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Maarif Stiftung

 

Kontakt

Maarif Stiftung

Grienstrasse 115, 4055 Basel

Mail: info@maarifvakfi.com

 

www.maarifvakfi.com (Nur in türkischer Sprache)

 

Geschichte

Die Stiftung wurde 2006 grösstenteils von Mitgliedern der Moschee Kommission Basel / Kasernen Moschee gegründet.

Bevor das Gebäude 2008 an der Grienstrasse erworben werden konnte, befand sich die Stiftung in den Räumlichkeiten der Kasernen Moschee, aber ohne dem Stiftungszweck nachzugehen.

Da die Räumlichkeiten dort einerseits beschränkt sind, andererseits jedoch ein Bedarf an Schulungsräumen bestand, wurde nach anderweitigen Lösungen gesucht. Eine unabhängige, sich finanziell selbstragende Organisation war somit ideal.

 

Aktuell sind im Bildungszentrum etwa 20 Mädchen und 17 Knaben registriert.

In der Spielgruppe sind derzeit 14 Kinder angemeldet.

 

Lehre und Ziele

Selbstdarstellung gemäss Auszug aus den Statuten im Handelsregister:

«Die Stiftung bezweckt auf ausschliesslich gemeinnütziger Basis die Förderung der religiösen Ausbildung, die Weiterbildung der Muslime nach sunnitischer Tradition und Überlieferungen und die Unterrichtshilfe für die muslimischen Schüler in der Schweiz, unabhängig von Nationalität und ethnischer Zugehörigkeit. Zur Erreichung ihres Zweckes kann die Stiftung unentgeltlich Dienstleistungen wie Kurse über islamische Rechtslehre, oder über den Islam überhaupt, aber auch Projekte diesbezüglich planen, ausführen, finanzieren oder Lehrkräfte diesbezüglich engagieren und Deutschkurse anbieten oder unterstützen. Die Stiftung darf Mobilien und Immobilien erwerben, veräussern, vermieten und mieten.»

 

In der Stiftung sind alle, auch Nicht-Muslime, jederzeit willkommen.

 

- Ökumene

Die Maarif Stiftung ist Mitglied bei der Basler Muslim Kommission (BMK).

Es findet darüber hinaus eine gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Moscheen statt, die ebenfalls durch die BMK vertreten sind.

 

Organisation, Finanzen

Die Stiftung wird von einem Vorstand geleitet.

Die Vorstandsmitglieder übernehmen auf ehrenamtlicher Basis unterschiedliche Aufgaben im Bereich der Hausverwaltung, Kindererziehung und Ausbildung, der Kommunikation nach aussen sowie koordinative Aufgaben.

Präsident und Gründer der Stiftung ist Herr Osman Akkaya.

 

Der Frauenverein «Nursema» ist für die Angebote des Bildungszentrums der Maarif Stiftung verantwortlich.

Der Verein wurde 2010 von Frauen verschiedener Moscheen und insbesondere aus der Moschee Kommission Basel / Kasernen Moschee gegründet.

«Nursema» ist ein unabhängiger Verein, der von fünf Aktiven geleitet wird.

Bevor das Gebäude der Maarif Stiftung erworben wurde, trafen sich die Frauen in unterschiedlichen Räumlichkeiten und boten ihren Mitgliedern unter anderem Nähkurse und den Kindern Koranunterricht an. Die Maarif Stiftung bietet ihnen nun einen idealen Treffpunkt.

Neben dem Engagement im Bildungszentrum, helfen die Frauen jeweils auch bei den Kermes mit.

 

Die Stiftung finanziert sich zum einen aus den regelmässigen Einnahmen durch die Vermietung der Wohnung im 2. Stock sowie der zwei Garagenboxen.

Die Lehrerinnen im Bildungszentrum sind ehrenamtlich tätig. Spesenentschädigungen und anderweitige finanzielle Ausgaben werden vom Frauenverein «Nursema» übernommen.

