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Internet-Datenbank religiöse Gruppen: Erfassen von Trends und Veränderungen

 

Ausgangslage

Immer mehr Menschen gehören heute einer der immer zahlreicheren Religionen oder religiösen Bewegungen ausserhalb der Grosskirchen an. In der Nordwestschweiz gibt es zur Zeit gegen 400 Religionen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, religiöse und religionsnahe Gruppierungen, Bewegungen und Aktivitäten. Alle paar Wochen entsteht eine neue Gemeinschaft, und die bestehenden verändern sich laufend, organisatorisch wie personell.

Im Handbuch "Religionen in Basel-Stadt und Basel-Landschaft" wurde der Zustand per Anfang 2000 festgehalten. Der Inhalt dieses Buches ist - dank Fremdmitteln - seit April 2002 unter www.inforel.ch im Internet. Soweit möglich wurden seither eingetretene Änderungen erfasst, allerdings längst nicht in der wünschbaren Vollständigkeit.

 

Inhalt und Ziel

Ziel des Projektes ist die Weiterführung, Ergänzung und Aktualisierung dieser Internetseite, die eine sachliche und sorgfältige Information über alle Kirchen, Freikirchen, Religionen, religiösen Gemeinschaften, Meditationsgruppen, ideellen und spirituellen Vereinigungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie (je nach Finanzierung) auch der angrenzenden Kantone ermöglicht. Details dazu finden sich im Anhang.

 

Die Nutzer von www.inforel.ch

www.inforel.ch entspricht offensichtlich einem Bedürfnis. Die Site verzeichnet zur Zeit monatlich über 10'000 Zugriffe, mit steigender Tendenz. Die Platzierungen bei Google sind optimal; bei vielen Stichwörtern erscheint www.inforel.ch unter den ersten Adressen.

Die Nutzer sind interessierte Privatpersonen, aber auch Behörden, Lehrer, Ärzte, Seelsorger, Integrationsstellen, wissenschaftliche Institutionen, Journalisten, Schüler und Studenten, die sich über religiöse Gruppierungen aller Art orientieren wollen.

 

Beteiligte Personen

Träger des Projekts ist der Verein Inforel, Basel.

 

Projektleitung:

Karima Zehnder, Kulturwissenschaftlerin M.A., Leiterin Inforel

 

Fachliche Begleitung:

- Prof. Dr. Martin Baumann, Dozent für Religionswissenschaft, Universität Luzern

- Prof. Dr. iur. Felix Hafner, Dozent für Kirchenrecht, Universität Basel

- Philippe Waegeli, Vormundschaftsbehörde Basel-Stadt

- David Atwood, Religionswissenschaftler, Universität Basel

 

 

AUFBAU DER INTERNET-DATENBANK

 

A) Darstellung der Gruppierungen

 

Den Beschreibungen der einzelnen Gemeinschaften geht eine Einführung in die jeweilige Herkunftsreligion oder -konfession voraus.

Die Gruppierungen werden gemäss folgender Ordnung beschrieben:

 

Kontakte

Adressen des Versammlungslokals, ev. von Kontaktpersonen sowie von Seelsorgerinnen und Seelsorgern

- Postadresse, Telefon

- Internet

 

Geschichte, Statistik

- Anzahl der Mitglieder (Welt/Schweiz /Region Basel), resp. Besucherinnen und Besucher.

- Entwicklung: Zu- bzw. Abnahme.

- Wer sind die Neumitglieder: Zuzüge oder Nachwuchs aus eigenem Kreis?

- Altersstruktur

 

Lehre

Lehre und Ergänzung zur Einführung, spezielle Ausprägung im Unterschied zu ähnlichen Gemeinschaften.

Zusammenarbeit mit anderen Religionsgemeinschaften:

- Mit wem ist eine Zusammenarbeit möglich oder bereits Realität?

- In welchen Gremien wird mitgearbeitet?

 

Organisation

- Struktur der Gemeinschaft, Organisationsform

- Vorsteherschaft, Hierarchie, Priester/Laien

- Stellung der Frauen

- Mitgliedschaft, Aufnahme von Mitgliedern

 

Finanzen

- Feste Mitgliederbeiträge? Zehnten oder freiwillige Kollekten? Andere Finanzquellen?

