inforel
Differenzierte und unabhängige Information über Religionen und Weltanschauungen in der Region Basel

Holbeinhof

Dies ist das erste jüdisch-christliche Alterszentrum, wo Menschen aus beiden Religionen nach ihren jeweiligen Religionsregeln leben können.

 

Kontakt

Alterszentrum Holbeinhof

Leimenstrasse 67, 4051 Basel

Telefon 061 270 68 68

Mail: info@holbeinhof.ch

 

www.holbeinhof.ch

 

Geschichte

Das Altersheim «La Charmille» in Riehen wurde 1946 von Dr. Levaillant gegründet. Es sollte älteren jüdischen Menschen ermöglichen, nach den jüdischen Gesetzen ihren Lebensabend zu verbringen.

Es stand aber auch Christen offen, sofern Platz vorhanden war. Die Küche war selbstverständlich koscher. «La Charmille» wurde von 68 Pensionärinnen und Pensionären bewohnt.

Da die Räumlichkeiten den Ansprüchen nicht mehr genügen konnten, suchte das bisherige Jüdische Altersheim «La Charmille» einen neuen Standort.

Die alte Leimenklinik musste dringend saniert werden. Für die Pflegeabteilung «Dalbehof» musste etwas Neues gefunden werden. Und so entstand die Idee, etwas Gemeinsames zu wagen.

So wurde die Stiftung «Holbeinhof» gegründet, die das gleichnamige Alterszentrum baute.

Im Januar 2002 konnte der «Holbeinhof» eröffnet werden.

 

Lehre und Ziele

Selbstdarstellung:

«Willkommen - Grüss Gott und Shalom

Die Trägerschaft des «Holbeinhofs» ist eine gemeinsame Stiftung des Bürgerspitals Basel und des Vereins «Jüdisches Heim La Charmille».

Im Alterszentrum Holbeinhof leben 111 jüdische und nichtjüdische Gäste, die einander in Toleranz, Freundschaft und Respekt begegnen.

Der jüdisch geführte Teil des Alterszentrums bietet Unterkunft, Pflege und Betreuung für ältere jüdische Menschen. Die Regeln des traditionellen Judentums finden ihre Berücksichtigung. Die religiöse Aufsicht obliegt dem Rabbinat der Israelitischen Gemeinde Basel.

Der Holbeinhof ist ein Treffpunkt der Quartierbevölkerung.»

Über uns

Vision und Leitbild

 

Zusammenarbeit

Im «Holbeinhof» wird das interreligiöse Zusammenleben täglich praktiziert.

 

Organisation, Finanzen

Die Trägerschaft des «Holbeinhofs» ist eine gemeinsame Stiftung des Bürgerspitals Basel, der Bürgergemeinde der Stadt Basel und des Vereins «Jüdisches Heim La Charmille».

Ihr steht der Stiftungsrat vor.

Geschäftsführerin ist Heike Bittel. Sie steht einer gut qualifizierten Mitarbeiterschaft aus 25-30 Nationen mit den unterschiedlichsten Religionen vor.

Team

Darüber hinaus gibt es einige Helferinnen und Helfer, die sich ehrenamtlich im Alterszentrum engagieren.

Freiwiligenarbeit

Die Bewohnerinnen und Bewohner bezahlen eine Tagespauschale, deren Höhe sich nach der Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit richtet.

In allen Basler Alters- und Pflegeheimen wird zwischen 12 RUG - Stufen unterschieden, resp. diesen Stufen zugeordnet.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Im Holbeinhof hat es auf fünf Stockwerken verteilt 111 Einbettzimmer, 8 davon mit internen Verbindungstüren für Paare, die eine gemeinsame Wohneinheit vorziehen. Zu jedem Zimmer gehört eine rollstuhlgängige Nasszelle mit Dusche, Toilette und Lavabo.

Eine grosse Aufenthaltszone, Essräume und gemütliche Sitzecken mit Fernsehapparaten laden auf jedem Stock zum Verweilen ein.

Die helle Eingangshalle im Erdgeschoss ist weiträumig und hat eine grosse Sitzgruppe. Hier treffen sich die Gäste im öffentlichen, vegetarischen Café-Restaurant oder im Speisesaal bei koscherem Essen.

Ausserdem hat es im Haus ein Coiffeurgeschäft und ein Fusspflege-Angebot.

Die Synagoge, der Mehrzweckraum (u.a. für christliche Gottesdienste) und die nicht-koschere Küche sind im ersten Untergeschoss zu finden. Sie erhalten vom Garten her aber genügend Tageslicht.

 

Das Konzept des Holbeinhofes sieht vor, dass auf zwei Stockwerken - knapp der Hälfte des Raumangebotes - nach jüdischer Tradition gelebt wird.

Die Einhaltung der religiösen Vorschriften für die jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner wird durch das Rabbinat der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) beaufsichtigt.

Auf den anderen drei Etagen leben Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Religionen und Lebensweisen. Bewusst wurde auf eine bauliche Trennung verzichtet. Wo die Vorschriften es verlangen, sind vom Bau her die Voraussetzungen gegeben und die internen Abläufe entsprechend geregelt.

Dies betrifft vor allem die jüdische Küche, deren Regeln strikt befolgt werden. Deshalb ist das Gebäude in koschere und andere Stockwerke eingeteilt.

Einrichtung

 

- Jüdische Feiern und Gottesdienste

Jeden Freitagabend und Samstagvormittag, sowie an jüdischen Feiertagen wird ein Gottesdienst abgehalten.

Jüdische Feiern und Gottesdienste

 

«Schiurim» und andere religiöse Vorträge finden regelmässig statt. Speziell erwähnt sei der «Seder-Abend».

«Judentum: Kalender»

 

- Christliche Gottesdienste

Vierzehntäglich findet abwechslungsweise in der Kapelle/Mehrzweckraum am Freitagvormittag ein reformierter oder ein katholischer Gottesdienst statt.

Christliche Gottesdienste

 

- Weitere Angebote

Es gibt diverse Angebote zur Alltagsgestaltung und Aktivierung für die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums.

Das Restaurant Holbeinhof ist für alle Besuchenden offen.

Ausserdem gibt es immer wieder Veranstaltungen - zum Beispiel Konzerte - , die auch für die Quartierbevölkerung sind.

Veranstaltungen

 

- Seelsorge

Die Rabbiner der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) und der Israelitischen Religionsgesellschaft Basel (IRG) sind für die Seelsorge jüdischer, Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelisch-reformierten, respektive der Römisch-Katholische Kirche christlicher Bewohnerinnen und Bewohner besorgt.

 

Literatur, Zeitschrift

Ein illustrierter Jahresbericht orientiert über alles, was im vergangenen Jahr geleistet wurde, über die Finanzen und die Aktivitäten.

 


[int.Nr.:i1367]

Aktualisiert: 03.01.2017

Für einen direkten Link auf diese Seite genügen diese Angaben:
www.inforel.ch/i1367

© INFOREL, Information Religion. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!