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Gastfreundschaft in der Bahá'í-Religion

 

Gastfreundschaft bedeutet zwei Dinge: Die Menschen bei sich freundlich empfangen und aufnehmen und ausserdem ist Gastfreundschaft ein Akt der Nächstenliebe, der darin besteht, Arme, Reisende usw. unentgeltlich aufzunehmen, zu beherbergen und zu nähren.

 

Der Bahá'í-Glaube, der in seinem Wesen eine Religion des Friedens, der Solidarität und der Einheit auf der Ebene der ganzen Erde ist, empfiehlt die Gastfreundschaft in beiden Bedeutungen. Bezüglich den zweiten Begriff, ist vorgesehen, im Bereich der Häuser der Andacht, von denen in acht Ländern eines errichtet ist, ein Gebäude der Aufnahme der Reisenden und vielleicht auch von Personen, die Schutz und ein Obdach benötigen, zu weihen.

 

Im Leben der Bahá'í-Familien nimmt die Gastfreundschaft eine bemerkenswerte Stelle ein. Auf der Ebene des Heimes sollte das Ehepaar eine wirkliche gegenseitige Liebe und gleichzeitig Wohlwollen und Liebe gegenüber den Gästen zeigen.

 

In Seiner Beschreibung des Bahá'í-Heimes sagt 'Abdu'l-Bahá, eine der Zentralfiguren des Glaubens, folgendes: „Mein Heim ist ein Hafen des Friedens, ein Ort der Freude und der Wonne. Jeder der in diese Wohnung eintritt, muss sie mit einem freudigen Herzen wieder verlassen. Es ist eine Wohnung des Lichts, jeder der eintritt, muss erleuchtet werden“ (Star of the West, Bd. 20, Nr. 2, S. 52)

Dieses Heim muss auch „ein Mittelpunkt der Ausstrahlung des Lichtes der göttlichen Führung, der Verbreitung des Wortes Gottes und der fortwährenden Entzündung der Gläubigen durch das Feuer der Liebe“ werden. (La vie familiale, S. 10)

 

Das Bahá'í-Gemeindeleben ist auf den Festen gegründet, die alle 19 Tage gefeiert werden. An jedem Fest bietet eine Bahá'í-Familie die Gastfreundschaft an oder stellt einen angemessenen Empfang der Gemeindemitglieder in einem Geist aufrichtiger Herzlichkeit sicher. Shoghi Effendi, der Hüter des Glaubens, beschreibt auch die Beziehungen der Gemeindemitglieder: „Die Einzelnen, ihre wechselseitigen Beziehungen, sind von Liebe, Einheit, Vergebung und einem sündenbedeckenden Auge geleitet.“ (Vivre la vie, S. 24) Und 'Abdu'l-Bahá sagt an anderer Stelle: „… wovon derjenige inspiriert ist, dessen teuerster Wunsch ist, für die Bereicherung und die Erleuchtung der Welt zu handeln.“ (Excellence en toute choses, S. 9) In der Tat, der Menschheit zu dienen ist die Eigenschaft, welche die Bahá'í-Schriften an die oberste Stelle der menschlichen Tugenden stellen.

 

Dr. Shapour Rassekh, 2.2.06

 

ZU GAST BEI BAHÁ‘Í

Bahá'í bieten auch Aussenstehenden viele Gelegenheiten, um Gast zu sein. Sei dies an einem Fest wie zum Beispiel Newruz oder an einem anderen Anlass.

Die Kontaktpersonen der lokalen Bahá'í-Gemeinden sind die richtigen Ansprechpersonen.

Bahá‘í-Gemeinde Basel

Bahá‘í-Gemeinde Reinach

 

[int.Nr.:i245e1002]

 

Aktualisiert: 28.9.2006

 

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