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Föderation der Alevitischen Gemeinden in der Schweiz (FAGS)
Dachorganisation von 10 alevitischen Gemeinden in der Schweiz.
KontaktFöderation der alevitischen Gemeinden in der Schweiz ( F.A.G.S ), Grabenstrasse 1, 8952 Schlieren. Telefon 043 321 82 60. Fax 043 321 82 62. Mail: info@iabf.ch
GeschichteSelbstdarstellung: «Wir sind vom türkischen Staat noch nicht offiziell als Glaubensgemeinschaft anerkannte, seit ca.1400 Jahren verfolgte und diskriminierte Menschen. In der Türkei leben über 23 Mio. Menschen türkischer, turkmenischer, kurdischer und arabischer Herkunft, die sich als Aleviten bezeichnen. In der Schweiz schätzt man deren Zahl bei 30'000. Das Alevitentum in Anatolien formte sich zwischen 10. und 16. Jahrhundert. Da die Aleviten in Anatolien der vorislamischen Kultur weitgehend verbunden blieben und die geschichtliche sowie religiöse Entwicklung ihres Landes massgeblich beeinflussten, unterscheiden sie sich sowohl von orthodox-islamischen Sunniten als auch von iranischen Schiiten. Ein Gegensatz sowohl zur sunnitischen als auch zur schiitischen Orthodoxie besteht darin, dass die anatolischen Aleviten die Scharia, das islamische Rechtssystem für religiöse und weltliche Angelegenheit, nicht als das Wort Gottes akzeptieren. Auffallend ist vor allem die grundsätzliche Ablehnung der Gewalt, die Gleichstellung von Frauen und Männern in jeder Lebenslage (auch während des Gebets). Die Gleichberechtigung aller, welche einen zentralen Punkt in der alevitischen Lehre darstellt, wurde unter anderem auch als Grund der unmenschlichen Behandlungen und Beleidigungen seitens der orthodox-islamischen Sunniten gezeigt. Die Aleviten achten und tolerieren alle Religionen / Konfessionen / Glaubensrichtungen, machen keine diskriminierenden Unterschiede wegen Sprache / Rasse / Farbe / Geschlecht. Autor : Ali Koca»
Lehre und ZieleSelbstdarstellung: «Die Ziele der FAGS (IABF)
Die Föderation der Aleviten Gemeinden in der Schweiz als Dachorganisation für die in der Schweiz lebenden Aleviten, nimmt ihre Kraft aus der alevitisch-bektaschitischen Lehre und vertritt deren Grundanschauung. Das primäre Ziel der IABF ist der Schutz, die Weiterentwicklung und die kulturelle Eigenständigkeit der religiösen sowie philosophischen Werte der in der Schweiz lebenden Aleviten. Durch die Föderation der Aleviten Gemeinden festgelegten Ziele: - Schutz, Weiterentwicklung und kulturelle Eigenständigkeit der religiösen und philosophischen Werte der in der Schweiz lebenden Aleviten und gleichzeitig die Schaffung eines harmonisches Zusammenspiels mit allen anderen Bevölkerungsgruppen, - Einsatz für die sozialen und kulturellen Belange der Aleviten, - Einsatz für eine von der Verfassung garantierten freien Ausübung des Alevitischen Glaubens, - Bewahrung des Gedenkens an Persönlichkeiten wie Pirler, Ozan (Volkssänger), - Beseitigung jeder Form der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Rasse, Religion, Sprache oder Geschlecht, - Schutz von Minderheiten durch Schaffung einer besseren rechtlichen Stellung »
Organisation, FinanzenDie «Föderation der Alevitischen Gemeinden in der Schweiz (FAGS)» ist der Dachverband von zur Zeit 10 Mitgliedervereinen und hat demokratische Strukturen. Die Statutenbestimmen alles Nähere.
Die FAGS ist gebunden an die Dachorganisation Alevi Birlikleri Konfederasyonu, die «Föderation der Aleviten-Gemeinden in Europa»mit Sitz in Köln.
Mitgliedervereine: Alevitischer Kulturverein in Aargau Alevitisches Kulturzentrum in Basel Alevitisches Kulturzentrum Bern Alevitisch-Bektasischen Kulturverein in Fribourg Centre Culturel des Alevis Anatolien de Lausanne Alevitisch-Bektasischen Vereinigung Lugano Anatolisch Alevitisches Kulturzentrum Luzern Alevitisches Kulturzentrum Ostschweiz Anatolisch - Alevitisches Kulturzentrum Winterthur Anatolisch-Alevitisches Kulturzentrum in Zürich
[int.Nr.: i2884]
Aktualisiert: 23.10.2009
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