inforel

Die islamische Ernährung

«Halal» und «Haram»
Islamische Speisevorschriften: Halal-Schlachtung (Schächten)
Alkohol
Halal-Restaurants
Links

«Halal» und «Haram»

Die Bemühung um rituelle Reinheit durchzieht das Leben aller gläubigen Muslime. So gilt nach einem Wort des Propheten Reinheit als der halbe Glaube. Muslime unterscheiden zwischen halal (rein, erlaubt, statthaft) und haram (verboten, verwehrt; Koran: 5, 89).

Alles, was nicht verboten ist, gilt grundsätzlich als halal, auch wenn es unerwünscht oder unpassend ist.


Islamische Speisevorschriften: Halal-Schlachtung (Schächten)

Haram ist Schweinefleisch und alles Fleisch, das nicht im Namen Gottes geschlachtet wurde. Von Juden und Christen geschlachtetes Fleisch dürfen Muslime grundsätzlich essen.

Fleisch aus einer jüdischen Metzgerei ist für Juden koscher, für Muslime halal. Das Schlachttier muss jedoch nach islamischem Ritus geschlachtet sein. Das Schächten, die jüdische Art des Schlachtens, ist die Gleiche. Hierbei wird das unbetäubte Tier mit einem gezielten Schnitt, durch den die Halsschlagader, die Luft- und die Speiseröhre durchtrennt wird, getötet. Danach muss das Fleisch vollkommen ausbluten. Das Schächten von unbetäubten Tieren ist in Deutschland und in der Schweiz nach dem Tierschutzgesetz verboten.

Muslime in der Schweiz importieren ihr Halal-Fleisch aus Frankreich. Rechtzeitig auf das Opferfest 2005 gab die Basler Muslim Kommission bekannt, dass das Schächten nach vorheriger Betäubung des Tieres auch erlaubt sei.

Strenggläubige Muslime akzeptieren nur Halal-Fleisch aus islamischer Schlachtung, die weniger Strengen kaufen das Fleisch auch in einer gewöhnlichen Metzgerei.

Islamische Metzgereien

 

Einzelne islamische Zentren organisieren selbst den Import von Halal-Fleisch aus dem Ausland und verkaufen es an ihre Mitglieder.

 

Das rituelle Schlachten führt regelmässig zu grossen Diskussionen.

Streit um das Schächten. Der Tod, der in den Regelbüchern steht (F.A.Z.; Von Christina Hucklenbroich)

Der Streit um das religiös konforme Töten von Schlachttieren während des islamischen Opferfestes spitzt sich wieder zu. Die Kritiker verfolgen inzwischen ganz verschiedene Konzepte.

 

Da in vielen Lebensmitteln tierische Produkte verarbeitet werden, muss von Muslimen die Deklaration der einzelnen Lebensmittel genau beachtet werden.


Alkohol

Alkohol gehört auch zu den verbotenen Substanzen. Muslime dürfen weder Wein noch Bier oder sonstige Formen von Alkohol zu sich nehmen, auch keine Schokolade oder Pralinen, die mit Alkohol gefüllt sind.

Es gibt den Ausspruch, dass ein Tropfen Alkohol einen ganzen Ozean ungeniessbar macht.

Vorsicht ist bei sehr vielen Nahrungsmitteln geboten, weil sie auch Alkohol enthalten können.

Alkohol in Lebensmitteln


Halal-Restaurants

Bis jetzt ist uns in der Nordwestschweiz kein Restaurant bekannt, das Halal-Essen serviert. Für Muslime gibt es nur die Möglichkeit, in einem jüdischen Restaurant zu speisen.

Da die jüdischen Vorschriften strenger als die islamischen sind, können sich Muslime darauf verlassen, dass das Essen ihren Vorschriften entspricht. Hingegen wird Alkohol ausgeschenkt, was für Muslime auch Probleme gibt, da Alkohol als Haram gilt.


Links

Homepages:

Halal-Ernährung

Ernährung - Gesundheit - Umwelt - Lebensqualität

Verbraucherinformationsservice des Islamologischen Instituts e.V.

 

Nahrungsmittel («Häufig gestellte Fragen zu Themen des Islam»)

1. Sind Gelatine, Essig und Ketchup als Nahrungsmittel für Muslime erlaubt?

2. Verzehr von Raubtieren

3. Meeresfrüchte

4. Warum essen Muslime kein Schweinefleisch?

5. Nikotin, Haschisch

6. Alkoholverbot

 

Die Halal-Industrie

«Die Beschreibung einer Vision, die Beseitigung von Informationsdefiziten und der Kampf gegen Vorurteile, das ist das Ziel dieser Website über die “Halal-Industrie”. Sie wendet sich an Produzenten, Händler, die Verbraucher, aber auch an die Marketingfachleute und an Wirtschaftswissenschaftler.»

