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Christentum und Islam: mehr Gemeinsamkeit als Gegensätze

Von Nour Helena Philomena Haenggi Taleb

 

Nachdem ich den Koran gelesen hatte, war ich sehr erstaunt über die vielen Gemeinsamkeiten. Dann habe ich herausgefunden, dass darüber auch schon Bücher geschrieben wurden, vor allem der heilige Geist und Maria (Mariam) ist anerkannt. Sowie im Christentum, ist auch im Islam sie eine der wenigen Frauen, welche die Religion prägen : Sure 19/17. In dieser Sure wird der Geist, der heilige Geist, im Koran beschrieben. Dabei ist auch die Schöpfungsgeschichte (Adam und Eva) und Abraham (Ibrahim), woher der Ausdruck "Abrahamitische Religion", als Gemeinsamkeit zu betrachten. Also sozusagen alle wichtigen Merkmale der christl. Religion wiederspiegeln sich in der Islamischen Religion. Es geht sogar bis dahin, wo der Koran aussagt bei Sure 6/90 sowie Sure 81/27 : Es ist nur eine Ermahnung (Erinnerung) an die Weltenbewohner. Vor allem wird das Paradies, woran die Christen auch glauben, erwähnt und ermahnt. Auf gut Deutsch würde ich sagen, der Mensch ist vergesslich und die Repetitionen im Koran möchten das eben verhindern.

Da ich den Vorteil habe, die Bibel zu kennen, hatte ich keine grossen Probleme den Koran zu verstehen. Die ewigen Auseinandersetzungen wegen dem Kopftuchtragen (Ich habe es inzwischen 5 Jahre lang getragen), sollten wirklich Schnee von gestern sein, da es auch in der Bibel empfohlen wird sich zu schützen, sei dies vor Wind und Wetter oder den Blicken von Männern. Doch natürlich ist auch die Religiosität damit verbunden, wie z.B. die Nonnen im Katholizismus, so habe ich mit dem Kopftuch öfters zur Zeit gebetet und auch mich mehr mit dem Koran beschäftigt, also "Ihram" gemacht, d.h. in der Moschee mit Kopftuch den Koran gelesen und studiert, auch zu Hause. "Ihram" ist ebenso sich streng bekleiden und den Texten der Religion, sei dies im Gebet oder Koran, nach zu gehen, sowie sich fuer die Pilgerfahrt vorzubereiten. Last but not least, ist es auch ein Markenzeichen, d.h. man macht sich erkenntlich, also steht dafür ein und ist für jedermann/frau klar ersichtlich. In der Moschee ist es sowieso obligatorisch.

Neben den Aposteln, die ja in der Bibel omnipräsent sind, erscheinen auch im Koran mit den Namen in Arabisch, hat es mir der alt bekannte Ausdruck "Gott sprach es sei und es ist" angetan, sowie was man tut, sollte stets von Herzen kommen.

Nun zum praktischen Teil, dem Gebet, worüber ich bis jetzt noch nichts geschrieben gefunden habe in dieser Hinsicht:

Die Gemeinsamkeit von "Amen" und "Fürbitte" (Ar. Dua), welche im Islam auch in jeder beliebigen Sprache gesprochen werden kann, auch "Gott ist allmächtig" "Allahu akbar" sind von Bedeutung. Sogar das Glaubensbekenntnis: Atashahud, fängt gleich an, nur ist es im Islam eben immer in Arabisch.

Abschliessend eine schöne Sure 20/6 :

«Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist und was unter dem (feuchten) Erdreich ist.»

 

Nour Helena Philomena Haenggi Taleb schreibt über sich:

Ich bin am 15.6.59 in Breitenbach (SO) geboren und habe eine Tochter. Zweimal war ich in Algerien, ansonsten bin ich in Europa viel gereist. Von Beruf bin ich Sekretärin mit KV DFE in Wort und Schrift sowie Pflegehilfe SRK (ab 40 J.).

 

[int.Nr.:i21e381]

 

Aktualisiert: 19.3.2012

 

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