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Kulturverein Paqja

Überwiegend albanischsprachige Muslime aus Ex-Jugoslawien und Albanien treffen sich zu den islamischen Gebeten und zu Sozialkontakten.

 

Kontakt

Kulturverein Paqja

Schönaustrasse 65, 4058 Basel. Telefon 061 683 39 69

Mail: paqja@bmk-online.ch

 

Geschichte

Im Sommer 2003 hat eine Gruppe aus ehemaligen Mitgliedern des Islamischen Verein Besimtari an der Haltingerstrasse aus Platzmangel den Kulturverein Paqja gegründet.

 

Der Verein zählt zurzeit etwa 70 Aktiv- und ca. 120 Passivmitglieder. Zum Freitagsgebet sind meist zwischen 60 und 80 Gläubige unterschiedlicher Herkunft anwesend, wie beispielsweise aus Serbien, Mazedonien und dem Kosovo. Weil sich der Gebetsraum in der Nähe der Pharmaunternehmen Novartis und Syngenta befindet, kommen zudem viele internationale Besucher in die Moschee.

Im Verein sind zudem ungefähr 30 bis 40 Kinder und Jugendliche registriert.

An den Frauentreffen nehmen in der Regel zwischen 20 und 50 Frauen teil. Die Anzahl ist abhängig davon, an welchem Tag das Treffen stattfindet.

 

Lehre und Ziele

Die Mitglieder sind mehrheitlich Sunniten, aber die Moschee steht allen Muslimen offen.

Der Name «Paqja» bedeutet auf Albanisch «Friede» und ist für den Verein Verpflichtung. «Alle friedliebenden Menschen sind herzlich willkommen!»

Der Kulturverein Paqja ist Mitglied der Basler Muslim Kommission (BMK) und dem «Albanisch Islamischen Verband Schweiz» mit Sitz in Zürich und Bern.

 

Der Gebetsraum steht, nach telefonischer Voranmeldung, allen Interessierten (z.B. Schülern und Studierenden) für Besuche offen.

 

Organisation, Finanzen

Der Kulturverein Paqja ist ein Verein nach ZGB mit den üblichen Strukturen. Abwechslungsweise amtet ein dafür geeignetes Mitglied ehrenamtlich als Imam.

Jegliche Arbeit wird auf ehrenamtlicher Basis geleistet.

Die Frauen organisieren sich eigenständig.

Die Mitgliedschaft steht jedem offen und kann mittels entsprechendem Formular beantragt werden.

 

Als Jahresbeitrag gilt ein Richtwert von 200 CHF. Wer kann, gibt mehr, für wen es zu viel ist, der gibt nach seinen Möglichkeiten.

Das Geld wird nur für die Miete und die Nebenkosten (u.a. Heizung und Klimaanlage) gebraucht. Einmal jährlich wird über die Finanzen Rechenschaft abgelegt.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Der Verein hat in einem neueren Wohnhaus an der Schönaustrasse 65 einen grossen Raum im Erdgeschoss gemietet, der in erster Linie als Gebetsraum, aber auch als Aufenthalts- und Leseraum genutzt wird. Es sind einige Sitzgelegenheiten, eine Bibliothek sowie einen Kaffee- und Getränkeautomaten vorhanden. Zusätzlich gibt es ein Büro für den Vorstand sowie Sanitärräume.

 

Für Ramadan und das Opferfest mietet der Verein einen Saal, da meist zwischen 400 und 1000 Gäste erwartet werden.

 

Der Gebetsraum ist für alle fünf täglichen Gebete an allen Wochentagen geöffnet. Jeden Abend treffen sich einige Mitglieder, die gleichzeitig gute Freunde sind, sowie zum Teil auch Jugendliche im Vereinslokal.

Für Ramadan wird ein Imam eingeladen. Ansonsten übernimmt ein Mitglied die Funktion des Vorbeters.

Ein bis zwei Mal während des Ramadan wird zu Hause gekocht und das Essen im Gebetsraum serviert.

 

- Religionsunterricht

Am Mittwoch, Samstag und Sonntag wird Religionsunterricht angeboten. Ein Vorstandsmitglied unterrichtet die Kinder unter anderem im Lesen des Korans auf Arabisch.

 

- Jugendabteilung

Die Jugendlichen treffen sich neben dem Religionsunterricht regelmässig zu verschiedenen Veranstaltungen, insbesondere zu Sportaktivitäten. Von Oktober bis März mietet der Kulturverein jeweils am Freitagabend für zwei Stunden eine Turnhalle im Schulhaus in Kleinhüningen. Im Sommer wird draussen gespielt. Häufig organisiert die Jugendabteilung Picknicks und Grillfeste für die Familie. Diese finden zum Teil in einem Park statt oder wurden schon auf der Chrischona veranstaltet.

 

- Frauenorganisation

Die Frauen treffen sich sporadisch nach Absprache. Ungefähr alle zwei Monate ist die Moschee jeweils einen halben Tag (Freitagabend, Samstag oder Sonntag) ausschliesslich für die Frauen reserviert. Sie treffen sich auf eine Diskussionsrunde und laden dazu nach Möglichkeit eine islamische Gelehrte (u.a. aus Zürich oder Luzern) ein, welche ihre Fragen am besten zu beantworten weiss.

 

Soziale und anderweitige Probleme werden meist sonntags oder bei den abendlichen Treffen besprochen. Man hilft sich dabei gegenseitig spontan.

Nach dem Freitagsgebet werden zeitweise Spendenaufrufe für Katastrophen (z.B. Erdbeben) gemacht oder Geld für Bedürfte, Kranke und Waisenkinder in der «Heimat» gesammelt. Es gilt jedoch die Regelung, dass jegliche Spendensammlung nur nach Prüfung und Bewilligung des Vorstandes erlaubt ist, um dem willkürlichen Betteln nach Geld vorzubeugen. Die Hausordnung ist gut sichtbar beim Eingang angebracht.

 

Bei Krankheit, Todesfall oder wenn jemand im Sterben liegt und Haus- wie auch Krankenhausbesuche gewünscht sind, wird ein Imam organisiert.

 

Im Gebetsraum gibt es ein Regal mit islamischer Literatur, Kalender und CDs.

Getränke werden an Mitglieder und Besucher verkauft.


[int.Nr.:i1355]

Aktualisiert: 17.07.2013

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