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Wat Thai, Vereinigung der Freunde des Thai-Buddhismus in der Schweiz

In Gretzenbach ist das buddhistische Zentrum für Thais aus der ganzen Schweiz.

 

Kontakt

Buddhistisches Zentrum Wat Srinagarindravararam, Im Grund 7, 5014 Gretzenbach.

Telefon 062-858 60 30. Fax 062-858 60 35.

Präsident: Peter Ernst, Casinoweg 3, 5430 Wettingen. Telefon 076 327 09 35.

 

http://www.wat-srinagarin.com/

 

Geschichte

In der Schweiz leben mehr als 5000 Menschen theravadisch-buddhistischer Herkunft (vorwiegend aus Thailand, Laos, Kambodscha). Um ihnen eine kulturelle und seelsorgerliche Betreuung zu ermöglichen wurde der Verein Wat Thai 1984 gegründet, welche sich schon bald die Unterstützung des thailändischen Königshauses sowie des thailändischen Konsuls in der Schweiz zusicherte.

1988 wurden Mönche der Marmor-Tempels in Bankok auf Initiative des Vereins Wat Thai hin angefragt, ob sie bereit wären, die seelsorgerliche Betreuung in der Schweiz zu übernehmen. 1988 reisten die ersten zwei Mönche in die Schweiz.

Unterstützt wurde Wat Thai von Anfang an von der thailändischen Königsmutter, die ein Stiftungskapital zur Verfügung stellte. Bald schon regte sich bei den Thai das Bedürfnis nach einem eigenen Wat. Der Wat ist ein buddhistisches Zentrum, das die Funktion einer sozialen Institution, eines Studienortes, eines Tempels und eines Klosters in einem wahrnimmt.

Mit Hilfe von Spenden konnte 1992 ein Grundstück in Gretzenbach erworben werden. Das Wohngebäude der Mönche wurde 1993 fertiggestellt und wurde zu Ehren der thailändischen Königsmutter nach ihr benannt; das Zentrum heisst nun: Wat Srinagarindravararam.

Der Wat dient als Treffpunkt für Menschen aus Thailand, Laos, Kambodscha sowie für solche, die am Buddhismus interessiert sind.

Die Mönche haben die Aufgabe, all diesen Menschen religiöse Unterstützung zu geben, die notwendigen Zeremonien durchzuführen (Geburten, Eheschliessungen, Totenehrungen, Einweihungen), sozialen und psychologischen Rat zu erteilen, (insbesondere Eheberatung für den thailändischen wie den schweizerischen Partner) und ihnen und ihren Kindern in der Schweiz zu ermöglichen, ihre kulturellen und sprachlichen Wurzeln weiterhin zu pflegen.

In Basel wurde 1990 eine Gruppe angefangen, entwickelte aber nur zaghaft eigene Aktivitäten. Der einzige Anlass, der über die Jahre regelmässig stattfand, war die Feier von Visakapudscha, die gemeinsam mit der Thailändisch-Schweizerischen Gemeinschaft, Basel durchgeführt wird.

Es gibt keine genauen Zahlen über die Mitgliedschaft, sondern bestenfalls Schätzungen. Es wird mit mehreren Tausend gerechnet.

 

Lehre

Die Aufgabe der Mönche ist es, den Theravada-Buddhismus und sein kulturelles Umfeld in der Schweiz weiterzupflegen, um so den Thais ein Stück Heimat vermitteln zu können. Die Besucher des Wat sorgen für das physische Wohl der Mönche, im Austausch dazu sorgen die Mönche sich um deren psychisches.

Loser Kontakt wird mit dem tibetanischen Kloster in Rikon (ZH) gepflegt.

Offenheit gegenüber allen Religionen.

 

Organisation, Finanzen

Die Vereinigung Wat Thai wurde 1984 in der Schweiz gegründet und bezweckt die religiöse und kulturelle Betreuung der in der Schweiz lebenden Angehörigen des thailändischen Volkes und die Förderung des Verständnisses von Bevölkerung und Behörden für die religiösen Bedürfnisse der in der Schweiz lebenden Thais.

Die Stiftung Wat Thai ist für das Finanzielle (Unterhalt des Tempels) zuständig.

Ein zweiter Tempel befindet sich in Kandersteg, welcher von Mönchen aus dem buddhistischen Tempel in London gegründet wurde und als Kloster dient.

Die Mönche und der Verein Wat Thai leben ausschliesslich von Spenden der Thais („Dana“).

Die Mönche leben von den Spenden der Tempelbesucher. Die weitere Kostendeckung (Gebäude, Unterhalt) durch vorwiegend königliche Spenden (dafür zuständig ist die Stiftung Wat Thai).

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Wat Srinagarindravararam , Im Grund 7, 5014 Gretzenbach (10 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Däniken).

Der Wat umfasst das Wohnhaus der Mönche. In diesem Wohngebäude befindet sich ein Andachtsraum, wo Meditationskurse stattfinden, Küche, Gästezimmer, Bibliothek, Sekretariat.

Das zentrale und heiligste religiöse Gebäude im Wat ist der Ubosoth. Er enthält die Haupt-Buddha-Statue. Versammlungsraum der Mönche. Hier werden die wichtigsten Zeremonien und Feiern durchgeführt, so die Mönchs- und Novizenfeiern, die Kathina-Zeremonie, die Rezitation der Disziplin-Regeln der Mönche.

Das Gelände des Wat ist durch Mauern abgeschirmt, wohingegen die Pforten immer offen stehen. Auf dem Gelände befinden sich neben einem überdachten Platz noch zwei Schreine. Der eine ist der chinesischen Göttin Mae Gwen Im geweiht. Der andere ist dem thailändischen König Rama V. Mongkrut (reg. 1851-1868) geweiht, der ein grosser Förderer des Buddhismus war. Daneben ist ein Biotop.

In der Aussenmauer sind Urnennischen für Verstorbene.

Der ganze Wat ist sehr farbig, da jede Farbe einen Symbolwert innehat.

«Kuppel – Tempel – Minarett»: Wat Srinagarindravararam

 

Tägliche Meditation und Chanting der Mönche

Religiöse Feste (Buddha's Geburtstag, Beginn und Ende der Fastenzeit, Gaddjin)

Halbreligiöse Feste (Geburtstag des Königs und der Königin, thailänd.Neujahrsfest ...)

Meditations-Training für interessierte Besucher (MI 19.00h-21.00h)

Auf besondere Einladung hin zelebrieren die Mönche auch gerne religiöse Zeremonien bei den Gastgebern zu Hause (Geburtstagsfeiern, Hauseinweihungen, Trauerfeiern, etc.)

 

Die Mönche stehen für Seelsorge zur Verfügung.

Bücherverkauf im Tempel.

Tempeleigene Bibliothek.

Deutsch- und Thai-Kurse etc.

Alle, die ihre Adresse angeben, werden regelmässig schriftlich informiert und zu Anlässen eingeladen. Mission widerspricht dem Buddhismus und wird daher entschieden abgelehnt.

 

Literatur, Zeitschrift

V. Breu: Meditation.

Buddhadasa Bhikkhu: Keine Religion.

- Pradipdham (Mitgliederzeitschrift; leider praktisch nur in Thai)

 

Weitere Links

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«Kuppel – Tempel – Minarett»: Wat Srinagarindravararam

Projekt des Zentrums Religionsforschung der Universität Luzern.

 

[int.Nr.: i1041]

 

Aktualisiert: 26.8.2009

 

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