- Was geschieht mit dem Geld?

- Zentrale Verwaltung?

- Offene Jahresrechnung?

- Finanzierung von Mission?

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

- Versammlungslokal

Kirchen, Tempel, Moscheen, Versammlungslokale oder andere Gebäulichkeiten mit Beschreibung und Adressen

- Angebote

- Gottesdienste, Gemeinschaftszusammenkünfte

- Treffen von Kleingruppen

- Jugendarbeit

- Dienste für Mitglieder

Soziale Dienste, Krankenpflege, Besuchsdienst?

- Weitere Angebote

z.B. Bibliothek, Verkaufsladen, Infostelle etc.

- Mission, Auftreten in der Öffentlichkeit

Wie werden die Anliegen nach aussen gebracht? Wie wird eingeladen?

 

Literatur, Zeitschrift

Literatur: 2-4 Titel (wenn möglich Selbstdarstellung oder Grundlagenwerk sowie Sekundärliteratur)

 

Internet-Links

 

 

B) Vorgehen bei der Erfassung neuer Gruppen

 

Wenn immer möglich, werden die Berichte mit den Gemeinschaften zusammen erarbeitet. Die ganze Arbeit wird getragen von der Achtung der Menschen und deren religiösen Überzeugungen. Das Redaktionsteam bemüht sich um grösstmögliche Fairness. Andrerseits muss es darauf achten, dass die Darstellungen nicht zum Podium für Propaganda werden.

Gemeinschaften, die noch nicht erfasst sind, werden von einer Projekt-Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter besucht. Nach Möglichkeit wohnt er oder sie einem Gottesdienst oder einer anderen Gemeinschaftszusammenkunft bei. Anschliessend wird ein Interview gemäss oben stehender Themenliste durchgeführt. Der geplante Datenbankeintrag wird zur Stellungnahme und allfälligen Ergänzung oder Korrektur gesandt oder übergeben. Die Korrekturen bzw. Ergänzungen werden redaktionell bearbeitet. Bevor der Text ins Netz geht, wird diese Fassung nochmals zugesandt für das "Gut zur Veröffentlichung" und die Überprüfung der Adressen.

 

Vorgehen bei Ablehnung der Mitarbeit von Gemeinschaften

Die Redaktion beschliesst unabhängig die Erfassung oder Nichterfassung einer Gemeinschaft. Grundsätzlich wird der Wunsch einer Gruppierung, nicht erfasst zu werden, dem Bedürfnis der Gesellschaft nach sachlicher Information untergeordnet. Hingegen wird in der Art und Weise der Darstellung grösstmögliche Rücksicht genommen. Falls eine Gemeinschaft die Mitarbeit ablehnt oder - zum Beispiel aus sprachlichen Gründen - nicht zur Mitarbeit in der Lage ist, wird vom Redaktionsteam recherchiert. In jedem Fall wird aber den Betroffenen ihr Bericht vorgelegt, bevor er ins Netz geht.

 

Adressen

Die Adresse des Versammlungslokals wird in jedem Fall angegeben, ausser es handelt sich um eine Privatwohnung. Adressen des Vorstands und von Seelsorgerinnen und Seelsorgern werden aus Gründen des Datenschutzes nur auf deren ausdrücklichen Wunsch angegeben.

 

Kritische Stellungnahme

Da es nicht um eine Bewertung oder gar Abwertung, sondern um eine sachliche Beschreibung geht, werden kritische Kommentare nur zurückhaltend geschrieben und so dargestellt, dass sie von der sachlichen Information sofort zu unterscheiden sind.

 

Inforel zeichnet sich seit der Gründung durch die oben erwähnte Fairness aus und ist durch ihren Leiter, die Mitarbeiter, die Trägerschaft (Organisationen, Einzelpersonen, Wissenschaftlicher Beirat, Erweiterter Vorstand und Vorstand - alle ehrenamtlich!) breit abgestützt.


[int.Nr.:i1271e41]

Aktualisiert: 07.02.2017

Für einen direkten Link auf diese Seite genügen diese Angaben:
www.inforel.ch/i1271e41

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