Die Spielgruppe «Rägeboge» ist vom Erziehungsdepartement offiziell anerkannt und offen für alle Kinder, auch nicht-muslimischen Glaubens. Hierfür sind 2-3 diplomierte Spielgruppenleiterinnen regulär angestellt.

Somit decken sich Einkommen und Ausgaben der Stiftung.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Die Stiftung hat 2008 ein Gebäude an der Grienstrasse 115 in Basel gekauft.

Im Erdgeschoss befindet sich die Spielgruppe «Rägeboge». Neben einem grossen Aufenthaltsraum, gibt es eine Küche mit Büro sowie einen Toiletten- und Waschraum.

Im ersten Stock befindet sich das «Nursema Bildungszentrum». Dieser Ort wird primär für Schulungszwecke genutzt. Im einen Raum werden ältere Kinder und Jugendliche unterrichtet. Ein anderer Raum ist für kleinere Kinder eingerichtet. Gleichzeitig dient dieser Raum auch als Aufenthaltsraum mit Fernseher. Zusätzlich gibt es ein Sitzungs- und Bürozimmer sowie eine Küche und ein Bad.

Die Wohnung im obersten Stock wird extern vermietet wie auch zwei, zum Gebäude gehörende Garagen.

Jedes Stockwerk hat zudem einen Balkon.

Ein kleiner Garten wird für verschiedene Anlässe und Feste, wie unter anderem für Kermes benutzt.

 

Die Spielgruppe «Rägeboge» ist jeweils dienstags und donnerstags von 09:00 bis 11:30 Uhr und mittwochs und freitags von 14:00 bis 16:30 Uhr geöffnet.

In der Spielgruppe wird ausschliesslich Deutsch gesprochen.

 

Im Bildungszentrum «Nursema» gibt es Angebote und Kurse für verschiedene Altersgruppen, insbesondere aber für Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. Die Gruppen sind aufgeteilt in 7-12 Jährige und in 12-18 Jährige.

Der Unterricht findet grösstenteils auf Türkisch statt.

 

Drei Frauen des Frauenvereins sowie ein Mann unterrichten ehrenamtlich zu islamischen Themen, wie das Glaubensbekenntnis und die Grundregeln des Islam, die Ernährung, die Feste und religiöse Erziehung. Den Kindern werden Anstandsregeln beigebracht, unter anderem wie sie sich ihren Eltern und Mitmenschen gegenüber gemäss islamischem Glauben verhalten sollen.

Suren werden auswendig gelernt sowie deren Übersetzungen. Des weiteren wird den Kindern die rituelle Waschung und die Gebete beigebracht.

Dieses Wissen wird je nach Alter auf eine spielerische Art und Weise vermittelt. Durch Wettbewerbe werden die Kinder motiviert, mit Spass und Freude zu lernen.

 

Am Freitagabend treffen sich jeweils die Knaben von 17.00 bis 19.00 Uhr zum Koran- und Religionsunterricht. Im Anschluss daran von ca. 19.00 bis 20.00 Uhr haben Erwachsene die Möglichkeit, Unterricht zu ähnlichen Themen zu besuchen.

Am Sonntagvormittag und Mittag werden die Mädchen unterrichtet.

In den Ferien findet der Unterricht je nach Bedarf täglich statt.

Darüber hinaus wird, ebenfalls bei Bedarf, Nachhilfeunterricht angeboten.

Bei Katastrophen, wie beispielsweise einem Erdbeben, macht die Stiftung Spendenaufrufe. Aber auch bei den zwei Mal jährlich stattfindenden Kermes wird unter anderem Geld für Wohltätigkeitszwecke gesammelt.

 

Die Stiftung macht primär mittels Mund-zu-Mund-Propaganda auf sich aufmerksam. In den Moscheen werden Flyer über die Angebote und Anlässe (z.B. Kermes) verteilt sowie elektronisch per Mail versandt.

Da sowohl die Spielgruppe als auch das Bildungszentrum stets gut besucht sind, besteht kein Bedarf nach grosser Werbung.


[int.Nr.:i1376]

Aktualisiert: 17.10.2014

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