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Hinduismus: Kalender

 

Der wöchentliche Feiertag

Einen eigentlichen wöchentlichen Ruhetag kennen tamilische Hindus nicht.

Für sie ist der Freitag der wöchentliche Feiertag. Allerdings arbeiten sie dann und besuchen erst am Abend den Tempel.

Der Dienstag ist der zweite Tag, der geheiligt wird; er ist für Hindus der Gemüsetag, an dem sie auf manche Genüsse verzichten.

 

Zeitrechnung

Eigentlich war in Indien ein (oder richtiger: 30 verschiedene!) Mondkalender gebräuchlich. 1957 setzte die Regierung eine Kalenderreform durch, die zwar die indischen Monatsnamen übernahm, aber sich im Übrigen am gregorianischen Kalender orientierte.

 

Monate:

1. Chaitra (März/April)

2. Vaisakha (April/Mai)

3. Jyaistha (Mai/Juni)

4. Asadha (Juni/Juli)

5. Shravana (Juli/August)

6. Bhadra (August/September)

7. Asvina (September/Oktober)

8. Kartika (Oktober/November)

9. Agrahayana (November/Dezember

10. Pausa (Dezember/Januar)

11. Magha (Januar/Februar)

12. Phalguna (Februar/März)

 

Die religiösen Feste sind jeweils im gleichen indischen Monat, verschieben sich aber je nach Mondstand vor oder zurück.

The Hindu Calendar System

 

Die Feste im Jahreslauf

Vergleichbar dem christlichen Kirchenjahr kennen Hindus viele religiöse Feste. Ihnen liegt die Idee der heiligen Zeit zugrunde.

Es gibt keinen Monat, in dem nicht mehrere Feste gefeiert würden. Manche Feste sind dem Lauf der Jahreszeiten und der Natur gewidmet, bei anderen werden einzelne Götter geehrt oder mythische Geschehnisse nachvollzogen.

Hindus in der Diaspora haben Schwierigkeiten, ihrer Tradition zu folgen. Normalerweise müssen sie einen Tag unbezahlt frei nehmen, wenn der Festtag nicht auf einen arbeitsfreien Tag fällt. Obwohl der Tag für das Fest genau bestimmt ist, wird die Feier manchmal auf ein Wochenende verschoben, damit möglichst viele Menschen teilnehmen können.

 

Thiruvempavai

Gedenktage für Schiva (Januar)

10 Tage für Schiva Nataraj (=“König des Tanzes“).

In Sri Lanka duschen die Gläubigen frühmorgens und besuchen nüchtern den Tempel. Anschliessend frühstücken sie.

Aus praktischen Gründen findet hier die Feier jeweils am Abend statt.

Am 10. Tag werden die Bildgestalten von Schiva Nataraj und des Dichters und Heiligen Manikkavasagar im Tempel um die Schreine geführt.

Schiva Nataraj wird in einem Flammenkreis dargestellt, wie er auf Apasmara, dem Dämonen der Stumpfheit, tanzt und ihn damit zermalmt.

Sein Tanz stellt seine fünf Aktivitäten dar: Schöpfung, Erhaltung, Zerstörung, Verkörperung und Befreiung.

 

Thai pongal

Sonnenfest (Mitte Januar)

Wenn nach der Regenzeit die Sonne, die Göttin Suryan, wiederkommt, wird sie verehrt und zu ihr um gutes Wetter und Wachstum der Saat und um Gesundheit gebetet.

 

Schivaratri

"Schiva-Nacht" (Februar)

Schiva wird an Schivaratri in der Form des Lingam und nicht in seiner menschlichen Gestalt verehrt. Dieses Fest dauert streng genommen eine Nacht, beginnt aber am Morgen um 6 Uhr mit Fasten. 24 Stunden wird nichts gegessen und getrunken. Die Gläubigen verbringen möglichst die ganze Nacht im Tempel mit Meditation und Rezitation von heiligen Texten. 4 mal findet die Weihe des Lingam mit «Abhisekam» (Waschung) statt: Wasser, Milch etc. Nach Sonnenaufgang wird Reis gegessen. Die mystische Geschichte von der Erscheinung Schivas in der Form des Lingam wird gespielt, getanzt oder erzählt.

