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Wanderausstellung «Der KNIGGE der Weltreligionen»
Einführung zur Ausstellung (Christoph Peter Baumann)
«Ob im täglichen Umgang oder beim Interreligiösen Dialog ist es wichtig, gewisse Regeln zu beachten. Was als höflich gilt, ist je nach Kultur und Religion verschieden. Deshalb erhielt ich vom Kreuz-Verlag den Auftrag das Buch «Der Knigge der Weltreligionen» zu schreiben. Eigentlich sollte das Buch ««Der Knigge der Religionen» heissen. So war es mit der Lektorin besprochen. Allerdings bestand der Verlag als Auftraggeber auf diesem Titel, der mir genau so wenig passte wie Martin Baumann. Im Buch werden Fragen nach Nähe und Distanz, Begegnung von Mann und Frau, „richtige“ Kleidung, Besuch in einer Familie und die Frage nach der rituellen Reinheit behandelt.
Aus dem Buch wird an dieser Ausstellung ein für den Interreligiösen Dialog sehr wichtiges Thema herausgegriffen und ausführlich behandelt: Wie müssen wir uns verhalten, wenn wir einen religiösen Versammlungsraum betreten, damit wir nicht die Gefühle von Gläubigen verletzen?
Die Ausstellung soll vermitteln, was die religiösen Versammlungsräume bedeuten und was wir beim Besuch beachten sollten.
Dass wir einen Kreis als Grundlage genommen haben, hat mehrere Gründe: • Die Welt ist rund. • Der Kreis ist die ideale geometrische Form, um gleichmässige Sektoren zu bilden. • Alle Sektoren weisen auf das Zentrum hin, das die ewige Wahrheit symbolisiert. Nun haben wir aber nur 5 Sektoren. Heisst das, dass wir nur 5 Religionen kennen oder anerkennen? Nein, es könnten auch 6, 7 oder mehr Sektoren sein.
Weil wir das Buch als Grundlage genommen haben, sind wir von den so genannten klassischen „Weltreligionen“ ausgegangen. Wenn Sie die Ausstellung betrachten, werden Sie sehen, dass wir auch weitere Religionen vorstellen.
Von Ihnen aus gesehen hinter den Modellen finden Sie auf einem Tisch, dem Flügel verschiedene Kopfbedeckungen, Gegenstände, sowie an einem Kleiderständer Kleidungsstücke und Schuhe. Da können Sie sich überlegen, was wo richtig ist. Es hat auch einen Wettbewerb. Da können Sie schauen, ob Sie die Kniggeregeln kennen. Die Auflösung finden Sie auf einem gelben Blatt.
Nun möchte ich eigentlich allen danken, die in irgend einer Form mitgeholfen haben. Sei es, dass sie mitgeholfen oder etwas für die Ausstellung gegeben haben. Oder uns beraten haben. Da es so viele sind, verzichte ich auf eine Auflistung der Namen und möchte hier öffentlich pauschal allen danken.
Ein paar Namen werde ich nun doch noch nennen. Und zwar sind das diejenigen, die morgen und übermorgen als Vertreterinnen und Vertreter ihrer eigenen Religion ihre Nische erklären werden. Dies sind: Morgen Mittwoch um 19 Uhr: Viktor Berger, Christentum Salomon Goldschmidt, Judentum Nuriye Tasoglu, Islam Am Donnerstag um 19 Uhr: Niklaus Krattiger, Buddhismus Vasantini Sivagnanam, Hinduismus
Damit möchte ich meine Ansprache beenden und die Ausstellung eröffnen. »
[int.Nr.:i1271e807]
Aktualisiert: 20.2.2007
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