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Druiden-Orden

 

Kontakt

Sitz der Landes-Grossloge: Solothurnerstr. 76, 4053 Basel

Präsident: Oskar Groeflin, General Guisan-Strasse 47, 4144 Arlesheim.

Telefon 061 701 89 34.

 

http://www.sdo.ch

 

Geschichte

Ein auf hoher Kulturstufe stehendes Volk der germanischen Frühzeit waren die Kelten. Ihre geistigen Führer waren die Druiden, welche Priester, Richter, Heil- und Sternkundige und Lehrer zugleich waren. Die Söhne der Vornehmen drängten sich zu ihrem Unterricht, der nur mündlich erteilt wurde und bis zu 20 Jahren dauern konnte.

Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung gerieten die Kelten und mit ihnen ihre geistigen Führer, die Druiden, in Vergessenheit. Erst 1781 schlossen sich in England einige Männer zusammen, nahmen sich die keltischen Druiden zum Vorbild und gaben sich danach ihren Namen und ihre Ordensregeln. Dabei haben sie die Glaubens- und Götterlehre der Druiden nicht übernommen, wohl aber das Erhabene und Edle in ihren Anschauungen und in ihrem Wirken innerhalb der Gemeinschaft.

Schon bald nach der am 29. November 1781 erfolgten Gründung des Ancient Order of Druids in einer kleinen Taverne an der Londoner Poland Street brachten Auswanderer die neuzeitlichen Ideen nach Nordamerika, Australien und Neuseeland. Auf dem europäischen Kontinent entstand 1872 die erste Vereinigung unter dem Namen Dodona-Loge, Berlin. Von Berlin aus wurden nacheinander Deutschland, Schweden, Norwegen und Dänemark erschlossen.

In der Schweiz fasste der Orden zuerst in Zürich Fuss, wo 1912 die Arnold-Winkelried-Loge gegründet wurde. Da diese dem Deutschen Druidenorden unterstellt war, löste sie sich, wie die deutschen Logen, während des Naziregimes wieder auf. Auf Grund von Kontakten mit der süddeutschen Grossloge gründeten 1962 einige Männer in Basel die Jacob-Burckhardt-Loge. Von Basel aus verbreitete sich der Orden in unserem Land mit Logen in Bern, Langenthal, Thun, Aarberg, Zürich und Rapperswil.

Mitgliederzahl Weltweit ca. 35 000

Europa ca 14 000

Schweiz: 396

Basel: 54

Altersstruktur Weltweit: 55-60 Jahre

Europa: 50-55 Jahre

 

Frauenlogen bestehen in der Schweiz keine. In Skandinavien gibt es die Birgita-Logen, die ähnliche Zielsetzungen haben, aber losgelöst vom Druidenorden tagen.

 

Lehre

Selbstdarstellung:

«Sind Logen Geheimbünde?

In der Literatur ist jegliche Information über den Druiden-Orden zugänglich. Es bestehen gedruckte Mitgliederverzeichnisse. Da nur aufgenommene Mitglieder Zutritt zu den Sitzungen haben, kann der Eindruck des Geheimnisvollen entstehen.

Die Mitglieder des Ordens verpflichten sich, gegenüber Aussenstehenden über ordensinterne Angelegenheiten Stillschweigen zu wahren, insbesondere über die Logenrituale, die Symbole, Zeichen und Worte.

Das neuzeitliche Gedankengut beruht auf der Idee der Humanität, der Toleranz und Fairness gegenüber dem Mitmenschen. Humanität, "Menschlichkeit", wird angestrebt in der Pflege und Vertiefung der menschlichen Beziehungen, im Schutz menschlicher Würde, in einer von Rang, Stand und materiellen Gütern unbeeinflussten Wertschätzung des Nächsten und in der Hilfsbereitschaft ihm gegenüber. Humanität soll nicht nur unter den Mitgliedern, die sich Brüder nennen, geübt werden, sondern im Grunde gegenüber jedem Menschen, ja jedem Lebewesen.

Toleranz verlangt die Achtung der Bekenntnisse und Überzeugungen Andersdenkender.

Nach diesen Grundsätzen bemüht sich jedes Mitglied des neuzeitlichen Druidentums, ein nützliches Glied der menschlichen Gesellschaft und ein guter Bürger seines Vaterlandes zu sein.

Die Zielsetzungen des Druiden-Ordens wurzeln in einer natürlichen Ethik, deren Normen nicht "Monopol" des Ordens, sondern allgemein zugänglich sind. Der Druiden- Orden bietet einen der möglichen Wege, sich mit diesen Zielen auseinanderzusetzen und sich dabei moralisch und geistig zu vervolIkommnen.

Der Toleranzgedanke beinhaltet Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die Achtung der Bekenntnisse und Uberzeugungen Andersdenkender ist für den Druiden ein wichtiges Gebot. Dem politisch und konfessionell neutralen Orden können Männer jeder politischen Einstellung und Religion beitreten, soweit sie sich mitden allgemeingültigen demokratischen und ethischen Regeln einverstanden erklären. Die Loge kann und will keinen "Religionsersatz" anbieten, wie man dies bisweilen von Aussenstehenden hört.

