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Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel, STH Basel

 

Kontakt

Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel

Mühlestiegrain 50, 4125 Riehen.

Telefon 061 646 80 80.

 

www.sthbasel.ch

 

Geschichte

Am 3. Februar 1970 wurde dem damaligen Verein (heute Immanuel-Stiftung) die staatliche Genehmigung zur Eröffnung und Führung «einer vom Staat und von der Universität unabhängigen Lehrstätte zur Ausbildung evangelischer Pfarrer» erteilt. Der ursprüngliche Name (bis zum 3.7.1994) war "Freie Evangelisch-Theologische Akademie Basel" (FETA). Als Vorbild dienten bibeltreue Fakultäten (z.B. in Aix-en-Provence) und andere freie theologische Hochschulen (Holland, USA). Am 4. Oktober 1970 wurde die Hochschule eröffnet. 1994 wird die Freie Evangelische Theologische Akademie (FETA) zur Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel (STH Basel) umbenannt.

2007 wird das Studium den Bologna Richtlinien angepasst. Es wird auf ein zweistufiges Bachelor- und Masterstudium umgestellt. 2010 ist die Studienreform auf Stufe Bachelor, 2012 auf Master umgesetzt.

Seit 2014 ist die STH Basel als universitäre Institution mit ihren Bachelor -und Masterstudiengängen in Theologie akkreditiert.

Schweizerische Universitätskonferenz

 

Zur Zeit (Mai 2013) sind an der STH Basel etwa 60 Studierende vorwiegend aus der Schweiz und Deutschland, einige auch aus Osteuropa, Südamerika u.a.; ca. 1/5 Frauen.

Zugänge: 10-20 pro Jahr.

Seit der Gründung 1970 haben rund 1100 an der STH Basel studiert.

 

Lehrkörper:

7 Professoren, etwa 25 Gastdozenten, davon zur Zeit 2 Frauen.

 

Lehre und Ziele

Selbstdarstellung:

«Grundlage und Werte

Die STH Basel betreibt wissenschaftliche Forschung und Lehre auf evangelisch-reformatorischer Glaubensgrundlage. Im Sinne des Zweiten Helvetischen Bekenntnisses versteht sie die Bibel als „das wahre Wort Gottes“. Keine Methode oder theologische Richtung vermag dieses Geheimnis der göttlichen Offenbarung völlig auszuloten. Die STH Basel begegnet der Heiligen Schrift mit Offenheit und Respekt, geht dabei von ihrer Zuverlässigkeit und göttlichen Inspiration aus, erforscht mit wissenschaftlicher Gründlichkeit deren Bedeutung und bedenkt deren Relevanz für die gegenwärtige Situation von Kirche und Gesellschaft.»

 

Zusammenarbeit

Die STH Basel hat Beziehungen mit verschiedenen Landes- Freikirchen und Denominationen (interdenominationell) und ist Kollektivmitglied der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA.

 

Organisation, Finanzen

Die STH Basel wird von der Immanuel-Stiftung getragen. Zu dieser Stiftung gehören auch der Immanuel-Verlag und das Freie Seminar der Theologie in Genf.

Aufnahmevoraussetzungen: Hochschulreife.

An der STH Basel gilt das Prinzip der Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Die STH Basel nimmt von staatlicher und kirchlicher Seite keine finanzielle Unterstützunga an. Sie zieht es vor unabhängig zu bleiben.

Sie wird von der Immanuel-Stiftung getragen.

Die Studiengebühren (1500.- pro Semester) decken die Selbstkosten nicht. Daher wird die Hochschule von einem Freundeskreis mit Spenden, Schenkungen, Legaten und Erbschaften unterstützt.

Ein Tätigkeitsbericht mit Jahresrechnung geht an die Stiftungsaufsicht.

Die Immanuel-Stiftung, Staatsunabhängige Theologische Hochschule, ist in Basel als Gemeinnützige Organisation anerkannt. Deshalb können gemäss der Spendenliste Kanton Basel-Stadt Zuwendungen bei der Steuererklärung angegeben werden.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Das Vorlesungsgebäude ist am Mühlestiegrain 50 in Riehen in einer ehemaligen Villa.

Das Haus hat drei Hörsäle, Bibliotheksräume, Büros und einen Arbeitsraum für Studierende.

Für Feiern werden verschiedene Gebäude benutzt.

Als theologische Hochschule bietet die STH Basel eine wissenschaftliche Ausbildung auf universitärem Niveau.

Das Studium dauert normalerweise 5 Jahre. Es umfasst auch die alten Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch. Es gibt auch Kurse in Akkadisch und anderen semitischen Sprachen.

Die Studenten absolvieren ein Seelsorgepraktikum.

Abschlüsse: BTh, MTh und Dr. theol.

 

- Weitere Angebote

Die STH Basel besitzt eine Fachbibliothek mit über 30'000 Bänden sowie eine Zeitschriftenbibliothek. Sie ist öffentlich zugänglich.

Bibliothek

 

Orchester und Chor, jährlich je nach Mitarbeit der Studierenden neu organisiert.

Die Studierenden organisieren theologische Disputationen, in denen Professoren kontroverse Themen diskutieren, z. B. die Tauffrage.

Ca. einmal pro Semester findet ein gemeinsames «Theologisches Essen» statt, bei dem eine Person der Theologiegeschichte mit einer passenden Mahlzeit verbunden wird, so z. B. «Jan Hus' Prager Gulasch mit Gänseschmalz». 

Als Wahlpflichtfach wird regelmässig eine Lehrveranstaltung in Diakoniewissenschaft angeboten.

Jeweils auf die Eigeninitiative von Studierenden oder im Rahmen von Praktika: Besuche im Kinderspital, Betreuung von Strafentlassenen und Gefangenen etc.

Im Rahmen des Seelsorgepraktikums im vorletzten Studienjahr begleiten die Studierenden die Personen im Krankenhaus oder Altersheim, wobei sie durch Fachdozenten angeleitet werden.

Für die Studierenden stehen bei Bedarf die Dozierenden als Mentoren zur Verfügung, doch sind sie frei, auch Seelsorger ihrer Wahl (z.B. die Seelsorger ihrer jeweiligen Gemeinde) aufzusuchen.

Zweimal jährlich Wochenenden mit öffentlichen Referaten zu aktuellen Themen.

Ausserdem werden Studientagungen zu theologischen Themen angeboten.

Die Werbung geschieht durch Mund-zu-Mund-Propaganda, Homepage, Facebook, Einsätze in Gemeinden, Inserate.

 

Literatur, Zeitschrift

Studien zu Theologie und Bibel Im Auftrag der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel herausgegeben von Prof. Dr. Jacob Thiessen, Prof. Dr. Herbert H. Klement, Dr. Stefan Schweyer.

LIT-Verlag: Link zu Reihe Studien zu Theologie und Bibel

 

«STHPerspektive»: Mitteilungsblatt für den Freundeskreis der STH Basel. Erscheint fünfmal jährlich, enthält unter anderem Informationen über aktuelle Entwicklungen der STH Basel, Berichte von Tagungen der STH Basel und Portraits von ehemaligen Studierenden.

Rund zweimal pro Jahr erhalten die Empfänger eine Theologische Beilage zu einem biblischen, kirchlichen oder gesellschaftlichen Thema.

STHPerspektive

 

Weitere Links

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[int.Nr.:i1149]

Aktualisiert: 23.12.2014

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