inforel

Wat Thai, Vereinigung der Freunde des Thai-Buddhismus in der Schweiz

In Gretzenbach ist das buddhistische Zentrum für Thais aus der ganzen Schweiz.

 

Kontakt

Buddhistisches Zentrum Wat Srinagarindravararam

Im Grund 7, 5014 Gretzenbach.

Telefon 062-858 60 30. Fax 062-858 60 35.

Präsident: Christian Biedermann

Mail: info@wat-srinagarin.com

 

www.wat-srinagarin.com

 

Geschichte

In der Schweiz leben mehr als 15000 Menschen theravadisch-buddhistischer Herkunft (vorwiegend aus Thailand, Laos, Kambodscha). Um ihnen eine kulturelle und seelsorgerliche Betreuung zu ermöglichen wurde der Verein Wat Thai 1984 auf Initiative des thailändischen Konsuls in Zürich gegründet, welche sich schon bald die Unterstützung des thailändischen Königshauses sowie des thailändischen Konsuls in der Schweiz zusicherte.

1988 wurde der Abt des Marmor-Tempels in Bangkok auf Initiative des Vereins Wat Thai hin angefragt, ob er bereit wäre, Mönche in die Schweiz zu schicken, um die seelsorgerliche Betreuung in der Schweiz zu übernehmen. 1988 reisten die ersten zwei Mönche in die Schweiz.

Unterstützt wurde Wat Thai von Anfang an von der Mutter des thailändischen Königs, die ein Stiftungskapital zur Verfügung stellte. Bald schon regte sich bei den Thai das Bedürfnis nach einem eigenen Wat. Der Wat ist ein buddhistisches Zentrum, das die Funktion einer sozialen Institution, eines Studienortes, eines Tempels und eines Klosters in einem wahrnimmt.

Mit Hilfe von Spenden konnte 1992 ein Grundstück in Gretzenbach erworben werden. Das Wohngebäude der Mönche wurde 1995 fertiggestellt. Das Zentrum wurde zu Ehren der thailändischen Königsmutter nach ihr benannt; das Zentrum heisst seit der feierlichen Eröffnung: Wat Srinagarindravararam.

Der Wat dient als Treffpunkt für Menschen aus Thailand, Laos, Kambodscha sowie für solche, die am Buddhismus interessiert sind.

Die Mönche haben die Aufgabe, all diesen Menschen religiöse Unterstützung zu geben, die notwendigen Zeremonien durchzuführen (Geburten, Eheschliessungen, Totenehrungen, Einweihungen), sozialen und psychologischen Rat zu erteilen, (insbesondere Eheberatung für den thailändischen wie den schweizerischen Partner) und ihnen und ihren Kindern in der Schweiz zu ermöglichen, ihre kulturellen und sprachlichen Wurzeln weiterhin zu pflegen.

In Basel hat 1990 eine Gruppe angefangen, entwickelte aber nur zaghaft eigene Aktivitäten. Der einzige Anlass, der über die Jahre regelmässig stattfand, war die Feier von Visakhapudscha, die gemeinsam mit der Thailändisch-Schweizerischen Gemeinschaft, Basel durchgeführt wird. Seit der Eröffnung des Ubosoths, dem zentralen Heiligtum im thailändischen Baustil mit einer darunterliegenden Versammlungshalle, finden im Tempel während einem Jahr über 20 teils mehrtägige Veranstaltungen statt. Jeden Sonntag, ausser während den Schulferien, findet im Tempel eine Buddhistische Sonntagsschule statt, in der u. a. Kinder mit thailändischen Wurzeln in Thai-Sprache und Kultur unterrichtet werden.

Der Tempel betreut etwas über 3‘200 Familien.

 

Es gibt keine genauen Zahlen über die Mitgliedschaft, sondern bestenfalls Schätzungen. Es wird mit mehreren Tausend gerechnet.

 

Lehre und Ziele

Die Aufgabe der Mönche ist es, den Theravada-Buddhismus und sein kulturelles Umfeld in der Schweiz weiter zu pflegen, um so den Thais ein Stück Heimat vermitteln zu können. Die Besucher des Wat sorgen für das physische Wohl der Mönche, im Austausch dazu sorgen die Mönche sich um deren psychisches.

 

Zusammenarbeit

Lose Kontakte werden mit dem Wat Buddhavihara in Echallens, dem Wat Dhammapala in Kandersteg (ein Meditationskloster, das von Mönchen aus England gegründet wurde), dem Wat in Birmingham (GB), dem Watsantivararam in Offingen bei Ulm (DE) und mit dem tibetanischen Kloster in Rikon (ZH) gepflegt.

Offenheit besteht gegenüber allen Religionen.

 

Organisation, Finanzen

Die Vereinigung Wat Thai wurde 1984 in der Schweiz gegründet und bezweckt die religiöse und kulturelle Betreuung der in der Schweiz lebenden Angehörigen des thailändischen Volkes und die Förderung des Verständnisses von Bevölkerung und Behörden für die religiösen Bedürfnisse der in der Schweiz lebenden Thais.

