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Bahá'í in der Nordwestschweiz

 

Gründungszeit

Die Geschichte der Bahá'i-Religion begann 1844 in Persien, als Mirza 'Ali Muhammad (1819-1850) mit dem Anspruch auftrat, der Vorläufer des vom Propheten Mohammed verheissenen endzeitlichen Gottesboten zu sein.

Dieser Mann nannte sich «Báb» (arabisch «Das Tor») und prophezeite, dass der neue Gottesoffenbarer ein Zeitalter der Gerechtigkeit und des Friedens als Vollendung aller früheren Sendungen einleiten und einen neuen Zyklus in der Religionsgeschichte der Menschheit begründen würde. Bald nach dem Auftreten des Báb setzten Verfolgungen ein, die zur Ermordung von ihm und von vielen seiner Anhänger führten. Er hinterliess viele Schriften, die ihre Wirkung über seinen Tod hinaus entfalteten.

Mirza Husayn 'Ali (1817-1892) war der, auf den der Báb hingewiesen hatte. Er, dem später der Ehrentitel Bahá'u'lláh («Die Herrlichkeit Gottes») zugelegt wurde, gilt für die Angehörigen der Bahá'í-Religion als Gottesoffenbarer für die nächsten tausend Jahre.

Für Bahá'í stehen alle Offenbarer auf der gleichen Stufe. Sie stehen zwischen Mensch und Gott.

Schon 1844, als der Báb seine Mission erklärte, wurde Bahá'u'lláh ein Verfechter des neuen Glaubens. Lange Jahre verbrachte er in verschiedenen Gefängnissen. 1863 bekannte er, derjenige zu sein, den der Báb angekündigt hatte. 1868 wurde er nach Akka (Israel) verbannt, wo er 1892 starb. Er gilt als der erste Offenbarer, der zum Westen direkte Kontakte pflegte. Von ihm sind viele authentische Schriften überliefert.

Sein ältester Sohn Abdu'l-Bahá, den Bahá'u'lláh zum bevollmächtigten Ausleger und Nachfolger ernannt hatte, brachte seine Botschaften und Lehren in den Westen.

Shoghi Effendi, der Urenkel Bahá'u'lláhs, wurde von Abdu'l-Bahá testamentarisch zum Hüter des Bahá'i-Glaubens und autorisierten Ausleger der Bahá'i-Schriften ernannt. Er leitete die Bahá'i-Gemeinschaft bis zu seinem Tod 1957.

Seit 1963 steht das «Universale Haus der Gerechtigkeit» an der Spitze dieser Religionsgemeinschaft.

 

Bahá'i in der Schweiz

Schon anfangs des 20. Jahrhunderts waren die ersten Bahá'í in der Schweiz. 1933 wurde ein internationales Bahá'í-Büro in Genf eröffnet. 1953 gründeten die Bahá'i von der Schweiz und Italien einen gemeinsamen Nationalen Geistigen Rat. 1962 wurde der Nationale Geistige Rat der Bahá’í gegründet. Sein Sitz ist auch heute noch in Bern.

 

Anfangs der fünfziger Jahre liessen sich Bahá‘í in Basel nieder. 1957 gründeten sie den ersten Lokalen Geistigen Rat.

 

Da einige Bahá’í in Reinach Wohnsitz nahmen, bildete sich nach 1975 eine Gruppe. 1978 wurde der erste lokale Geistige Rat gebildet.

Es ist die einzige Bahá’í-Gemeinde von Basel-Land, deshalb ist ihr Einzugsgebiet relativ gross. Ausserdem gibt es noch Bahá’í-Gruppen, die aber nicht den Status einer Gemeinde haben, weil sie weniger als 9 Mitglieder haben.

 

[int.Nr.:i245e02]

 

Aktualisiert: 8.5.2007

 

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