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Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel, STH
Kontakt Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel, Mühlestiegrain 50, 4125 Riehen. Telefon 061 646 80 80.
Geschichte Am 3. Februar 1970 wurde dem damaligen Verein (heute Immanuel-Stiftung) die staatliche Genehmigung zur Eröffnung und Führung "einer vom Staat und von der Universität unabhängigen Lehrstätte zur Ausbildung evangelischer Pfarrer" erteilt. Der ursprüngliche Name (bis zum 3.7.1994) war "Freie Evangelisch-Theologische Akademie Basel" (FETA). Als Vorbild dienten bibeltreue Fakultäten (z.B. in Aix-en-Provence) und andere freie theologische Hochschulen (Holland, USA). Am 4. Oktober 1970 wurde die Hochschule eröffnet. Zur Zeit 85 Studenten vorwiegend aus der Schweiz und Deutschland, einige auch aus Osteuropa, Südamerika u.a.; ca. 1/5 Frauen. Lehrkörper inkl Gastdozenten knapp 30, 2 Frauen. Stabile Zugänge (ca. 20 pro Jahr). Von 1973 bis 1996 gut 400 Absolventen und zusätzlich die doppelte Zahl für einige Jahre.
Lehre Selbstdarstellung: «Zweck und Ziel: "Die STH Basel ist eine wissenschaftliche Bekenntnishochschule, die als Alternative zu den theologischen Fakultäten der staatlichen Universitäten gegründet wurde. Sie betreibt theologisch-wissenschaftliche Ausbildung und Forschung auf evangelisch-reformatorischer Glaubensgrundlage. Dabei fördert sie das gegenseitige Verständnis und den Kontakt zwischen den verschiedenen evangelischen Kirchen, Freikirchen und Denominationen."
Bibelbekenntnis: "Die Bibel Alten und Neuen Testaments ist in allen ihren Aussagen vom Heiligen Geist inspirierte göttliche Offenbarung und daher die einzige Quelle von Wahrheit und Glauben und die uneingeschränkte Autorität in jeder Hinsicht, namentlich für Lehre und Leben. Sie ist das auf allen Gebieten völlig zuverlässige, sachlich richtige, wahre, widerspruchslose Wort Gottes. Ihre Voraussagen (Prophezeiungen) sind echt und haben sich erfüllt oder werden sich noch erfüllen."
Biblische Grundlage: Die Grundlage der Hochschule ist das Selbstzeugnis der Heiligen Schrift als vom Heiligen Geist inspirierte göttliche Offenbarung. Dies bedeutet keine mechanische Inspirationsvorstellung. Wegen fehlender Originalhandschriften ist Textforschung notwendig und bedeutsam. Alle philologisch-kritische (Textforschung) und theologische Arbeit geschieht mit wissenschaftlicher Gründlichkeit, aber in fester Bindung an die Autorität der Bibel Alten und Neuen Testaments. Die Freiheit der Forschung und Lehre wird durch diesen Standpunkt nicht eingeschränkt, da diese ja ebenso der Erkenntnis der Wahrheit dienen soll. Stellung zur Bibel: Die Mitglieder der Organe und des Lehrkörpers verpflichten sich zur uneingeschränkten göttlichen Wahrheit und Autorität der ganzen Heiligen Schrift in jeder Hinsicht. Sie sind überzeugt, dass es nicht nur angebracht ist, wenn ein Theologe sich vor den Aussagen der Bibel beugt - auch der Naturwissenschaftler beugt sich vor den "Aussagen" der Natur -, sondern dass dies seine Pflicht ist und dass er anders zu Fehlergebnissen in seiner Arbeit gelangt. Sie glauben, dass die uns verheissene und in Anspruch genommene Hilfe des Heiligen Geistes (Joh. 14,26; 16,13 u.a.) ganz andere Arbeitsbedingungen schafft, bei denen es möglich ist, viel weiter zu kommen in der theologischen Forschung als ohne sie. Sie lehnen jede (auch die sogenannte gemässigte) kritische Haltung oder Theorie ab, die Teile oder das Ganze des Alten und Neuen Testaments in Frage stellt. Sie bezeugen, dass die Bibel eine geistgewirkte Einheit ohne wirkliche Widersprüche ist und gehen von der sachlichen Richtigkeit aller biblischen Aussagen aus. Bei offenen Fragen üben sie Zurückhaltung und machen keine der Bibel widersprechenden Äusserungen oder Umdeutungen. Sie suchen das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Bibel zu fördern und die gegen sie vorgebrachten Argumente zu entkräften.» Die Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel hat Beziehungen mit verschiedenen Denominationen und Kirchen (interdenominationell), speziell verbunden ist sie auch mit Israel, wo zwei Dozenten am Caspari-Institut unterrichten. (Israel ist wichtig, da das Heil von den Juden, dem auserwählten Volk kommt). Von der Lehre her ist die Hochschule klar abgegrenzt, doch ist auf personeller Ebene eine Zusammenarbeit zu bestimmten Themen wie z.B. der Abtreibung möglich.
