inforel

Christengemeinschaft, Bewegung für religiöse Erneuerung, Gemeinde Basel

 

Kontakt

Die Christengemeinschaft, Gemeinde Basel: Lange Gasse 11, 4052 Basel.

Telefon 061 271 83 63. / 061 508 02 82. Fax 061 271 83 31.

 

Pfarrerinnen und Pfarrer der Gemeinde:

Tobias Eckinger: Telefon Fax 061 311 29 84. Fax 061 311 29 32.

Rolf Herzog: Telefon/Fax 061 274 04 14.

Dorothee Jacobi: Telefon 061 273 80 10.

Lucia Wachsmuth: Telefon 061 312 65 33. Fax 061 312 65 39.

 

www.die-christengemeinschaft.ch/gemeinden/gemeinde-basel.html

 

Geschichte

Durch die Erlebnisse während des 1. Weltkrieges (Todeserfahrungen, Christuserfahrungen, Engelerlebnisse usw.) entstand vor allem bei der jungen Generation das Bedürfnis, in der christlichen Kirche nach Antworten auf die aus diesen Erfahrungen entstandenen Fragen zu suchen. Sie suchten eine Kraftquelle zur Schicksalsbewältigung und ebenso stark eine Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Christentums. Sie fragten unter anderen auch Rudolf Steiner, wie eine solche Erneuerung aussehen könnte. Die Antworten Steiners weckten in den jungen Leuten den Impuls zur Gründung der Christengemeinschaft. Die Anthroposophie Steiners war quasi Geburtshelfer der Christengemeinschaft als religiöse Erneuerungsbewegung.

So wurde 1922 durch Friedrich Rittelmeyer in Dornach «Die Christengemeinschaft» begründet. Sie ist eine Kultusbewegung.

1942 entstand die erste Gemeinde in Basel, die sich bis dahin in Lörrach (Deutschland) versammelte. Diese Gemeinde wurde bis 1959 von Zürich aus betreut.

Seit 1959 ist Basel eine selbständige Gemeinde durch die Entsendung eines eigenen Pfarrers: Markus Lutz.

Als Sensation zu werten ist die am 8.9.2010 durch den Basler Grossen Rat erfolgte kantonale Anerkennung der Christengemeinschaft gemäss § 133 der Verfassung des Kantons Basel-Stadt.

Christengemeinschaft als Religionsgemeinschaft anerkannt

Rund 70 Jahren nach ihrer Gründung wird die Basler Sektion der Christengemeinschaft im Basel-Stadt kantonal anerkannt. Dieser Beschluss markiert eine Premiere.

Die Christengemeinschaft hat rund 500 Mitglieder. Sie erreicht zwischen 7'000 und 10'000 Personen (Basel und Umgebung).

 

Lehre und Ziele

Die Christengemeinschaft versteht sich als "Bewegung für religiöse Erneuerung", die die Bibel einschliesslich der Offenbarung des Johannes mit den geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen der Gegenwart verbindet. Sie erneuert nicht den Inhalt des Christentums sondern die Methodik (Ganzheitlichkeit von Mensch und Kosmos; achten auf das Kompositionsgeheimnis der Bibel). Die Christengemeinschaft beruft sich auf das Gemeinsame der katholischen, reformierten und orthodoxen Kirchen. In ihr sind die charakteristischen Elemente der Kirchen verbunden: die sieben Sakramente, die freie und persönliche Verbindung eines jeden Menschen mit Gott und der kosmische Christus, der sich in der Offenbarung des Johannes als Schöpfer eines neuen Himmels und einer neuen Erde zeigt. Die Christengemeinschaft verkündet den gegenwärtigen Christus.

Die Priester haben Lehrfreiheit (keine Dogmatik); sie haben keine kanonischen Bibelübersetzungen - es wird möglichst nahe am Urtext gearbeitet. Der Mensch ist geistig frei, deshalb gibt es auch keine Verpflichtung auf ein gemeinsames Glaubensbekenntnis.

Der Gottesdienst ist auch ein Dienst an der Erde, dem Kosmos, den Verstorbenen und den Ungeborenen. Durch das Zusammenwirken von Gott und Mensch erfährt der Mensch seine Weihe - darum heisst der Gottesdienst «Menschenweihehandlung».

Die Gemeinschaft lebt einen umfassenden ökumenischen Impuls innerhalb des Christentums. Sie versteht sich als Ort, an dem das Wesentliche des katholischen, des protestantischen und des orthodoxen Christentums sich berührt und befruchtet. Hingegen gibt es bis heute keine organisierte Zusammenarbeit mit anderen Kirchen.

