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4/2016, Das Christentum-Projekt ist abgeschlossen!

 

Nach Beendigung des Projekts «Christentum in Basel-Stadt und Basel-Landschaft» sind nun neu die 34 Römisch-Katholischen Pfarreien Basel-Landschaft auf inforel.ch erfasst und beschrieben. Im Folgenden eine kurze Darstellung der Rechercheergebnisse.

 

Obwohl säkulare Institutionen viele der kirchlichen Funktionen - Bildung, Seelsorge und Gemeinschaft - ersetzt haben, sind die Pfarrgemeinden dennoch aktiv und gefragt in diesen Bereichen.

 

Allen beschriebenen Pfarreien liegt das Bestreben zugrunde, sich karitativ zu engagieren, Menschen sozial einzubinden und den Dialog auf verschiedenen Ebenen zu fördern. Trotz ähnlich hoher und stabiler Mitgliedszahlen, unterscheiden sich die Pfarrgemeinden in ihrem Angebotsumfang und ihren Aktivitätsschwerpunkten.

So wird der Dienst am Menschen in den einzelnen Pfarreien unterschiedlich umgesetzt.

Neben dem regulären Religionsunterricht, den Kommunion- und Firmgruppen, bieten einige Pfarreien ein umfangreiches Programm für Kinder und Jugendliche an.

Von Krabbelgruppen und Spielnachmittagen, über Kinder- und Familiengottesdienste, Teens-Treffs, bis hinzu Ferienlagern. Das Angebot für Erwachsene ist ebenso breit an Aktivitäten, für verschiedene Zielgruppen. Frauen- und Männergruppen werden in Eigenregie gegründet und sind für ihr Programm selbst verantwortlich. Die Frauenvereine sind dabei zahlreicher vertreten. Einige Pfarreien verfügen über mehrere Frauengruppen, die sich unterschiedlichen Themen widmen. Die Vereine treffen sich zu kulturellem und geselligem Programm, genauso wie zum Austausch über den Glauben, zur Mithilfe im Gottesdienst oder zur Organisation sozialer Projekte. Analog ist das Programm für SeniorInnen. Sozialdiakonische Arbeit wird von allen Pfarreien geleistet. Die meisten unterstützen direkt vor Ort Bedürftige, beispielsweise über einen kostengünstigen Mittagstisch, als Anlaufstelle für in Not geratene Menschen und bieten finanzielle und seelische Unterstützung. Darüber hinaus arbeiten einige Gemeinden mit lokalen, gemeinnützigen Institutionen zusammen. Andere wiederum unterstützen Dritte-Welt-Projekte. Viel von dieser Arbeit wird von Freiwilligen unentgeltlich geleistet. Zusammen sammeln sie Sach- und Geldspenden, nähen, stricken, backen oder verkaufen selbst gefertigte Produkte, deren Erlös Hilfsprojekten zukommt.

 

Herauszuheben sei schliesslich auch die ökumenische Zusammenarbeit der einzelnen Pfarreien. Trotz der herrschenden Uneinigkeit zwischen der Römisch-Katholischen Kirche und ihren Schwesterreligionen über das Kirchenverständnis und vielen weiteren Einzelfragen, wird eine rege Zusammenarbeit gepflegt. Fast ausnahmslos vernetzen sich die Gemeinden mit den lokalen evangelisch-reformierten Kirchen, der christkatholischen Kirche und vereinzelt sogar mit Freikirchen.

Der Zusammenschluss findet auf verschiedenen Ebenen statt. Neben gemeinsamen Anlässen und regelmässigen ökumenischen Gottesdiensten, gibt es je nach Pfarrei ökumenische Kinder-, Jugend-, Männer-, Frauen-, und Senioren- Treffs, ökumenische Kinderchöre und ökumenische Liturgiegruppen.

 

Im Gegensatz zur bestehenden Kritik um die Römisch-Katholische Kirche, beleuchten diese Recherchen eine Seite, die oft unterzugehen droht: Wie sich die einzelnen Gemeinden darum bemühen, ihre ethischen Grundsätze praktisch umzusetzen:

«Wenn die Welt in Bequemlichkeit und Egoismus schläft, müssen die von Christus Ausgesandten ihr helfen aufzuwachen.» Papst Franziskus (8.1.2016)


[int.Nr.:i1271e5001433]

Aktualisiert: 27.01.2017

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