 

Varudappirappu; Puduvarscha

Neujahrsfest (Mitte April)

Für Hindus beginnt das Jahr nicht am 1.Januar, sondern im Frühling. Die genaue Stunde des Jahresbeginns wird für jedes Jahr neu berechnet nach der Sternenkonstellation. Sie ist auch ausschlaggebend für die Wahl der Kleiderfarbe (am Neujahrstag werden nur neue Kleider getragen) und die spezielle Mischung, mit der die Haare gewaschen werden. Noch im alten Jahr wird alles geputzt; es sollte möglichst kein Stäubchen des alten Jahrs im Haus sein, wenn das neue Jahr beginnt.

 

Thiruvila

Jahresfest (Juli/August)

Das Jahresfest dauert mindestens 15 Tage. Die Gläubigen bitten die Gottheiten um Segen für den Tempel. Für alles, was während dem Jahr im Tempel falsch gemacht wurde, werden sie um Verzeihung gebeten. Thiruvila hat verschiedene Höhepunkte:

 

- Kodiyetam

Am ersten Tag wird die Flagge am Fahnenmast Kodi feierlich gehisst.

 

- Sapparam

Der Hauptgott oder die Gottheiten des Tempels werden am Abend vor Ther auf einem Wagen um den Tempel geführt, um Wagen und Umgangsroute zu inspizieren.

 

- Ther / Rathayatra

Wagenfest

Dieses Fest wird im ganzen hinduistischen Raum gefeiert. Dabei wird ein "Deiti" (Statue eines Gottes) auf einem Wagen um das Tempelgefiert gezogen. In manchen Tempeln werden sogar mehrere Wagen verwendet für verschiedene Gottheiten, wie zum Beispiel in Muttenz. Dort sind Ganescha, Parvathi und Murugan auf je einem Wagen. Dies ist das grösste Fest., sowohl, was den Aufwand betrifft, als auch vom Zustrom der Gläubigen. So kommen auch in der Diaspora ohne weiteres Tausende!

 

- Tirtam

Wasserfest

 

- Pungkâvanam

Blumenfest

 

- Vairavarmadai

Dankfeier für den Tempelwächtergott Vairavar, der die Thiruvila –Feier beschützt hat.

 

Vinayakacathurti

Ganescha-Fest

Die Bildgestalt des Gottes Ganescha wird auf einer Sänfte um das Viertel, in dem sich der Tempel befindet, herumgetragen. Damit wird um Segen für den Tempel und die Menschen gebetet. Es gibt aber jeden Monat ein Ganescha-Fest, das aber bescheidener gefeiert wird.

 

Varalakschmi Viratam / Kutuvilaka Pucai

"Lampenfest" der Frauen für ihre Ehemänner.

 

Raksha Bandhan

Erinnerung an das Band, das Bruder und Schwester verbindet.

Raksha Bandhan findet am Tag des Vollmonds im indischen Monat Sravan statt. Nach dem westlichen Kalender ist das im August oder Anfang September.

 

Puraddathissani Viratam

Samstagsfeiern an 3-4 aufeinanderfolgenden Samstagen. Frauen bringen für die Himmelsgottheit Sanisvaran Opfer zugunsten ihrer Ehemänner dar.

 

Navaratri

"Neun Nächte" (Oktober/November)

Je 3 Nächte für Lakschmi, Schakti, Saraswati. Im Tempel ist täglich mindestens eine Puja. Mit der Bildgestalt der Göttin findet an jedem der neun Tage ein Rundgang um den Tempel statt. Ganz speziell wird dieses Fest in Schakti-Tempeln gefeiert, also Tempeln, die weiblichen Gottheiten geweiht sind. In jeder Wohnung wird gebetet. Geschenke werden verteilt.

 

- Vijayadaschami

Als Abschluss von Navaratri wird die 10. Nacht als "Nacht des Sieges" gefeiert.

 

Dipawali

"Lichterfest". (Oktober/November)

Das "Lichterfest" ist ein freudiges Fest, das von allen Hindus und Sikhs gefeiert wird. Mit vielen Lichtern wird der Sieg des Guten und Reinen über das Böse und die Finsternis gefeiert. Tamilische Hindus feiern Dipawali allerdings im Gegensatz zu Indern nur als Familienfest.

 

Skandasasthi Viratam

(Oktober/November)

In diesen 6 Tagen für Murugan werden Geschehnisse um diesen Gott nachvollzogen. Murugan ist der Befreier von Tyrannen. Viele Gläubige fasten. Die Feier hat 3 Höhepunkte: Am 5. Abend Suranpor, am Morgen des 6. Tages Fastenbrechen, am Abend Trikalyanam.