Organisation, Finanzen Die Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel wird von einer Stiftung getragen. Zu dieser Stiftung gehören auch der Immanuel-Verlag und das Freie Seminar der Theologie in Genf. Aufnahmevoraussetzungen: Hochschulreife oder schweizerisches Lehrerpatent, Bekenntnis zu Jesus Christus als persönlichem Erlöser und Herrn, Zustimmung zur uneingeschränkten Eingebung der Bibel durch den Heiligen Geist, ihrer Wahrheit und widerspruchslosen Einheit. Die Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel nimmt von staatlicher und kirchlicher Seite keine finanzielle Unterstützung, da sie unabhängig bleiben will, um die bibeltreue Ausrichtung nicht zu gefährten. Sie wird von der Immanuel-Stiftung getragen. Die Studiengebühren (1250.- pro Semester) decken die Selbstkosten nicht. Daher wird die Hochschule von einem Freundeskreis mit Spenden unterstützt und nimmt auch sonst Spenden an. Ein Tätigkeitsbericht mit Jahresrechnung geht an das Erziehungs- und Justizdepartement.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit Das Schulgebäude ist am Mühlestiegrain 50 in Riehen. Für Feiern werden verschiedene Gebäude benutzt. Die Ziele der Ausbildung an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel: - eine gründliche bibeltreue, theologische Ausbildung auf Hochschulebene - die Vermittlung einer umfassenden Sicht der geistlichen Bedürfnisse der Welt - die Förderung des geistlichen Lebens auf der Grundlage der Heiligen Schrift - die Entfaltung und Förderung der Gaben und Fähigkeiten der Studenten im Blick auf den Dienst in Gemeinde, Evangelisation, Mission und andere Tätigkeiten. Studienanforderungen, -inhalt, -aufbau und Prüfungen entsprechen jenen der theologischen Fakultäten der Schweizer Universitäten, es werden aber noch zusätzliche Fächer (Evangelistik, römischer Katholizismus, Rundfunkhomiletik u.a.) unterrichtet. Das Studium dauert normalerweise 5 Jahre. Es umfasst die alten Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch. Es gibt auch Kurse in Akkadisch und anderen semitischen Sprachen. Die Studenten absolvieren ein Gemeindepraktikum sowie ein Seelsorgepraktikum. Abschlüsse: Lic. theol. und Dr. theol. Jeweils auf die Eigeninitiative von Studenten oder im Rahmen von Praktika: Besuche im Kinderspital, Betreuung von Strafentlassenen und Gefangenen etc. Im Rahmen des Seelsorgepraktikums im vorletzten Studienjahr begleiten die Studenten die Insassen eines Krankenhauses oder Altersheimes, wobei sie durch Fachdozenten angeleitet werden. Für die Studenten stehen bei Bedarf die Dozenten als Seelsorger zur Verfügung, doch sind sie frei, auch Seelsorger ihrer Wahl (z.B. die Seelsorger ihrer jeweiligen Gemeinde) aufzusuchen. Die Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel besitzt eine Fachbibliothek mit etwa 25'000 Bänden sowie eine Zeitschriftenbibliothek. Eine Bibliothek mit Kassetten und audiovisuellen Lehrmitteln ist im Aufbau. Die Bibliothek dient in erster Linie den Studenten der Hochschule, doch kann sie bei Bedarf auch von Aussenstehenden (z.B. Doktoranden) benutzt werden. Orchester und Chor, jährlich je nach Mitarbeit der Studenten neu organisiert. Zweimal jährlich Wochenenden mit öffentlichen Referaten zu aktuellen Themen Die Werbung geschieht durch Mund-zu-Mund-Propaganda, Einsätze in Gemeinden, Inserate, Stellungnahmen zu bestimmten Themen.
Literatur, Zeitschrift Im Immanuel-Verlag sind verschiedene Publikationen von Dozenten erhältlich, z.B. Samuel R. Külling (Hrsg.): Theologie unter dem Wort. Beiträge der FETA zu Lehre und Forschung Andreas Symank: Werden alle Menschen gerettet? Überlegungen zur Lehre der Allversöhnung Georg Huntemann: Biblisches Ethos im Zeitalter der Moralrevolution Ders.: Die verratene Reformation James M. Boice: Die Unfehlbarkeit der Bibel
[int.Nr.: 1149]
Aktualisiert: 11.5.2005
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