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Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Basel-Landschaft (RKK-BL)

Kontakt
Geschichte
Lehre und Ziele
Organisation, Finanzen
Versammlungslokal
Angebote
Auftreten in der Öffentlichkeit
Literatur, Zeitschrift

Kontakt

Römisch-katholische Landeskirche, Munzachstr. 2, Postfach 150, 4410 Liestal.

Telefon 061 921 94 61.

Mail: verwaltung@kathbl.ch

www.kathbl.ch


Geschichte

Die ersten Zeugnisse eines christlichen Lebens in unserer Region datieren vom 4. Jahrhundert. Wir kennen aus spätrömischer Zeit die Reste einer Saalkirche im Castrum Rauracense (Kaiseraugst) und den Namen eines Bischofs Justinianus (343). Auch nach der Auflösung des römischen Staates bleibt im Birstal und im Ergolztal eine Restbevölkerung von christlichen Romanen, die offensichtlich weiterhin von den Kastelorten Augst und Basel aus betreut werden, so dass wir mit einer konstanten Pastoration seit dieser Zeit rechnen dürfen.

In fränkischer und karolingischer Zeit entstehen viele Kirchen, die den Heiligen Martin oder Peter und Paul geweiht sind, und welche als Talkirchen zu Mittelpunkten des kirchlichen und religiösen Lebens werden. Kirchliches Zentrum der damaligen Dekanate Sisgau und Leimental ist der Bischofssitz in Basel.

Von der Stadt Basel aus, die im 15. Jahrhundert in den Besitz des Sisgaus (Ergolztal) gekommen ist, verbreiten sich ab 1521 die Gedanken der Reformation, nach 1525 auch im Birseck und Laufental. Erst Bischof Jakob Christoph Blarer von Wartensee (1557-1608) gelingt es, sowohl die weltliche Herrschaft als auch den katholischen glauben im Birseck und Laufental wieder herzustellen. Arlesheim wird 1678 Sitz des Domkapitels (Dom). Das Ergolztal kommt 1585 endgültig an die Stadt Basel und bleibt reformiert.

Nach dem Wiener Kongress von 1815 kommt das katholische Birseck zum Kanton Basel. Eigene Abkommen regeln die kirchlichen Verhältnisse in den Pfarreien des Birseck (z.B. die Pfarrwahl). Der Stand Basel tritt 1824 dem neu geschaffenen Bistum Basel bei. Auch nach der Kantonstrennung von 1833 bleiben diese Verhältnisse zunächst gleich. Erst mit dem Bevölkerungswachstum und der massiven Zuwanderung von Katholiken aus der Schweiz und aus dem benachbarten Ausland bilden sich in den bis anhin rein reformierten Orten wieder katholische Gemeinden, zuerst 1835 in Liestal. Heute sind in allen grösseren Gemeinden des Kantons auch römisch-katholische Pfarreien mit ihren Kirchen und Pfarreizentren zu finden. Zur römisch-katholischen Landeskirche gehörten Ende 1998 etwa 86‘000 Mitglieder.

Die römisch-katholische Kirche von Baselland hatte Ende 1998 85'861 Mitglieder.


Lehre und Ziele

Die römisch-katholische Kirche versteht sich als Sakrament, d.h. als Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit. Mit allen christlichen Kirchen teilt sie den Glauben an den dreieinigen Gott und insbesondere an Jesus Christus, wie er im apostolischen Glaubensbekenntnis formuliert ist. Die absolute und exklusive Identifizierung von Kirche Jesu Christi und römisch-katholischer Kirche ist im 2. Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) relativiert worden. Darin wird festgehalten, dass die Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird, "subsistiert", das heisst, verwirklicht ist. Damit wird die Oekumene als Suche nach der Einheit aller Christinnen und Christen zu einer unverzichtbaren Grundaufgabe der Kirche. Die römisch - katholische Kirche versteht sich als Weltkirche, die vom Papst und den Bischöfen geleitet wird

- Oekumene

Engagement der RKK-BL für die Oekumene:

- Mitglied in der AcK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Baselland)

