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Buddhismus in der Nordwestschweiz

Der Buddhismus ist eine der grossen Weltreligionen. Weltweit werden sich wahrscheinlich etwa 500 Millionen Menschen zu dieser Religion zählen. In der Schweiz ist der Buddhismus seit über 100 Jahren nachweisbar.

Buddhismus (Historisches Lexikon der Schweiz)

 

Nach der Eidgenössischen Volkszählung im Jahr 2000 wurden offiziell in der Schweiz 21‘305 Buddhistinnen und Buddhisten gezählt, davon in den Kantonen Basel-Stadt 800, Basel-Landschaft 701.

 

Wieviele Menschen sich tatsächlich heute in unserer Region zum Buddhismus bekennen, ist nur schwer abzuschätzen. Die Angaben der buddhistischen Vereinigungen helfen auch nur bedingt weiter, weil die meisten keine formelle Mitgliedschaft kennen. Nach vorsichtigen Hochrechnungen bekennen sich in der Schweiz rund 40‘000, in den beiden Basel davon etwa 5‘000 Menschen zum Buddhismus.

 

Im Gegensatz zu Christentum und Islam kennt der Buddhismus keinen Absolutheitsanspruch.

 

Dass einer am Samstag als Buddhist an einer buddhistischen Feier teilnimmt und am Sonntag in einem katholischen Kirchenchor als Katholik mitsingt, ist zwar eher eine Ausnahme, aber keine Unmöglichkeit. Deshalb sind diesbezügliche Zahlen nicht mehr als Vermutungen oder bestenfalls Hochrechnungen.

 

Verschiedene buddhistische Gruppen

Als Arbeitshypothese soll hier eine Unterscheidung in drei Gruppen von Buddhistinnen und Buddhisten vorgestellt werden.

 

1. Buddhisten durch Geburt

Gemeint sind alle jene, die in einer buddhistischen Familie aufgewachsen sind und in dieser Religion ihre Sozialisation erlebt haben. Meist stammen sie aus Asien: Thailand, Vietnam, China, Tibet, Kambodscha, Japan. Ein grosser Teil von ihnen heiratete einen Schweizer und kam so in unser Land. Viele fanden nach ihrer Flucht hier ihren vorläufigen Aufenthaltsort oder gar ihre zweite Heimat.

 

2. Buddhisten durch eigene Wahl

Der Buddhismus erfährt eine zunehmende Faszination und Anziehung auf «Zivilisationsgeschädigte» und auch auf solche, die von den grossen Kirchen enttäuscht sind. Die Zahl der Konvertiten ist unbekannt, aber sicher steigend. Im Gegensatz zu Konvertiten anderer Religionsgemeinschaften treffen wir hier nur wenige «Hundertfünfzigprozentige», die meinen, sie müssten die ganze Welt zu ihrem neuen Glauben bekehren.

Für die überwiegende Mehrheit ist die Entscheidung für den buddhistischen Dharma (oder Dhamma) etwas ganz Persönliches, das sie nicht an die Öffentlichkeit gezerrt haben möchten.

So ist es durchaus möglich, dass jemand weiterhin Kirchenmitglied und Buddhistin oder Buddhist ist. Besonders trifft dies auf Zen zu.

Ist Zen eine Meditationstechnik oder eine Religion? Wir brauchen uns hier nicht auf eine diesbezügliche Diskussion einzulassen. Für etliche namhafte römisch-katholische Persönlichkeiten ist es klar, dass sich Christentum und Zen nicht ausschliessen. So gibt es römisch-katholische Zenmeister und sogar eine Zenmeisterin!

 

Westliche Buddhistinnen und Buddhisten treffen wir in unserer Region vor allem bei den tibetisch-buddhistischen Vajrayana-Gruppen sowie den Zen-Gruppen in der Tradition von Taisen Deshimaru, der vor allem in Frankreich die Soto-Tradition lehrte.

 

3. Meditationstechnik

Zu dieser Gruppe sind alle jene zu zählen, die eine buddhistische Meditationstechnik praktizieren, ohne sich zum Buddhismus zu bekennen oder sogar diese Technik verwenden, um ihre eigene christliche Tradition besser ausüben zu können. So werden auch von der Römisch-Katholischen Kirche Zazen-Kurse angeboten. Daneben gibt es verschiedene Gelegenheiten, um diese Technik zu erlernen. Einen Spezialfall stellt die Verwendung von Zazen in der psychotherapeutischen Praxis dar.

 

Alle diese Aktivitäten vorzustellen, würde den Rahmen sprengen.

 

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Aktualisiert: 21.11.2011

 

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