 

Halal-Produkte in Europa

«Islamkonforme Lebensmittel, Pharmazeutika und Kosmetika»

 

Artikel:

Halal: Schächten geht auch mit Betäubung (Halal-Produkte in Europa) (13.11.2010)

Die aktuelle Diskussion um Halal-Food in den deutschsprachigen Ländern basiert zu einem Teil auf sprachlichen Differenzen bezüglich des Begriffs “schächten” und auf Fehlinterpretationen des Begriffs “halal”. Würden die Germanisten und die führenden Publikationen die daraus resultierende Begriffsverwirrung beseitigen, dann könne viel Zündstoff aus der hitzigen Debatte herausgenommen werden. Diese Aussage machte am Samstag der in Basel tätige Fachjournalist und Publizist Peter Z. Ziegler in seinem Informationsbrief an die fleischverarbeitende Industrie aus Anlass der World Halal Konferenz in London.

 

Einkaufsführer für Muslime online (Verbraucherzentrale des Landes Bremen e.V.) (17.03.2003)

Lebensmittel für muslimische Verbraucher und Verbraucherinnen

 

Im Kapitalismus spirituell leben? (30.5.2007)

Beim Thema „erlaubte Nahrungsmittel“ geht es nicht nur um korrekt geschlachtetes Fleisch. (Von Yasin Alder, Bonn. in der «Islamischen Zeitung»)

 

Islamische Speisevorschriften in der Praxis. "Halal" für jederman (Qantara) (20.8.2008)

Sich "Halal" zu ernähren, ist nicht einfach. Muslimische Verbraucher in Deutschland müssen gut informiert sein und teils Kompromisse eingehen. Halal-Siegel und eine Hotline sollen dabei helfen. Doch Schweinerückstände in der Nahrung lassen sich nie ganz ausschließen. Von Ute Hempelmann

 

Eine Kalbsbratwurst ist noch lange nicht «halal» (Tages-Anzeiger; Von Helene Arnet) (4.9.2009)

Strenggläubige Muslime haben es nicht leicht, sich in Zürich nach den Vorschriften des Islam zu ernähren. Vor allem Halal-Fleisch ist schwer zu bekommen.

 

Halal-Lebensmittel finden auch in Deutschland immer mehr Beachtung. (Islamische Zeitung; Von Yasin Alder) (27.10.2009)

Ein Gütesiegel für Qualität

 

Ärger wegen Halal-Burger (Livenet) (20.2.2010)

Der Fastfood-Kette «Quick» droht in Frankreich juristischer Ärger wegen ihrer nach islamischen Speisevorschriften zubereiteten Burger. Der sozialistische Bürgermeister von Roubaix, René Vandierendonck, kündigte an, Klage gegen das Schnellrestaurant einreichen zu wollen.

 

Halal made in Switzerland (Berner Zeitung; Von Jürg Steiner) (6.8.2011)

Auf dem Brienzersee fahren «Halal-Cruises», ein Berner Viehhändler beliefert einen Halal-Schlachthof. Die stark wachsende, kaufkräftige muslimische Kundschaft treibt die Wirtschaft an, sich islamischen Qualitätsanforderungen anzupassen – was auch westlichen Konsumenten zugutekommen kann.

 

Streit um das Schächten. Der Tod, der in den Regelbüchern steht (F.A.Z.; Von Christina Hucklenbroich) (9.11.2011)

Der Streit um das religiös konforme Töten von Schlachttieren während des islamischen Opferfestes spitzt sich wieder zu. Die Kritiker verfolgen inzwischen ganz verschiedene Konzepte.

 

Halal-Fleisch neu aus dem Supermarkt (Die Südostschweiz; Von Yildiz Asan) (3.9.2009)

Geschächtetes Fleisch im Coop-Regal? Diese Meldung hat bei Tierschützern heftige Reaktionen hervorgerufen, ist aber falsch: Neu von Coop ins Sortiment aufgenommene Produkte enthalten zwar Halal-Fleisch, doch kein geschächtetes.


 

[int.Nr.:i21e1004]

 

Aktualisiert: 5.11.2012

 

Für einen direkten Link auf diese Seite genügen diese Angaben:

www.inforel.ch/i21e1004

 

© INFOREL, Information Religion, Postfach, 4009 Basel. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!