Die Stiftung Wat Thai ist für das Finanzielle (Unterhalt des Tempels) zuständig.

Die Somdetyas Stiftung für Wat Srinagarindravararam ist für das Finanzielle (Unterhalt des Tempels) zuständig.

Das Buddhistische Zentrum lebt ausschliesslich von Spenden («Dana»).

Die Mönche leben von den Essens-Spenden der Tempelbesucher. Die weitere Kostendeckung (Gebäude, Unterhalt) wird durch Spenden anlässlich von Besuchen und Veranstaltungen, bei Bauprojekten auch aus Spenden aus dem thailändischen Königshaus und dessen Umfeld (dafür zuständig ist die Stiftung Wat Thai) gedeckt.

 

Die Mönche leben von den Spenden der Tempelbesucher. Die weitere Kostendeckung (Gebäude, Unterhalt) wird vorwiegend durch königliche Spenden (dafür zuständig ist die Stiftung Wat Thai) gedeckt.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Wat Srinagarindravararam , Im Grund 7, 5014 Gretzenbach (10 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Däniken).

Der Wat umfasst das Wohnhaus der Mönche. In diesem Wohngebäude befindet sich ein Andachtsraum, ein Essraum, eine Küche, Gästezimmer, eine Bibliothek, das Sekretariat und ein Meditationsraum wo Meditationskurse stattfinden. In einem Nebengebäude sind die Bibliothek und weitere Schulungsräume untergebracht.

Das zentrale und heiligste, religiöse Gebäude im Wat ist der Ubosoth. Er enthält die Haupt-Buddha-Statue und ist der Versammlungsraum der Mönche. Hier werden die wichtigsten Zeremonien und Feiern durchgeführt, so die Mönchs- und Novizenfeiern, die Kathina-Zeremonie, die Rezitation der Disziplin-Regeln der Mönche. Im Untergeschoss des Ubosoth befindet sich eine Versammlungshale für 250 Leute in Tischbestuhlung.

Das Gelände des Wat ist durch Mauern abgeschirmt, wohingegen die Pforten immer offen stehen. Auf dem Gelände befinden sich neben einem überdachten Platz noch zwei Schreine. Der eine ist der chinesischen Göttin Mae Gwen Im geweiht. Der andere ist dem thailändischen König Rama V. Chulalongkorn (reg. 1869-1910) geweiht, der ein grosser Förderer des Buddhismus war (er hat den Marmortempel in Bangkok gebaut) und viel für die Modernisierung von Thailand geleistet hat. Daneben ist ein Biotop.

In der Aussenmauer sind Urnennischen für Verstorbene.

Der ganze Wat ist sehr farbig, da jede Farbe einen Symbolwert innehat.

Kuppel - Tempel - Minarett: Wat Srinagarindravararam

 

Aufgaben der Mönche:

- Tägliche Meditation und Chanting

- Zelebrieren der Religiösen Feste: Makhapucha (Buddhas Patimoka-Predigt), Visakhapucha (Buddha's Geburtstag, Erleuchtung und Tod), Asalhabucha (Buddhas erste Lehrpredigt), Beginn und Ende der Fastenzeit (Khao Pansa und Ook Pansa), Kleiderspende (Kathina) sowie halbreligiöser Feste (Geburtstag des Königs und der Königin, Songkran (thailänd.Neujahrsfest ), Loy Krathong (Lichterfest), u.a.m.

Auf besondere Einladung hin zelebrieren die Mönche auch gerne religiöse Zeremonien bei den Gastgebern zu Hause (Geburtstagsfeiern, Hauseinweihungen, Trauerfeiern, etc.)

- Führungen durch den Tempel

 

Für Interessierte findet von Montag bis Donnerstag eine Einführung in die Meditation statt.

Meditationen

Es werden Deutschkurse (für Erwachsene), Thailändischkurse (für Kinder und Erwachsene) sowie Kurse in Musik auf traditionellen Instrumenten, traditionellem Tanz, traditioneller Massage und Schnitzkurse angeboten.

 

- Seelsorge

Die Mönche stehen für Seelsorge zur Verfügung.

Alle, die ihre Adresse angeben, werden regelmässig schriftlich informiert und zu Anlässen eingeladen.

 

Mission widerspricht dem Buddhismus und wird daher entschieden abgelehnt.

 

Literatur, Zeitschrift

- V. Breu: Meditation.

- Buddhadasa Bhikkhu: Keine Religion.

- Walpola Rahula: Was der Buddha lehrt.

 

- Pradipdham (Mitgliederzeitschrift; leider praktisch nur in Thai)

 

Weitere Links

(Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehmen wir keinerlei Verantwortung!)

 

Kuppel - Tempel - Minarett: Wat Srinagarindravararam

Projekt des Zentrums Religionsforschung der Universität Luzern.


[int.Nr.:i1041]

Aktualisiert: 01.11.2016

Für einen direkten Link auf diese Seite genügen diese Angaben:
www.inforel.ch/i1041

© INFOREL, Information Religion. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!