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4/2008, Andersgläubige aus der Sichtweise des Islams

Vortrag von Sadaqat Ahmed, Imam der Mahmud-Moschee in Zürich.

Datum und Zeit: Donnerstag, 10. April 2008, 20.00 Uhr

Ort: Matthäus-Kirche (Eingang auf der Seite Müllheimerstrasse!)

(Bus 30, Tram 8: Feldbergstrasse)

 

Der Imam der «Mahmud Moschee» gibt eine Einführung in die islamische Reformbewegung «Ahmadiyya Muslim Jamaat». Speziell wird der Imam erläutern, wie aus seiner Sicht Muslime mit Andersgläubigen zusammenleben sollen und was der Dschihad-Begriff bedeutet.

 

Sadaqat Ahmed (41) ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er studierte sieben Jahre islamische Theologie und vergleichende Religionswissenschaft und lebt seit 6 Jahren in Zürich, wo er als Imam der «Ahmadiyya Muslim Jamaat Schweiz» wirkt.


«Ahmadiyya Muslim Jamaat»


 

Die «Ahmadiyya-Bewegung des Islam» wurde von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908) aus Qadian in Indien gegründet. Aufgrund einer göttlichen Offenbarung im Jahre 1891 verkündete er, dass er der Verheissene Messias und Mahdi sei, dessen Ankunft vom Heiligen Propheten Mohammad und in anderen Schriften vorausgesagt worden war.

Sein Anspruch bildet die Grundlage der «Ahmadiyya Muslim Jamaat». Seine Anhänger glauben, dass so, wie die Ankunft des Elias durch die Person Johannes des Täufers erfüllt wurde, in spiritueller Hinsicht die Wiederkunft von Jesus Christus durch die Ankunft von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad erfolgte. Nach dem Tod des Gründers führten Kalifen seine Arbeit weiter. Seit 2003 ist sein Urenkel Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, der «Khalifatul Maaysih V».

 

Von orthodoxen Muslimen werden die Ahmadis diskriminiert und vor allem in Pakistan verfolgt. In Pakistan wurden sogar eigens Parteien gegründet, die sich den Kampf gegen den sogenannten Qadianismus zum Programm gemacht haben.

 

Am 22. Juni 1963 wurde in Zürich von der «Ahmadiyya Muslim Jamaat Schweiz» die «Mahmud Moschee» eingeweiht.

Ausgerechnet mit dem Bild dieser Moschee wurde in einer Zeitung eines Detailhandelsriesen auf die Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» aufmerksam gemacht. Dazu wurde der Satz eines Minarett-Initiativkomitee-Mitglieds gesetzt: «Extremismus in die Schranken weisen.»

 

«Liebe für alle, Hass für keinen»

Dieser Leitspruch ist die Basis der Arbeit der «Ahmadiyya Muslim Jamaat». Islam sei eine Religion des Friedens und nicht des Terrors. Diese weltweite Bewegung wehrt sich gegen die Gewalt von extremistischen Muslimen.

 

«Mit Geist gegen Waffen»: Koranübersetzungen als Dschihad

Als Antwort auf die Verfolgungen der Ahmadis in Pakistan verbreitet die Ahmadiyya-Bewegung des Islams ständig neue Koran-Übersetzungen und kämpft so «Mit Geist gegen Waffen». Unterdessen publizierten Ahmadis komplette Koran-Übersetzungen in etwa 62 Sprachen, sowie in 125 Sprachen Teile.

Damit berufen sie sich auf ihren Gründer Hazrat Mirza Ghulam Ahmad, der schon im Jahr 1900 geschrieben hatte:

«Es steht geschrieben, dass mit dem Zeitpunkt des Erscheinens des Verheissenen Messias der Jihaad durch das Schwert und alle Kämpfe für die Sache der Religion zu einem Ende kommen werden, da er nicht das Schwert oder irgendeine andere weltliche Waffe ergreifen wird. Sein einziges Mittel wird sein Gebet sein, und seine einzigen Waffen seine feste Entschlossenheit und Zielstrebigkeit.»

 

Weitere Informationen und weiterführende Links.

 

Zu dieser Veranstaltung lädt freundlich ein: INFOREL, Information Religion

 

Einladung als PDF

 

[int.Nr.:i1271e500804]

 

Aktualisiert: 31.3.2008

 

© INFOREL, Postfach, 4009 Basel. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!

Foto:© Christoph Peter Baumann

 


[int.Nr.:i1271e500804]

Aktualisiert: 17.10.2014

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