 

- Suranpor

Fest zu Ehren von Murugan. Die Geschichte wird im Spiel nachvollzogen: Suran war ein König, der seine Kräfte dazu missbrauchte, Terror zu verbreiten. Nach der Überlieferung wurde seine menschliche Gestalt an diesem Tag von Murugan getötet; aufgrund vorheriger Verdienste hatte er von Gott Unsterblichkeit erhalten und konnte deshalb von keinem Menschen getötet werden. Suran lebte als Vogel weiter und konnte niemandem mehr schaden.

 

- Trikalyanam

Hochzeit von Murugan mit seinen zwei Frauen.

 

Pileyar Perungkathai - Ganescha-Geschichte

Während 20 Tagen werden die Geschichten von Ganescha gelesen. Besonders der erste und der letzte Tag werden gefeiert.

Der elefantenköpfige Hindu-Gott Ganescha ist der volkstümlichste Gott. Er wird vor jeder neuen Handlung angerufen mit der Bitte, die Handlung zu segnen.

Während den 20 Tagen werden viele Geschichten um Ganescha von den Erwachsenen gelesen und den Kindern erzählt. So erfahren sie zum Beispiel, warum Ganescha einen Elefantenkopf hat und warum der eine Stosszahn abgebrochen ist. Ganescha gilt als gütig und friedensstiftend. Warum Ganescha für einmal sogar gekämpft hat, ist eine weitere Geschichte.

 

Daten 2008

Pudscha zum «englischen Neujahr»: 1. Januar ♦

Thai pongal : 15. Januar ♦ ♦ ♦

Schivaratri : 5. März ♦ ♦ ♦

Varudappirappu; Puduvarscha: 13. April ♦ ♦ ♦

Thiruvila: 18. Juli - 12. August ♦ ♦

Kodiyetam: 18. Juli ♦ ♦

Varalakschmi Viratam / Kutuvilaka Pucai: 1. August ♦ ♦

Sapparam : 9.August ♦ ♦

Ther / Rathayatra: 10. August ♦ ♦ ♦

Tirtam: 11. August ♦ ♦

Pungkâvanam: 12. August ♦ ♦

Vairavarmadai: 13. August ♦ ♦

Raksha Bandhan: 16. August ♦ ♦

Vinayakacathurti (Ganesch Chaturthi): 3. September ♦ ♦

Puraddathissani Viratam (1.): 20. September ♦ ♦

Puraddathissani Viratam (2.): 27. September ♦ ♦

Navaratri: 30. September- 8. Oktober ♦ ♦

Puraddathissani Viratam (3.): 4. Oktober ♦ ♦

Saraswati Pudscha: 8. Oktober ♦ ♦

Vijayadaschami: 9. Oktober ♦ ♦ ♦

Puraddathissani Viratam (4.): 11. Oktober ♦ ♦

Dipawali (Divali): 27. Oktober ♦ ♦

Skandasasthi Viratam: 29. Oktober - 4. November ♦ ♦

Suranpor: 3. November ♦ ♦

Trikalyanam: 4. November ♦ ♦

Pileyar Perungkathai - Ganescha-Geschichte: 13.-31. Dezember ♦ ♦

 

Gewichtung

♦ ♦ ♦ = Hoher Feiertag

♦ ♦ = Feiertag

= weiterer besonderer Tag

 

Literatur:

- Thomas Schweer, in: Religionen feiern. Feste und Feiertage religiöser Gemeinschaften in Deutschland. Hg. vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst e. V. REMID. Marburg 1997, S. 188-200. (Vergriffen.)

- Shakti M. Gupta: Festivals, Fairs and Fasts of India. Delhi 1991. (228 p.) Bildband mit z.T. ganzseitigen Farb- und SW-Fotos. Format 28.5 x 21.8cm

 

Links:

The Hindu Calendar System

 

Hindu Festivals 2008.

 

Ganesh Chaturthi, aus Wikipedia

 

Feste Indiens: Versenkt Ganesha!. Ganpati-Fest in Udaipur. (von Bernhard Peter)

 

Ganesh Chaturthi. How to celebrate the great Ganesha festival. (Subhamoy Das)

 

[int.Nr.:i22e12]

 

Aktualisiert: 6.8.2008

 

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© INFOREL, Information Religion, Postfach, 4009 Basel. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!Hinduismus: Kalender

Der wöchentliche Feiertag

Einen eigentlichen wöchentlichen Ruhetag kennen tamilische Hindus nicht.