Wenn in der Loge über Politik und Religion nicht diskutiert wird, so schliesst dies nicht aus, dass der einzelne im Alltag an Politik und Kirche Anteil nimmt.

Das Ritual enthält nichts, dem ein Ehrenmann nicht zustimmen könnte. Es gibt beispielsweise Arbeits-, Aufnahme-, Beförderungs- und Trauerrituale. Immer geht es dabei um die Auseinandersetzung mit druidischem Gedankengut, um Selbstbesinnung und Loslösung vom Alltag. Musikalische Darbietungen untermalen die Arbeit im Innenraum. Dort werden auch Vorträge aus den Bereichen Kultur und Wissenschaft gehalten.»

Es bestehen lose Kontakte zu vergleichbaren Organisationen wie Freimaurer, Odd Fellows.

 

Organisation, Finanzen

International-Grand-Lodge of Druidism VOAD (IGLD) Gross-Loge Central-Europa (GLCE) Landesgrossloge Schweiz (LGL-CH) Logen

Alle Stufen unterstehen dem Vereinsrecht und sind entsprechend organisiert mit einem Präsidium d.h. Allpräsident, Präsident, Vizepräsident, Sekretär, Schatzmeister.

 

Selbstdarstellung:

«Der Druidenorden ist eine Männergesellschaft, nicht dass die Frauen als minderwertig oder rechtlos gelten, ganz im Gegenteil. Geistig ist die Frau selbstverständlich vollberechtigt in die Bruderkette eingeschlossen. An manchen Druidenfesten ist sie herzlich wilikommen. Besonderen Wert legt der Druide darauf, dass auch Witwen ehemaliger Mitglieder stets in den Kreis einbezogen bleiben. Die Teilnahme von Frauen könnte aber bei der gebotenen Freundschaft das geschlechtliche Moment in die Loge bringen. Bei aller Achtung vor den schöPferischen Kräften des Geschlechtlichen könnte dies aber die spezielle geistige Logenarbeit beeinträchtigen. Man muss mit dem Menschen rechnen, wie er ist, und mit der Stärke der Geschlechtsgeftible, die ja manchem ohnehin genug zu schaffen machen.

Die im Druiden-Orden vereinigten Männer betrachten sich als Brüder, die trotz Unterschieden in Stand, Glauben und Verhalten als gleichberechtigte Menschen geboren sind. So kommen die Mitglieder aus allen Schichten und Berufszweigen. Auch die verschiedensten Altersstufen sind vertreten. Ausschlaggebend ist allein die persönliche Einstellung zu den Zielsetzungen des Ordens.

Die Frauen sind in den Birgitta-Logen organisiert und verfolgen die gleichen Ziele wie der Druidenorden, sind aber ebenfalls eigenständig.»

Mitgliederbeiträge 500.-/ 800.-SFr. je nach Loge

Eintrittsgebühr 800.-/1200.-SFr. je nach Loge

Fonds: Sterbefond Ebene LGL und L

Spendenfond Ebene LGL und L

Logenaufbaufond Ebene LGL

Jahresrechnung: Diese wird auf Ebene LGL und L erstellt an der Mitgliederversammlung vorgelegt und abgenommen.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Die 3 Basler Logen haben je ein eigenes Logenheim:

Augusta Raurica-Loge Logenheim: Grellingerstrasse 41, 4052 Basel

Camelot-Loge: Logenheim: Solothurnerstrasse 76, 4053 Basel

Jacob Burckhardt-Loge Logenheim: Grellingerstrasse 41, 4052 Basel

Wöchentlicher Logenabend:

1.Teil ("Innenloge"): Vortrag von eigenen oder fremden Referenten zu verschiedensten Themen.

2.Teil ("Aussenloge"): Brudermahl, Pflege der Geselligkeit.

Spenden / Vergabungen durch die LGL und durch die einzelnen Logen

Unterstützung gemeinnütziger Institutionen, z.B. Gassenküche Basel, Behindertenheime ganze Schweiz, Gassenküche Basel, Behindertenheime in thun und Bern, Autospende an Wohn- und Behindertenheim Dychrain in Münchenstein, 0pferhilfsstelle für gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche "Triangel" Basel.

 

In jeder Loge ist eine Bibliothek vorhanden, ist aber nur für Mitglieder zugänglich.

Werbung geschieht vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda und durch die Homepage.

 

Literatur, Zeitschrift

- Handbuch des Druidenordens, Verlag der Reichsgrossloge des Deutschewn Druidenordens. Kommissionsverlag: Carl Gerber München

- Leitbild des Druidenordens Schweiz. Herausgeber: Landesgrossloge Schweiz

- Informationsschrift der Landesgrossloge Schweiz

- Der Deutsche Druiden-Orden, von Helmut Blum, Herausgeber: Präsidium des Druiden-Ordens e.V. München

Der Siebenstern (5x jährl.)

Organ der Landesgrossloge. Ist nicht öffentlich erwerbbar, kann aber auf Wunsch in einzelnen Exemplaren bezogen werden.

 

Weitere Links

Deutscher Druiden-Orden DDO

 

[int.Nr.: i1072]

 

Aktualisiert: 25.5.2005

 

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Aktualisiert: 29.05.2005

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