 

Organisation, Finanzen

Die Oberlenkung hat ihren Sitz in Berlin. Die Ausbildung der Priesterinnen und Priester erfolgt an der «Freien Hochschule der Christengemeinschaft», die zur Zeit in Hamburg, Stuttgart und in Chicago (USA) ist.

Diese Ausbildung umfasst neben den religiösen Fächern naturwissenschaftliche, sprachliche, (Altgriechisch) und künstlerische.

Die Leitung der Christengemeinschaft ist hierarchisch gegliedert (Ämterhierarchie): Pfarrer, Lenker, Oberlenker, Erzoberlenker.

Die Christengemeinschaft kennt nur einen Weihegrad.

Die Landesvereinigung in Zürich ist verantwortlich für die Gesamtorganisation der Schweiz. Ansonsten ist jede Gemeinde autonom. Die Pfarrer werden durch die Gemeinde, in der sie arbeiten, getragen. Die Christengemeinschaft in Basel ist als kirchliche Stiftung eingetragen.

Sie ist die erste christliche Gemeinschaft, in der Frauen zum Priesteramt zugelassen wurden.

Die Pfarrerinnen und die Pfarrer unterstehen nicht dem Zölibatsgelübde.

Die Aufnahme von neuen Mitgliedern (erst ab 18 Jahren möglich) erfolgt nach Gesprächen.

Jeder Mensch ist frei, seine Zugehörigkeit zur Christengemeinschaft selber zu gestalten.

Mitglied ist, wer an den Gottesdiensten teilnimmt und Mitverantwortung trägt.

Gemeinden der Christengemeinschaften gibt es weltweit, in der Schweiz in Aarau, Basel, Bern, Biel, Chur, Genf, Lausanne, Luzern, St. Gallen, Schaffhausen und Zürich.

Organisation

Die Christengemeinschaft erlangte in Basel am 8.9.2010 durch den Basler Grossen Rat die kantonale Anerkennung gemäss § 133 der Verfassung des Kantons Basel-Stadt.

Jede Gemeinde gibt einen Teil ihrer Einkünfte weiter an die Landesvereinigung und diese gibt ebenfalls einen Teil an das Weltzentrum in Berlin weiter.

Die Mitgliederbeiträge beruhen auf Selbsteinschätzung. Diese und freiwillige Spenden sind die ausschliessliche Lebensgrundlage der Christengemeinschaft.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Das neu gebaute und im Januar 2001 eröffnete Gemeindehaus befindet sich an der Langen Gasse 11. Unter seinem Dach befinden sich der Kirchenraum, der Saal für Vorträge, Unterrichtsräume, Bibliothek, Administration und eine Pfarrerwohnung.

Die Jugend- und Tagungsstätte Walkringen dient für Ferienlager, Kurse und Seminare.

Menschenweihehandlung: täglich; am Sonntag mit Predigt und Musik.

Vorträge zu religiösen Themen, Kurse, Bezirksarbeit.

Kinder-, Jugend- und Studentenarbeit.

Konzerte (Förderung der zeitgenössischen Kirchenmusik); Orgel mit erweiterter Tonskala.

Hausbesuche, Sterbebegleitung, Finanzielle Ausgleichshilfe innerhalb der Gemeinde (Solidarität), Altersheim Birkenrain in Zürich (Mitglied im Sozialwerk der Christengemeinschaft).

Die Pfarrerinnen und Pfarrer sind für die Seelsorge zuständig.

Anschlagbrett der Gemeinde vor dem Kirchenraum, Büchertisch, Verlag Urachhaus Stuttgart.

Zu den öffentlichen Vorträgen und Tagungen wird mittels Inseraten eingeladen.

Das aktuelle Gemeindeprogramm steht im Internet zur Verfügung.

Gemeinde Basel («Aktuelles Gemeindeprogramm herunterladen»)

 

Literatur, Zeitschrift

Schroeder, Hans-Werner: Die Christengemeinschaft. Entstehung, Entwicklung, Zielsetzung. Urachhaus Stuttgart 1990.

Die Christengemeinschaft (Gemeinde Basel: Gemeindeprogramm).

Die Christengemeinschaft: Monatsschrift zur religiösen Erneuerung.

Gemeindebrief: Für die Gemeinden in der Schweiz. (4 mal pro Jahr)

 

Weitere Links

(Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehmen wir keinerlei Verantwortung!)

 

Die Christengemeinschaft in der Schweiz

 

Homepage der Christengemeinschaft in Deutschland

 

[int.Nr.: i1156]

 

Aktualisiert: 18.10.2010

 

Für einen direkten Link auf diese Seite genügen diese Angaben:

www.inforel.ch/i1156

 

© INFOREL, Postfach, 4009 Basel. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!