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Kulturvereinigung der Aleviten und Bektaschi / Basel ve Cevresi Alevi Bektasi Kültür Birligi

Alevitinnen und Aleviten treffen sich abends und an den Wochenenden zu sozialen Kontakten.

 

Kontakt

Kulturvereinigung der Aleviten und Bektaschi

Leimenstrasse 36, 4051 Basel

Telefon 061 271 81 98 (Präsident: Hulisi Yildiz)

Mail: info@alevibirligi.ch

 

www.alevibirligi.ch (Nur in türkischer Sprache)

 

Geschichte

Nach dem Vorbild von Aleviten in Österreich und Deutschland wurde der Verein am 29.6.1992 von Aleviten in Basel gegründet.

Eine Zweizimmerwohnung am Riehenring diente als Vereinslokal.

Von Anfang an kamen viele Leute, und es wurden viele Aktivitäten durchgeführt, wie eine Jugend- und Frauengruppe, Musik-, Alphabetisierungs- und Deutschkurse, Geburtsvorbereitungskurse etc.

Das Lokal war bald zu klein.

Am 30.1.1993 fand die erste öffentliche Cem-Versammlung im Kirchgemeindehaus Oekolampad statt.

Am 27.8.1993 wurde ein neues Vereinslokal an der Leimenstrasse 21 eröffnet.

Schwierigkeiten mit Hausbewohnern und unpraktische Raumaufteilung führten zum zweiten Umzug in den ehemaligen Coop-Laden Ecke Austrasse/Leimenstrasse, der durch Freiwilligenarbeit ausgebaut wurde.

Zwischen 1993 und 1997 gab es Vereinsspaltungen.

Seit mehreren Jahren laufen Bemühungen um eine Wiedervereinigung, beziehungsweise pragmatisch eine Zusammenarbeit mit dem Alevitischen Kulturzentrum Regio Basel / Basel ve Çevresi Alevi Kültür Merkezi herzustellen.

Die beiden Vereine haben am 22.12.2010 unter dem Namen «alevitische Religionsgemeinschaft» das Gesuch um die so genannte «Kleine Anerkennung» gestellt. Gemäss der Verfassung des Kantons Basel-Stadt, § 126, gibt es vier Öffentlichrechtlich anerkannte Kirchen und Religionsgemeinschaften. Nach § 133 ist eine Kantonale Anerkennung anderer Kirchen und Religionsgemeinschaften möglich.

Am 17.10.2012 wurde im Grossen Rat von Basel-Stadt der Alevitischen Gemeinschaft die kantonale Anerkennung zugesprochen. Mit 68 Ja-Stimmen, 1 Ablehnung bei 13 Enthaltungen fiel das Ergebnis eindeutig aus.

Bereits am 19.2.2012 wurde das Zusammenrücken der beiden Vereine auch äusserlich sichtbar. Die jährliche Cem wurde von den beiden Vereinen gemeinsam begangen. Offensichtlich fühlten sich auch die Mitglieder angesprochen, so dass der grosse Saal im Hotel Hilton für die schätzungsweise 1000-1200 Alevitinnen und Aleviten zu klein war.

 

Am 12. Januar 2013 feierte der Verein sein 20-jähriges Jubiläum im Kuspo Pratteln.

INFOREL-Newsletter 2/2013, Erster Alevitenverein der Schweiz ist 20 jährig!

 

Der Verein zählt etwa 230 Einzel- und Familienmitglieder; das heisst, insgesamt ungefähr 600-700 Personen.

 

Lehre und Ziele

Die Vereinsmitglieder sind Aleviten-Bektaschiten.

Der Verein versteht sich als ein Teil des Islams.

 

- Ökumene

Der Verein ist Mitglied bei der «Europäischen Föderation der alevitischen Gemeinden» sowie Kollektivmitglied bei INFOREL, Information Religion und beim Interreligiösen Forum Basel (IRF).

Darüber hinaus nimmt er am Runden Tisch der Religionen beider Basel teil.

 

Organisation, Finanzen

Die Kulturvereinigung der Aleviten und Bektaschi ist ein Verein nach ZGB mit den üblichen Strukturen.

Der Vorstand besteht aus 9 Mitgliedern.

Es gibt eine Jugend-, Frauen-, Kultur- und Organisationsgruppe (zuständig für Soziales) sowie einen Fussball-Verein.

Frauen sind gleichberechtigt.

Jede Alevitin und jeder Alevit kann dem Verein beitreten. Die Mitgliedschaft wird schriftlich beantragt. Der Austritt wird ebenfalls schriftlich mitgeteilt.

Mitglieder bezahlen einen monatlichen Beitrag von 20 CHF (Nichtverdienende 10 CHF).

Weitere Einnahmen werden durch den Verkauf von Artikeln, Teeausschank und Spenden generiert.

Das Geld wird für die Miete und den Ausbau des Lokals verwendet.

Der Verein veröffentlicht jeweils die offene Jahresrechnung.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Das ehemalige Ladenlokal an der Leimenstrasse 36 und die Nebenräume wurden zu einem Vereinslokal ausgebaut. Der Hauptraum dient als Aufenthaltsraum mit Teeausschank und TV. Daneben gibt es ein Büro und einen Lagerraum. Im Untergeschoss ist ein grösserer Raum für Semah sowie ein kleinerer für Musikunterricht.

Es gibt zudem eine Bibliothek, wo unter anderem Zeitschriften, Poster, Bilder und Bücher verkauft werden.

Das Lokal der Kulturvereinigung der Aleviten und Bektaschi ist offen für Vereinsmitglieder und Gäste.

Es gibt eine Jugendvereinigung mit vielfältigem Angebot (z.B. Seminare zu Themen wie Alkohol und Drogen, Einbürgerung, Beruf und Schule, Integration etc.).

Die Gemeinschaft hat ausserdem einen eigenen Fussball-Verein.

Darüber hinaus wird Unterricht in Kultur (Semah) und Musik (Saz und Gesang) angeboten.

Regelmässig gibt es Seminare mit Gast-Dede.

Mindestens einmal im Jahr wird eine Cem-Versammlung organisiert.

Jährlich finden verschiedene Feste statt, wie zum Beispiel Alis Geburtstag, Aschure, das Opferfest und Erinnerungsfeiern für Massaker.

Eine Gruppe macht Krankenbesuche und bietet unter anderem soziale Hilfe an.

 

Zu den Anlässen wird schriftlich eingeladen. Im Lokal hängen ausserdem Plakate.


[int.Nr.:i1167]

Aktualisiert: 12.04.2017

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