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Karmelitenkloster Prophet Elias

Stadtkloster von katholischen Ordenspriestern des Ordens der Unbeschuhten/Teresianischen Karmel (OCD) aus Kerala in Indien.

 

Kontakt

Karmelitenkloster Prophet Elias

Mörsbergerstrasse 34, 4057 Basel.

Telefon 061 535 07 21

Mail: kloster@ocdbasel.org

 

www.ocdbasel.org

 

Geschichte

Das Karmelitenkloster Prophet Elias gehört zum Orden der Unbeschuhten Karmeliter der St. Pius X Provinz, Manjummel, Kerala, Indien. Der volle Namen ist «Orden der Allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel».

 

Der Orden entstand zu Beginn des 13. Jahrhunderts im Karmelgebirge nähe der Stadt Haifa (Israel), als im Zuge der Kreuzzüge auch fromme Männer ins Hl. Land kamen.

Aufgrund des Vordringens der muslimischen Sarazenen sahen sich auch die „Brüder Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“, wie man sie wegen ihrer Kapelle bald nannte, gezwungen, wieder in den Westen zurückzukehren, wo Papst Innozenz IV. 1247 ihre Regel so anpasste, dass sie auch unter den nun veränderten Umständen leben konnten. Bald gab es schon in ganz Europa Klöster dieses vom Hl. Land gekommenen Ordens.

Der Zusatz «Unbeschuht» entstand im 16. Jahrhundert in Spanien, als für den Orden Regeln für ein strenges Leben eingeführt wurden. Eines der äusseren Zeichen dieses reformierten Lebens war, dass man barfuss in Sandalen ging, so wie die armen Leute damals in Kastilien. Bald schon gab man diesen Reformierten, nicht nur bei den Franziskanern, sondern auch in anderen Orden, den Namen descalzos – Unbeschuhte. Heute ist der Zusatz nur noch historisch bedeutend.

Geschichte

 

Das Karmelitenkloster Prophet Elias ist das erste Karmelitenkloster in der deutschsprachigen Schweiz. Gegründet wurde es aufgrund einer Begegnung von Pfarrer Ruedi Beck mit Pater Dr. Prasad Joseph OCD am Weltjugendtag 2005 in Köln. Daraus ergab sich eine offizielle Einladung durch den damaligen Bischof Kurt Koch. Weil der Orden in 49 Ländern präsent ist, aber nicht in der Schweiz, gab der Pater General des Ordens die Erlaubnis für die Gründung eines Stadtklosters in Basel.

Nachdem auch die weltlichen Behörden in Basel die nötigen Bewilligungen gegeben hatten, wurde das Kloster am 28. Oktober 2007 eröffnet und hatte die ersten 2 Jahre das Domizil in einer Wohnung an der Müllheimerstrasse im Kleinbasel.

Seit 2009 dient ein Einfamilienhaus an der Mörsbergerstrasse 34 (auch im Kleinbasel) als Kloster.

Unbeschuhte Karmeliten, eine neue klösterliche Gemeinschaft im Kleinbasel.

 

Im Kloster leben zur Zeit vier Patres. Die Zahl derjenigen, die in engerem oder weiterem Kontakt stehen, ist kaum feststellbar.

 

Lehre und Ziele

Das Karmelitenkloster Prophet Elias ist Römisch-katholisch.

Wichtige Kennzeichen der Karmelspiritualität: Gebet, Einsamkeit, Gemeinschaft.

Spiritualität

 

Zusammenarbeit

Am Schild des Klosters steht unter dem Namen: «Geistliches und interkulturelles Zentrum, Basel». Damit ist das ganze Spektrum gemeint. Konkret besteht Offenheit für alle Menschen. Ausserdem finden Begegnungen mit Muslimen und anderen in der Regionen vertretenen Religionen statt.

 

Organisation, Finanzen

Das Kloster wird von der Stiftung «Kloster der Karmeliter in Basel» getragen.

Trägerschaft

Die «Stiftung Kloster der Karmeliter in Basel» stellt die Mittel für den Betrieb des Karmeliterklosters zur Verfügung. Sie wird gespeist durch Beiträge von anderen Stiftungen, durch Sonntagsvertretungen der Patres, durch Einzelspenden und die regelmässigen Beiträge des Freundeskreises.

Weitere Finanzmittel entstehen durch Aushilfe in verschiedenen Pfarreien.

Die Studierenden erhalten von Stiftungen Unterstützung, dürfen aber auch 20% arbeiten.

Über die Finanzen wird wie üblich Rechenschaft abgelegt.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Das Kloster ist in einem Reiheneinfamilienhaus an der Mörsbergerstrasse 34 in Basel. Das Haus hat Zimmer für die Patres, im Keller eine kleine Kapelle mit erweiterbarem Raum, der auch einen Teil der Bibliothek enthält, Gemeinschaftsräume und 3 Gästezimmer.

- Gebetszeiten

Montag - Freitag:

Frühgebet: 06.30 Uhr (Laudes und Meditation; in der Klosterkapelle)

 

- Gebetszeiten:

Morgengebet: 06. 30 Uhr in der Klosterkappelle

Abendgebet: 18.30 Uhr in der St. Clarakirche

 

- Eucharistiefeier:

Täglich in der Seiten-Kapelle der Kirche St. Joseph um 19.00 Uhr.

 

- Samstag des Gebetes:

Einmal monatlich von 09.30 bis 16.45.00 Uhr in der Kirche St. Clara, Claraplatz

Samstag des Gebets

 

Auf konkrete Anfrage wird in der Kirche St. Anton ein Gottesdienst in Malayalam oder Tamil gehalten. Regelmässige Gottesdienste in Malayalam hingegen werden nicht angeboten, weil diese normalerweise im Syromalabarischen Ritus gehalten werden müssten und der Orden nur den Lateinischen Ritus durchführt.

 

Einmal im Jahr wird zusammen mit dem Katharina-Werk der Gandhi-Tag als interreligiöse Feier begangen.

An bedürftige Menschen wird spontan Hilfe geleistet oder an den Sozialdienst der Pfarrei verwiesen.

Die Patres stehen für Seelsorge und Beichte zur Verfügung - auch ohne Voranmeldung.

Ein wichtiges Mittel, um die Angebote bekannt zu machen, ist die Homepage. Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche erfahren die aktuellen Nachrichten durch KIRCHEheute, das Römisch-katholische Pfarrblatt der Nordwestschweiz.

 

Literatur, Zeitschrift

KARMELimpulse, Quartalsschrift zur Vertiefung des geistlichen Lebens, hg. vom Teresianischen Karmel in Deutschland

KARMELimpulse

 

Weitere Links

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Orden des Teresianischen Karmel in Deutschland

Orden der Unbeschuhten Karmeliten

Ordo Carmelitarum Discalceatorum (OCD)

 

Fotos vom Karmelitenkloster Prophet Elias


[int.Nr.:i1448]

Aktualisiert: 28.09.2016

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