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2/2010, Friedenstreffen am Geburtstag des 10. Sikh-Guru

 

 

«In der Schweiz, dem schönen Land,

baun wir am Frieden, Hand in Hand!»

 

Am Sonntag, 10. Januar 2010 laden Sikh anlässlich des Geburtstags ihres 10. und letzten spirituellen Meisters, Guru Gobind Singh, zu einem interreligiösen Friedenstreffen in ihren Gurdwara nach Langenthal ein:

 

Programm:

12.30-13.00 Uhr: Tee und Gebäck

13.00-13.30 Uhr: Meditation und Friedenslieder vom Kinderchor (3-14 Jahre)

13.30-15.00 Uhr: Konferenz mit Ansprachen von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionen

Anschliessend wird indisches vegetarisches Essen offeriert.

 

Ort:

Gurdwara Sahib Switzerland, Dennliweg 31a, 4900 Langenthal

SIS SIKH-Stiftung (Schweiz) (Langenthal)

 

Einsatz für die Religionsfreiheit

Die Sikhgemeinschaft in Langenthal gehört zu den Glücklichen, die ein religiöses Gebäude ganz nach ihren Wünschen und ihrer Tradition entsprechend bauen konnten.

Deshalb haben sie grosses Verständnis dafür, dass auch andere Religionsgemeinschaften für sich das Gleiche wünschen. Die Sikh setzen sich dafür ein, dass alle gleichgesinnten Menschen der verschiedenen Religionsgemeinschaften für den Frieden arbeiten.

Nach der Annahme der Minarett-Initiative


Guru Gobind Singh (1666-1708)




Dass Sikh sich für die Religionsfreiheit einsetzen, hat Tradition.

Zu Guru Tegh Bahadur, dem 9. spirituellen Meister der Sikh, kamen Hindus und baten ihn, sich beim Moghulherrscher Aurangzeb für die Religionsfreiheit ein zu setzen. Dies kostete ihn sein Leben. 1672 brachte man dem erst knapp fünfjährigen Gobind Rai den Kopf seines Vaters. Dies beeinflusste ihn sehr und bestimmte sein weiteres Leben.

Am 1. Vesakh 1699 (13. April) begründete Guru Gobind Rai «Khalsa Panth» als verbindliche Gemeinschaft der Sikh mit festen Regeln. Dabei war ihm die Gleichheit aller Menschen wichtig. So erhielten alle Männer den Beinamen «Singh», Löwe, die Frauen «Kaur», Prinz.

Mann und Frau sind gleich. Die Kasten sind gleichgültig. Das heisst, die einzige Kaste ist die Menschheit.

 

Unter dem Eindruck der Verfolgungen verpflichtete Guru Gobind Singh, wie er nun hiess, alle Sikh, wenn alle Mittel versagt haben, das Schwert zu ergreifen.

Guru Gobind Singh wird bildlich meistens als Krieger dargestellt.

Er hatte aber noch eine andere Seite. Er war nämlich auch ein begnadeter religiöser Poet. So schrieb er auch das «Jaap Sahib», das von allen Sikh als Teil des Morgengebets rezitiert wird.

Der Anfang dieses eindrücklichen Gebets ist hier abgebildet.

 

Rezitation des «Jaap Sahib»

 

[int.Nr.:i1271e50010e02]

 

Aktualisiert: 6.1.2010

 

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[int.Nr.:i1271e50010e02]

Aktualisiert: 17.10.2014

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