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Was ist INFOREL?INFOREL versteht sich als Anlaufstelle für alle, die sich sachlich mit der Thematik «Religion» beschäftigen wollen, oder die ein Problem mit einer religiösen Gruppierung haben und eine fachkundige Information und Beratung suchen.
INFOREL wurde 1987 von Angehörigen von 11 Religionsgemeinschaften gegründet und hat etwa 80 Einzel- und 23 Kollektivmitglieder.
Vorausgegangen waren «Gesprächs- und Begegnungsabende» mit diversen religiösen Gruppen, die seit 1984 in familiärem Rahmen bei dem Religionswissenschafter Christoph Peter Baumann stattfanden. Als Versammlungslokal diente eine Zweizimmerwohnung. Während mehrerer Jahre traf sich eine Gruppe in wechselnder Zusammensetzung, um Menschen anderer religiöser Bekenntnisse kennen zu lernen und etwas über ihren Glauben zu erfahren.
In den ersten Jahren hatte die Abkürzung INFOREL eine doppelte Bedeutung: Information Religion, Interreligiöses Forum.
Die Gründungsmitglieder vertraten die Meinung, sie würden zur Entstehung eines Zentrums der Religionsbegegnung beitragen. Während eines Jahres wurden wöchentlich interreligiöse Meditationstreffen durchgeführt. Der erste interreligiöse Gottesdienst in einer christlichen Kirche wurde 1987 im Gemeindehaus Oekolampad als Abschluss der Friedenswoche unter dem Namen «7 Religionen für 1 Frieden» von INFOREL initiiert.
Allerdings zeigte sich, dass Begegnung ein anspruchsvolles Geschäft ist, vor allem dann, wenn sich nicht einfach Gleichgesinnte und Gleichgeprägte treffen, sondern Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen, Religionen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Dringend nötig wurden daher Sachkenntnisse über andere Religionen. Damit trat die Information in den Vordergrund. Der Begegnungsort verwandelte sich in eine Informationsstelle. 1992 wurde der zweite Teil des Namens – «Interreligiöses Forum» – gestrichen. Seither führt INFOREL eine Informationsstelle. Von 1997 bis 2003 befand sich INFOREL im Haus des Gemeindezentrums Winkelried und der Lukaskirche am Winkelriedplatz 6 in Basel. Seit Ende 2003 besteht INFOREL als virtuelle Stelle weiter. Kontakte kommen zustande über Internet, Telefon, E-Mail und Postfach.
INFOREL arbeitet mit Institutionen und Fachleuten im In- und Ausland, die ähnliche Zielsetzungen verfolgen, zusammen. Zum Beispiel in Deutschland mit REMID, Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e. V. und INTR°A, InterReligiöse Arbeitsstelle, mit Christlich-Jüdische Projekte (CJP) in Basel. INFOREL sammelt Material von und über Religionen, recherchiert, führt Gespräche mit den Betroffenen und fördert den nötigen Dialog über Religion und Religiosität.
Aus der Recherchenarbeit entstand das Handbuch «Religionen in Basel-Stadt und Basel-Landschaft». Dargestellt werden auf 600 Seiten mehr als 220 religiöse Gruppierungen, Werke sowie Organisationen, die sich mit religiösen Themen beschäftigen. Die Berichte geben Antwort auf Fragen nach der Entstehung, der Lehre, der Organisation und den Finanzen, den Angeboten und den Kontakten. Das Buch kann für Fr. 35.- bei INFOREL bezogen werden. Der ganze Inhalt des Buches wird laufend aktualisiert und steht im Internet zur Verfügung: www.inforel.ch
Publikationen von INFORELAus der Arbeit von INFOREL sind eine Reihe von Büchern, Broschüren und Unterrichtsmitteln entstanden wie zum Beispiel: - «Islam in Basel-Stadt und Basel-Land» - «Religionen in Basel-Stadt und Basel-Landschaft» - «Fremdsprachige Gottesdienste und Seelsorge in Basel-Stadt und Basel-Landschaft». - «Kalender der Religionen», resp. «Religionskalender 2011»
[int.Nr.:i1271e01]
Aktualisiert: 24.1.2011
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