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Don Camillo
Kontakt Benedict und Sabine Schubert, Hebelstrasse 17, 4056 Basel. Telefon 061 261 54 18. Communauté Don Camillo, Montmirail, 2075 Thielle. Telefon 032 756 90 00.
Geschichte Don Camillo entstand 1977 aus einer Jugendarbeit in Riehen. Den Namen entlehnte die Communität der Romanfigur von Giovanni Guareschi. Einen wichtigen Impuls zur Gründung von Don Camillo gab die evangelisch-lutherische Bruderschaft der Christusträger.
Seit Beginn ist die Communität Mitglied der evangelisch-reformierten Landeskirche. Sie versteht sich als eine Ausdrucksform reformierter Spritualität unter anderen.
Die Communität ist in einigen Fragen der monastischen Tradition gefolgt, etwa in der Gestaltung der liturgischen Stundengebete. Bald wurde aber klar, dass eine Gemeinschaft mit Familien an Grenzen stösst, wenn sie sich am Mönchtum orientiert.
1988 übernahm die Communität das Anwesen „Montmirail“ im Baurecht von der Herrnhuter Brüdergemeine. Hier empfängt sie Gäste zu Retraiten, Einkehrtagen, Seminaren und Kursen und zu Familienferien (→ Montmirail. Communauté Don Camillo.).
Neben dem Empfang von Gästen nimmt sie unbürokratisch Menschen auf, die eine Zeit lang einen geschützten Rahmen suchen. In Montmirail können Anlehren gemacht werden im Rahmen von beruflichen Massnahmen der IV (Auskunft: 032 756 90 29)
2007 unterzeichnete die Communität mit der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz einen Kaufvertrag für den Komplex Segenskirche. Hier entsteht mitten in Berlin ein Stadtkloster. In Basel: vier Familien mit Kindern. In Montmirail leben etwa 10 Familien mit Kindern, Ehepaare ohne Kinder und eine zölibatär lebende Frau. Das Alter der Erwachsenen liegt zwischen 34 und 64.
Lehre Die Mitglieder von Don Camillo gehören zu einer der Landeskirchen. Auch wenn katholische und reformierte Christen Mitglieder sind, ist sie in ihrer Spiritualität eher reformiert geprägt. Das zeigt sich in Bezug auf ihr Amts- und Kirchenverständnis und ihre Zugehörigkeit zu den Kantonalkirchen von Basel und Neuchâtel und der lutherischen Kirche von Berlin-Brandenburg.
Im Zentrum steht die Beziehung zum auferstandenen Christus. Ohne seinen Ruf in die Nachfolge wäre das gemeinsame Leben in der von der Communität Don Camillo gewählten Form für die Mitglieder undenkbar. Impulse kamen im Lauf der Geschichte vom Mönchtum, aus der Theologie der Befreiung, von der charismatischen Erneuerung, aus Grandchamp und Taizé und aus der Begegnung mit den ignatianischen Exerzitien.
Eine wichtige Rolle spielen auch die vier an der Universität ausgebildeten Theologinnen und Theologen, die Mitglieder der Communität sind.
In ihrem Bibelverständnis sind die Mitglieder der Communität unterschiedlich orientiert. Den Pluralismus der Landeskirchen sieht die Communität als Chance, auch wenn die Kirchen der Gefahr der Indifferenz zuweilen erliegen. Don Camillo ist von seiner Identität her klar reformiert, doch gibt es Kontakte mit Katholiken (z.B. den Benediktinern, bei denen sie das liturgische Singen erlernten). Prinzipiell ist Don Camillo für alle Kontakte innerhalb des Christentums offen. Über das Christentum hinaus haben sich bisher keine Kontakte ergeben.
Organisation, Finanzen Gesamtschweizerisch als Verein nach ZGB organisiert. Es wird kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht. Bezüglich der Taufe gibt es keine einheitliche Praxis. Die Aufnahme erfolgt nach verschiedenen Gesprächen und einem Probejahr. Die Mitgliedschaft erneuert sich danach immer für ein weiteres Jahr. Ein Teil der Communität hat sich für ein lebenslanges Engagement entschieden. Die Kinder sind nicht Mitglieder der Communität. Die Familien haben Wohnraum für sich und leben ihren eigenen Stil in Bezug auf die Erziehung ihrer Kinder. Die Kommunität in Basel führt eine gemeinsame Kasse. Die Kommunität in Montmirail hat finanziell nichts mit den Leuten in Basel zu tun. Sie existiert durch Spenden und Einnahmen aus dem Betrieb. Es gibt eine offene Jahresrechnung im Rundbrief.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit Basel: Engagement einer Communitätsfamilie im Alumneum/Studentenwohnheim.
Montmirail: Gästehaus mit 36 Zimmern, Gruppenräumen, geführter Küche.
Berlin: Stadtkloster: Kirche und Gästezimmer, Gruppenräume im Bau. Angebot an Retraiten, Kursen und Begleitung. Basel: Engagement einer Communitätsfamilie im Alumneum/Studentenwohnheim Stundengebet in der Josefskirche einmal wöchentlich
Montmirail: Inhalte: Retraiten, Begleitung Einzelner, Ehearbeit, Familienferien, Kurse und Seminarien (Programm). Ausserdem 10 Zimmer für Menschen, die eine Zeit lang mitleben möchten. Sechs IV-unterstützte Ausbildungsplätze (Landwirtschaft, Pferdewart/in, Maler/in, Hauswirtschaft, Küche und Hauswartung). Bauernbetrieb mit integrierter Landwirtschaft. Mitarbeit in kirchlichen und politischen Organen.
Berlin: Stadtkloster: Kirche und Gästezimmer, Gruppenräume im Bau. Angebot an Retraiten, Kursen und Begleitung.
Zeitschrift Rundbrief (vier mal jährlich)
Weitere Links
[int.Nr.: i1059]
Aktualisiert: 6.5.2008
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