Für sie ist der Freitag der wöchentliche Feiertag. Allerdings arbeiten sie dann und besuchen erst am Abend den Tempel.

Der Dienstag ist der zweite Tag, der geheiligt wird; er ist für Hindus der Gemüsetag, an dem sie auf manche Genüsse verzichten.

 

Zeitrechnung

Eigentlich war in Indien ein (oder richtiger: 30 verschiedene!) Mondkalender gebräuchlich. 1957 setzte die Regierung eine Kalenderreform durch, die zwar die indischen Monatsnamen übernahm, aber sich im Übrigen am gregorianischen Kalender orientierte.

 

Monate:

1. Chaitra (März/April)

2. Vaisakha (April/Mai)

3. Jyaistha (Mai/Juni)

4. Asadha (Juni/Juli)

5. Shravana (Juli/August)

6. Bhadra (August/September)

7. Asvina (September/Oktober)

8. Kartika (Oktober/November)

9. Agrahayana (November/Dezember

10. Pausa (Dezember/Januar)

11. Magha (Januar/Februar)

12. Phalguna (Februar/März)

 

Die religiösen Feste sind jeweils im gleichen indischen Monat, verschieben sich aber je nach Mondstand vor oder zurück.

The Hindu Calendar System

 

Die Feste im Jahreslauf

Vergleichbar dem christlichen Kirchenjahr kennen Hindus viele religiöse Feste. Ihnen liegt die Idee der heiligen Zeit zugrunde.

Es gibt keinen Monat, in dem nicht mehrere Feste gefeiert würden. Manche Feste sind dem Lauf der Jahreszeiten und der Natur gewidmet, bei anderen werden einzelne Götter geehrt oder mythische Geschehnisse nachvollzogen.

Hindus in der Diaspora haben Schwierigkeiten, ihrer Tradition zu folgen. Normalerweise müssen sie einen Tag unbezahlt frei nehmen, wenn der Festtag nicht auf einen arbeitsfreien Tag fällt. Obwohl der Tag für das Fest genau bestimmt ist, wird die Feier manchmal auf ein Wochenende verschoben, damit möglichst viele Menschen teilnehmen können.

 

Thiruvempavai

Gedenktage für Schiva (Januar)

10 Tage für Schiva Nataraj (=“König des Tanzes“).

In Sri Lanka duschen die Gläubigen frühmorgens und besuchen nüchtern den Tempel. Anschliessend frühstücken sie.

Aus praktischen Gründen findet hier die Feier jeweils am Abend statt.

Am 10. Tag werden die Bildgestalten von Schiva Nataraj und des Dichters und Heiligen Manikkavasagar im Tempel um die Schreine geführt.

Schiva Nataraj wird in einem Flammenkreis dargestellt, wie er auf Apasmara, dem Dämonen der Stumpfheit, tanzt und ihn damit zermalmt.

Sein Tanz stellt seine fünf Aktivitäten dar: Schöpfung, Erhaltung, Zerstörung, Verkörperung und Befreiung.

 

Thai pongal

Sonnenfest (Mitte Januar)

Wenn nach der Regenzeit die Sonne, die Göttin Suryan, wiederkommt, wird sie verehrt und zu ihr um gutes Wetter und Wachstum der Saat und um Gesundheit gebetet.

 

Schivaratri

"Schiva-Nacht" (Februar)

Schiva wird an Schivaratri in der Form des Lingam und nicht in seiner menschlichen Gestalt verehrt. Dieses Fest dauert streng genommen eine Nacht, beginnt aber am Morgen um 6 Uhr mit Fasten. 24 Stunden wird nichts gegessen und getrunken. Die Gläubigen verbringen möglichst die ganze Nacht im Tempel mit Meditation und Rezitation von heiligen Texten. 4 mal findet die Weihe des Lingam mit «Abhisekam» (Waschung) statt: Wasser, Milch etc. Nach Sonnenaufgang wird Reis gegessen. Die mystische Geschichte von der Erscheinung Schivas in der Form des Lingam wird gespielt, getanzt oder erzählt.

