., illustr.) Br.**

- NZZ am Sonntag, 11.6.2006: «Weniger Blutvergiessen beim Operieren. Transfusionen sind riskant und oft vermeidbar. Neue Methoden sollen Blut sparen.» Von Andreas Grote

- Die Krankenpflegerin, die Hebamme und Patienten der Zeugen Jehovas. Spitalinformationsdienst der Zeugen Jehovas. Thun - Schweiz. 2002/2003. (Br A4, 44 S.)**

 

Filme

- Transfusionsalternativen im Gesundheitswesen. Bedarfsgerecht und patientenorientiert. 2002. (Video, 28 Minuten)*

- Transfusionsalternativen im Gesundheitswesen. Dokumentarserie. 2004. (DVD, 7 Sprachen)*

 

Links

- Eigene Seiten der Zeugen Jehovas

 

Medizinische Behandlung und Blut

 

- Medizinische Artikel

 

Jehovas Zeugen. Die chirurgisch/ethische Herausforderung (27.11.1982)

Der folgende Artikel wurde mit der freundlichen Genehmigung der American Medical Association abgedruckt aus dem Journal of the American Medical Association (JAMA) vom 27. November 1981, Bd. 246, Nr. 21, S. 2471, 2472; Copyright 1981, American Medical Association. Nachstehend die deutsche Übersetzung.

 

Medizinische Websites: Alternativen zu Bluttransfusionen

 

Kontakte

- Nordwestschweiz:

Michael Oefner, Dorfplatz 354, 5063 Wölflinswil.

Telefon 062 877 14 95.

 

- Übrige Schweiz:

Lokale Versammlungen der Zeugen Jehovas oder

Wachtturm Gesellschaft / Vereinigung Jehovas Zeugen der Schweiz, Ulmenweg 45, 3604 Thun.

Telefon 033 33 46 111.

 

Anmerkungen

* Bezug bei einer der Kontaktadressen

** Bezug nur für Fachleute beim jeweiligen regionalen Spitalinformationsdienst oder in Thun.

 

[int.Nr.:i1015e1003]

 

Aktualisiert: 2.11.2009

 

Für einen direkten Link auf diese Seite genügen diese Angaben:

www.inforel.ch/i1015e1003

 

© INFOREL, Information Religion, Postfach, 4009 Basel. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!