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Naqsbandiyya; Sufi-Orden (Scheikh Nazim)

 

Kontakt

Nurdin Megharia, Friedrich-Rotterstrasse 49 , D-79588 Efringen-Kirchen.

Telefon 0049 7628-95219.

 

Geschichte

Scheich Nazim (Muhammad Nâzim 'Adil al-Haqqânî an-Naqshiband) ist einer der heutigen reisenden Sufilehrer. Es hat sich vor allem in Europa eine Schülerschaft gebildet, die von ihm regelmässig besucht wird. Normalerweise ist er einmal jährlich in der Schweiz, gibt seinen eigenen Schülern sowie Gästen Unterweisung und leitet zu einem Zikr an. Er hat in Basel auch schon öffentliche Vorträge gehalten.

Im deutschsprachigen Raum haben sich mehrere lokale oder eher regionale Gruppen gebildet, die sich mehr oder weniger regelmässig treffen. So auch in der Region Nordwestschweiz.

Die etwa 10-15 Mitglieder wohnen in einem Umkreis von bis zu 100 km um Basel.

 

Lehre

Der Orden ist sunnitisch, dies ist aber nicht wesentlich.

 

Selbstdarstellung:

«ETTARIQA ENNAQSCHABANDIA ELALYYA SCHEIKH NAZIM EL HAQQANI

In unserer Tariqa wird der Sufismus als das Herz der islamischen Offenbarung begriffen, als ihre innere Dimension. Er ist die mystische Wahrheit, die esoterische Seite der islamischen Tradition. Man kann also nicht Sufi sein ohne dem Islam anzugehören. Fazit: Es gibt keinen Sufismus ohne Islam.

Der Islam umfasst eine Lehre und eine Methode. Selbstverständlich ist Gott das Absolute und der Mensch das Relative. Die Methode gibt an, wie man sich auf das Wirkliche konzentriert und wie man ihm gemäss lebt. Lehre und Methode zusammen ermöglichen, zwischen dem Wirklichen und dem scheinbar Wirklichen zu unterscheiden und sich an das Wirkliche zu binden.

Unser Scheich Mohammed Nazim ’Ad el Haqqânî aus Zypern ist ein reisender Sufilehrer. Seine Schüler sind in der ganzen Welt verbreitet und finden sich unter allen Völkern, allen Berufen.

Er ist das Oberhaupt der ehrenwerten Naqsaband-Tariqat, dem auserwähltesten aller Sufi-Orden. Er ist weltweit als Meister der Suhbat, der Versammlung der Schüler mit ihrem Scheikh bekannt. In ihr spricht der Scheikh, die Schüler hören zu, und ein Segen kommt über die Versammlung.

Eine geheimnisvolle Kraft durchflutet sie, die jedem einzelnen gibt was er braucht. Genau so wie ein Körper Essen und Trinken braucht, so braucht eine Seele Nahrung.

Für Scheikh Nazim ist wesentlich, dass die Menschen die Wahrheit lieben und suchen. Er ist ausgerüstet mit der Vollmacht, die Schatztruhe der islamischen Mystik für die Menschen zu öffnen. Bei ihm sind alle Suchenden Willkommen.

Die Tradition der regelmässigen ‹Dhikrullah› Gottanrufung ist eine Heilmethode, die Körper, Verstand und Herzen zur Ruhe zur Quelle führt.

Die Basler Gruppe trifft sich wöchentlich in einer Privatwohnung eines der 'Muriden' (Sufi Schüler) und pflegt diese Tradition.

Falls die Sehnsucht in Deinem Herzen Dich zu uns führt, heissen wir Dich Willkommen.»

 

Organisation, Finanzen

Die Gruppe hat keine formelle Mitgliedschaft. Durch die kleine Gruppengrösse bedingt sind auch keine festen Strukturen nötig.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Treffen finden abweschlungsweise in Privatwohnungen statt.

Die Treffen sind jeweils an einem Freitag, der nach orientalischer Zählung am Donnerstag vom Sonnenuntergang bis zum Sonnenuntergang am Freitag dauert. So finden die Treffen Donnerstagabends oder am Freitag am späteren Nachmittag statt, mit Zikr in der traditonellen Art der Naqschibandi und anschliessendem gemeinsamem Essen.

Einladungen geschehen nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda.

 

Weitere Links

Homepage des Ordens in Deutschland

 

[int.Nr.: 1187]

 

Aktualisiert: 23.5.2005

 

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Aktualisiert: 29.05.2005

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