 

Varudappirappu; Puduvarscha

Neujahrsfest (Mitte April)

Für Hindus beginnt das Jahr nicht am 1.Januar, sondern im Frühling. Die genaue Stunde des Jahresbeginns wird für jedes Jahr neu berechnet nach der Sternenkonstellation. Sie ist auch ausschlaggebend für die Wahl der Kleiderfarbe (am Neujahrstag werden nur neue Kleider getragen) und die spezielle Mischung, mit der die Haare gewaschen werden. Noch im alten Jahr wird alles geputzt; es sollte möglichst kein Stäubchen des alten Jahrs im Haus sein, wenn das neue Jahr beginnt.

 

Thiruvila

Jahresfest (Juli/August)

Das Jahresfest dauert mindestens 15 Tage. Die Gläubigen bitten die Gottheiten um Segen für den Tempel. Für alles, was während dem Jahr im Tempel falsch gemacht wurde, werden sie um Verzeihung gebeten. Thiruvila hat verschiedene Höhepunkte:

 

- Kodiyetam

Am ersten Tag wird die Flagge am Fahnenmast Kodi feierlich gehisst.

 

- Sapparam

Der Hauptgott oder die Gottheiten des Tempels werden am Abend vor Ther auf einem Wagen um den Tempel geführt, um Wagen und Umgangsroute zu inspizieren.

 

- Ther / Rathayatra

Wagenfest

Dieses Fest wird im ganzen hinduistischen Raum gefeiert. Dabei wird ein "Deiti" (Statue eines Gottes) auf einem Wagen um das Tempelgefiert gezogen. In manchen Tempeln werden sogar mehrere Wagen verwendet für verschiedene Gottheiten, wie zum Beispiel in Muttenz. Dort sind Ganescha, Parvathi und Murugan auf je einem Wagen. Dies ist das grösste Fest., sowohl, was den Aufwand betrifft, als auch vom Zustrom der Gläubigen. So kommen auch in der Diaspora ohne weiteres Tausende!

 

- Tirtam

Wasserfest

 

- Pungkâvanam

Blumenfest

 

- Vairavarmadai

Dankfeier für den Tempelwächtergott Vairavar, der die Thiruvila –Feier beschützt hat.

 

Vinayakacathurti

Ganescha-Fest

Die Bildgestalt des Gottes Ganescha wird auf einer Sänfte um das Viertel, in dem sich der Tempel befindet, herumgetragen. Damit wird um Segen für den Tempel und die Menschen gebetet. Es gibt aber jeden Monat ein Ganescha-Fest, das aber bescheidener gefeiert wird.

 

Varalakschmi Viratam / Kutuvilaka Pucai

"Lampenfest" der Frauen für ihre Ehemänner.

 

Raksha Bandhan

Erinnerung an das Band, das Bruder und Schwester verbindet.

Raksha Bandhan findet am Tag des Vollmonds im indischen Monat Sravan statt. Nach dem westlichen Kalender ist das im August oder Anfang September.

 

Puraddathissani Viratam

Samstagsfeiern an 3-4 aufeinanderfolgenden Samstagen. Frauen bringen für die Himmelsgottheit Sanisvaran Opfer zugunsten ihrer Ehemänner dar.

 

Navaratri

"Neun Nächte" (Oktober/November)

Je 3 Nächte für Lakschmi, Schakti, Saraswati. Im Tempel ist täglich mindestens eine Puja. Mit der Bildgestalt der Göttin findet an jedem der neun Tage ein Rundgang um den Tempel statt. Ganz speziell wird dieses Fest in Schakti-Tempeln gefeiert, also Tempeln, die weiblichen Gottheiten geweiht sind. In jeder Wohnung wird gebetet. Geschenke werden verteilt.

 

- Vijayadaschami

Als Abschluss von Navaratri wird die 10. Nacht als "Nacht des Sieges" gefeiert.

 

Dipawali

"Lichterfest". (Oktober/November)

Das "Lichterfest" ist ein freudiges Fest, das von allen Hindus und Sikhs gefeiert wird. Mit vielen Lichtern wird der Sieg des Guten und Reinen über das Böse und die Finsternis gefeiert. Tamilische Hindus feiern Dipawali allerdings im Gegensatz zu Indern nur als Familienfest.

 

Skandasasthi Viratam

(Oktober/November)

In diesen 6 Tagen für Murugan werden Geschehnisse um diesen Gott nachvollzogen. Murugan ist der Befreier von Tyrannen. Viele Gläubige fasten. Die Feier hat 3 Höhepunkte: Am 5. Abend Suranpor, am Morgen des 6. Tages Fastenbrechen, am Abend Trikalyanam.

