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12/2007, Sufismus, die mystische Seite des Islam

 

Vom Islam sehen wir meist nur die Probleme. Sei dies wegen dem Bau von Minaretten, dem Kopftuch gläubiger Musliminnen oder gar wegen extremistischen Äusserungen oder Ausschreitungen.

Dass der Islam auch eine leise, mystische Seite hat, übersehen wir leicht. Diese Seite hat der türkische Regisseur Özer Kiziltan in seinem Film «Takva» einfühlend thematisiert.

 

Der Film «Takva» wird am 31. Mai 2007 in der Schweiz vom Schweizer Kinofilmverleih Cineworx in die Kinos gebracht.

 

 

Zur Synopsis des Films (aus dem TAKVA Presseheft):

 

«Kann man in der kapitalistischen Welt von heute noch nach denselben religiösen Werten leben wie vor 1000 Jahren? «Takva» beantwortet diese universelle Frage mit einer Geschichte, die unter die Haut geht. Die authentischen Bilder und Klänge von Sufi-Ritualen entwickeln eine hypnotische Wirkung. In der Türkei begeisterte «Takva» sowohl religiöse wie auch religionskritische Kreise – sosehr, dass er an den Kinokassen sogar dem neuen James-Bond-Film den Rang ablief...

 

Muharrem führt ein bescheidenes und frommes Angestelltendasein in einem traditionellen Viertel Istanbuls. Er hält sich strickt an die islamischen Gebote, betet viel und übt sich in sexueller Enthaltsamkeit. Dank dieser Hingabe betraut ihn der Führer eines mächtigen Sufi-Ordens mit einer verantwortungsvollen Aufgabe: Er soll für die Dergah die Mieten der ordenseigenen Liegenschaften eintreiben.

 

Muharrem wird neu eingekleidet und mit einem Handy und einem Computer ausgestattet – und findet sich in einer Welt wieder, der er bislang erfolgreich aus dem Weg gegangen ist. Er wird Zeuge von Heuchelei, Alkohohlmissbrauch und Betrügereien. Zur eigenen Bestürzung wird er selbst tyrannisch und stolz, beteiligt sich ungewollt an einer Betrügerei. Tag und Nacht quälen ihn die Bilder einer verführerischen Frau, die Muharrems zölibatären Lebensstil auf die Probe stellen.

 

Die während Jahrzehnten gelebte Balance zwischen andächtiger Existenz und weltlicher Verlockung gerät zusehends aus dem Gleichgewicht. Die Angst vor der Strafe Gottes wird zur Bedrohung für seine psychische Gesundheit.»

 

 

Lesen Sie zum Film auch das Interview mit «Takva»-Regisseur Özer Kiziltan:

Glaubensnöte in der Moderne.

 

 

LINKS:

 

Weitere Informationen und Bilder zum Film: Schweizer Kinofilmverleih Cineworx

 

TAKVA_Presseheft.PDF

 

Weitere Informationen zum SUFISMUS.

 

[int.Nr.:i1271e500712]

 

Aktualisiert: 12.4.2007

 

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Aktualisiert: 17.10.2014

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