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Buddhistisches Zentrum der Karma Kagyü-Linie

 

Kontakt

Buddhistisches Zentrum Basel der Karma Kagyü Linie

Laufenstrasse 15, 4053 Basel.

Telefon 061 272 02 23.

Mail: basel@buddhismus.org

 

www.buddhismus-basel.ch

 

Geschichte

Karma Kagyü ist eine der Schulen des Diamantwegs (Tibetischer Buddhimsus → Vajrayana). Als Linie der direkten mündlichen Überlieferung legt sie besonderen Wert auf Meditation und unmittelbare Verwirklichung von der Natur des Geistes durch die Übertragung des Lehrers. Die Karma Kagyü Linie findet ihren Ursprung beim historischen Buddha und entwickelte sich zu einem praktischen Erleuchtungsweg in Indien und Tibet. Vor 1000 Jahren gestalteten bedeutende Mahasiddhas wie Naropa und Maitripa, sowie die bekannten Verwirklicher (Yogis) Marpa und Milarepa die Linie als eine lebensnahe Laienbewegung. Gampopa errichtete kurz danach sein Klosterwesen. Seit dem 12. Jahrhundert hat die ununterbrochene Reihe der Karmapa - Wiedergeburten - die Linie lebendig und kraftvoll gehalten.

Heute geben buddhistische Lehrer wie Künzig Shamarpa, Lopön Tsechu Rinpoche (gest. 10.06.2003) und Khenpo Chödrak die östliche Übertragung weiter. Sie unterstützen die Arbeit in den neuen, westlich geprägten Zentren rund um die Welt.

Gyalwa Karmapa gilt als erster bewusst wiedergeborener Lama Tibets.

Der 16. Karmapa, der Tibet 1959 aufgrund der chinesischen Zerstörung des Landes verlassen musste, sicherte das Weiterbestehen der Karma Kagyü Linie. Mit Hilfe seiner westlichen Schüler brachte er das Wissen um die Natur des Geistes in die moderne Welt.

Der jetzige 17. Karmapa Thaye Dorje konnte mit elf Jahren im Frühling 1994 aus dem unterdrückten Tibet in die Freiheit nach Indien gelangen.

Lama Ole Nydahl und seine Frau Hannah waren die ersten westlichen Schüler des 16. Gyalwa Karmapa. Im ständigen Austausch mit seinen Schülern lehrt Lama Ole Weg und Ziel des Diamantweg-Buddhismus. Im Auftrag des 16. Karmapa wurden von Lama Ole Nydahl seit 1972 über 400 buddhistische Zentren in 43 Ländern gegründet. Im deutschsprachigen Raum allein gibt es 117 Gruppen, deren Mitglieder auf der Grundlage von Freundschaft und Idealismus ehrenamtlich mithelfen. Aus Europa kommen auch die etwa 30 Schüler, die inzwischen in Lama Oles Auftrag rund um die Welt unterrichten.

Seit 1983 gibt es in Basel eine Gruppe, die von Lama Ole Nydahl initiiert wurde.

1995 konstituierte sich die Gruppe als Verein.

2002 wurde das jetzige Zentrum ausgebaut.

Geschichte

Das Zentrum hat rund 50 Mitglieder und circa 25 wöchentliche Besucherinnen und Besucher des Dharma-Abends. Die Altersstruktur ist durchmischt.

 

Lehre und Ziele

Selbstdarstellung:

«Die buddhistische Lehre hat sich den kulturellen Bedingungen der einzelnen Länder angepasst, ohne dass ihre Essenz dabei verloren ging. Zunächst wurden die Belehrungen 1500 Jahre lang in Indien übertragen und dann weitere 1000 Jahre in Tibet.

Besonders interessant für die westliche Welt ist, dass die Karma Kagyü Schule des Diamantweg-Buddhismus auch einen Weg für Laien und Verwirklicher lehrt, der auf die Entwicklung von Klarheit und Selbständigkeit in der heutigen Welt zielt. Inhaltlich steht er auf drei Säulen: überprüfbares, dogmenfreies Wissen, Meditation und Mittel zum Festigen der erreichten Bewusstseinsebenen. So macht der Diamantweg die wirksamsten Mittel Buddhas der modernen Welt zugänglich. Er hilft, den eigenen inneren Reichtum zum Besten aller Wesen zu entdecken und zu entfalten.»

 

Zusammenarbeit

Das Zentrum ist Mitglied bei der Schweizerischen Buddhistischen Union.

 

Organisation, Finanzen

Verein «Karma Kagyü Verein Basel» nach ZGB mit den üblichen Strukturen.

Spiritueller Leiter sind der 17. Karmapa Thaye Dorje und Lama Ole Nydahl.

Frauen und Männer sind gleichberechtigt.

Mitgliederbeitrag Fr. 360.-/Jahr. Dharma-Abende (Dienstag) sind kostenlos. Vorträge von Reiselehrern kosten ca. Fr. 15.-.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Das Buddhistische Zentrum ist in einem Reihenhaus an der Laufenstrasse 15 im Gundeldingerquartier eingerichtet.

 

- Meditationen

Fünf mal wöchentlich finden Metditationen statt.

Einmal wöchentlich werden buddhistische Vorträge gehalten. Es werden Erklärungen zu grundlegenden Themen gegeben und Fragen beantwortet. Der Abend eignet sich gut für Neueinsteiger. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Es werden auch weiterführende buddhistische Belehrungen von Reiselehrern aus ganz Europa gegeben.

Praxistage: Individuelle Meditationspraxis wie Zufluchtsmeditation, die vier Grundübungen (Ngöndro), Phowa-Vorbereitung oder Karmapa-Meditation. Anschliessend bleibt Zeit zum Diskutieren und Kaffee-Trinken.

Es besteht die Möglichkeit für Schulklasssen, sich im Rahmen des Religionsunterrichtes über Buddhismus zu informieren.

Programm

 

- Seelsorge

Auf Wunsch wird buddhistische Sterbebegleitung angeboten.

Auf Wunsch werden die Programme für die Veranstaltungen zugesandt. Für öffentliche Veranstaltungen wird mit Inseraten und Plakaten geworben.

 

Literatur, Zeitschrift

Ole Nydahl: Wie die Dinge sind. Allgemeine Einführung in den Diamantwegs-Buddhismus. Joy-Verlag, ISBN 3-928554-13-1

Kagyü Life. Zeitschrift der Karma Kagyü Tradition.

 

Weitere Links

(Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehmen wir keinerlei Verantwortung!)

 

Internet-Seite der Karma Kagyü Linie Schweiz

 

Internet-Seiten der Karma Kagyü Linie europaweit

 

Karma Kagyü Linie (in englischer Sprache)

 

Diamondway (in englischer Sprache)


[int.Nr.:i1078]

Aktualisiert: 26.10.2017

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