 

- Suranpor

Fest zu Ehren von Murugan. Die Geschichte wird im Spiel nachvollzogen: Suran war ein König, der seine Kräfte dazu missbrauchte, Terror zu verbreiten. Nach der Überlieferung wurde seine menschliche Gestalt an diesem Tag von Murugan getötet; aufgrund vorheriger Verdienste hatte er von Gott Unsterblichkeit erhalten und konnte deshalb von keinem Menschen getötet werden. Suran lebte als Vogel weiter und konnte niemandem mehr schaden.

 

- Trikalyanam

Hochzeit von Murugan mit seinen zwei Frauen.

 

Pileyar Perungkathai - Ganescha-Geschichte

Während 20 Tagen werden die Geschichten von Ganescha gelesen. Besonders der erste und der letzte Tag werden gefeiert.

Der elefantenköpfige Hindu-Gott Ganescha ist der volkstümlichste Gott. Er wird vor jeder neuen Handlung angerufen mit der Bitte, die Handlung zu segnen.

Während den 20 Tagen werden viele Geschichten um Ganescha von den Erwachsenen gelesen und den Kindern erzählt. So erfahren sie zum Beispiel, warum Ganescha einen Elefantenkopf hat und warum der eine Stosszahn abgebrochen ist. Ganescha gilt als gütig und friedensstiftend. Warum Ganescha für einmal sogar gekämpft hat, ist eine weitere Geschichte.

 

Daten 2008

Pudscha zum «englischen Neujahr»: 1. Januar ♦

Thai pongal : 15. Januar ♦ ♦ ♦

Schivaratri : 5. März ♦ ♦ ♦

Varudappirappu; Puduvarscha: 13. April ♦ ♦ ♦

Thiruvila: 18. Juli - 12. August ♦ ♦

Kodiyetam: 18. Juli ♦ ♦

Varalakschmi Viratam / Kutuvilaka Pucai: 1. August ♦ ♦

Sapparam : 9.August ♦ ♦

Ther / Rathayatra: 10. August ♦ ♦ ♦

Tirtam: 11. August ♦ ♦

Pungkâvanam: 12. August ♦ ♦

Vairavarmadai: 13. August ♦ ♦

Raksha Bandhan: 16. August ♦ ♦

Vinayakacathurti (Ganesch Chaturthi): 3. September ♦ ♦

Puraddathissani Viratam (1.): 20. September ♦ ♦

Puraddathissani Viratam (2.): 27. September ♦ ♦

Navaratri: 30. September- 8. Oktober ♦ ♦

Puraddathissani Viratam (3.): 4. Oktober ♦ ♦

Saraswati Pudscha: 8. Oktober ♦ ♦

Vijayadaschami: 9. Oktober ♦ ♦ ♦

Puraddathissani Viratam (4.): 11. Oktober ♦ ♦

Dipawali (Divali): 27. Oktober ♦ ♦

Skandasasthi Viratam: 29. Oktober - 4. November ♦ ♦

Suranpor: 3. November ♦ ♦

Trikalyanam: 4. November ♦ ♦

Pileyar Perungkathai - Ganescha-Geschichte: 13.-31. Dezember ♦ ♦

 

Gewichtung

♦ ♦ ♦ = Hoher Feiertag

♦ ♦ = Feiertag

= weiterer besonderer Tag

 

Literatur:

- Thomas Schweer, in: Religionen feiern. Feste und Feiertage religiöser Gemeinschaften in Deutschland. Hg. vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst e. V. REMID. Marburg 1997, S. 188-200. (Vergriffen.)

- Shakti M. Gupta: Festivals, Fairs and Fasts of India. Delhi 1991. (228 p.) Bildband mit z.T. ganzseitigen Farb- und SW-Fotos. Format 28.5 x 21.8cm

 

Links:

The Hindu Calendar System

 

Hindu Festivals 2008.

 

Ganesh Chaturthi, aus Wikipedia

 

Feste Indiens: Versenkt Ganesha!. Ganpati-Fest in Udaipur. (von Bernhard Peter)

 

Ganesh Chaturthi. How to celebrate the great Ganesha festival. (Subhamoy Das)

 

[int.Nr.:i22e12]

 

Aktualisiert: 6.8.2008

 

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www.inforel.ch/i22e12

 

© INFOREL, Information Religion, Postfach, 4009 Basel. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!