- gemeinsamer Rahmenplan für den RU mit der Ev.-ref.Kirche Baselland

- div. Spezialpfarrämter zusammen mit der Ev.-ref.Kirche Baselland

- gemeinsame Gottesdienste und Veranstaltungen in den Pfarreien


Organisation, Finanzen

Die römisch-katholische Kirche von Baselland umfasst 33 Kirchgemeinden und ist Teil des 10 schweizerische Kantone umfassenden Bistums Basel. Sie ist die staatskirchenrechtliche Organisation der römisch-katholischen Einwohner und der römisch-katholischen Kirchgemeinden des Kantons Basel-Landschaft. Sie ist als anerkannte Landeskirche eine öffentlich-rechtliche Körperschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit und hat ihren Sitz in Arlesheim. Die Landeskirche ordnet ihre Rechtsverhältnisse im Rahmen der Kantonsverfassung, des Kirchengesetzes und der Kirchenverfassung selbständig. In innerkirchlichen Belangen anerkennen Landeskirche und Kirchgemeinden die Lehre und die Rechtsordnung der römisch-katholischen Kirche.

Oberstes Organ der Landeskirche ist die Gesamtheit der Stimmberechtigten. Sie entscheiden durch Abstimmung an der Urne. Die Synode besteht aus 128 Abgeordneten. Sie ist die oberste Behörde der Landeskirche und wählt die 7 Mitglieder des Landeskirchenrates (Exekutive) und den Verwalter.

Den 33 Pfarreien steht in der Regel ein Pfarrer, eine Gemeindeleiterin oder ein Gemeindeleiter vor. Diese sind kirchenrechtlich und in ihren pastoralen Aufgaben dem Bischof unterstellt. Ihnen zur Seite steht das Seelsorgeteam und der Pfarreirat. Die 34 Pfarreien sind in 4 Dekanate eingeteilt, die zusammen das Regionaldekanat des Kantons Basellandschft bilden. Die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger haben sich zur kantonalen Pastoralkonferenz zusammengeschlossen. Dieses Gremium berät vor allem pastorale Fragen und ist ein Bindeglied zwischen dem Bischof, dem Regionaldekanat, den Seelsorgern und der Landeskirche.

Kirchensteuern der natürlichen Personen. Diese stehen zu 100% den Kirchgemeinden zur Verfügung.

Kantonsbeitrag (pro Kopf gemäss kantonalem Kirchengesetz), Steuern der juristischen Personen; diese gehen an die Kantonalkirche.

Die Landeskirche verwendet einen kleinen Teil für die Verwaltung. Rund 30% gehen als Finanzausgleich an die Kirchgemeinden, 32% werden für die Spezialseelsorge verwendet, der Rest geht an die Bistumsverwaltung, gesamtschweizerische Organisationen der Landeskirchen etc.


Versammlungslokal

Verwaltung: Munzachstrasse 2, 4410 Liestal.

(Zu den Kirchen und Gemeindehäusern siehe unter den einzelnen Gemeinden!)


Angebote

Von der Kantonalkirche werden etliche Dienste angeboten:

Fremsprachigenseelsorge

Spitalseelsorge

Ausbildung der Katechetinnen

Eheberatung (in Muttenz domiziliert)

Gehörlosenseelsorge

JBZ Seewen, Jugend- und Begegnungszentrum.

Die RKK-BL ist an der Lehrmittel- und Medienstelle sowie der Kath. Erwachsenenbildung in Basel beteiligt.

Diakonie geschieht in den Kirchgemeinden.

Fest- und Teilzeitangestellte sind für die Seelsorge zuständig: Theologen und Theologinnen (Pfarrer, Diakone, Pastoralassistentinnen und -assistenten, Jugendseelsorgerinnen und -seelsorger), Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter


Auftreten in der Öffentlichkeit

- «kircheHeute» (Pfarrblatt mit 4 Regionalteilen)

- Internet.

- Missionsarbeit im Rahmen der römisch-katholischen Weltkirche wird durch Pfarreien unterstützt


Literatur, Zeitschrift

In Erinnerung an die Anfänge des Fürstbistums Basel vor 1000 Jahren.

KIRCHEheute

Römisch-katholisches Pfarrblatt der Nordwestschweiz (mit 4 Regionalteilen)


[int.Nr.:i1134]

Aktualisiert: 15.08.2016

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www.inforel.ch/i1134

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