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Türkisch Islamischer Sozial und Kultur Verein beider Basel / Fetih Moschee

Türkische Muslime treffen sich zu den islamischen Gebeten und zu Sozialkontakten.

 

Kontakt

Türkisch Islamischer Sozial und Kultur Verein beider Basel (Dreispitz)

Leimgrubenweg 6, 4053 Basel.

Tel./Fax. 061 331 49 98

Mail 1: fetih1@hotmail.com

Mail 2: Fetih@bmk-online.ch

 

www.baselfetihcamii.com (Nur in türkischer Sprache)

 

Geschichte

Anfang der 70er Jahre begannen sich Muslime regelmässig für das gemeinsame Freitagsgebet zu versammeln. 1974 wurde der Verein, als einer der ersten türkisch-muslimischen Vereine Basels, offiziell gegründet. Im Zentrum standen dabei die Gebete, der Unterricht für Kinder sowie die Pflege von Kultur und Religion.

1975 erhielt der Verein Räume für den Ramadan in einer Kirche in Frenkendorf. Zuerst in Pratteln und später in Muttenz konnten erste eigene Räume gemietet werden.

1986 zog der Verein in die Räumlichkeiten am Leimgrubenweg 6.

Aufgrund eines Brandes diente ein Lokal an der Lyonstrasse als vorübergehendes Provisorium. Seit 1993 ist die Fetih Moschee offiziell im jetzigen Lokal eingerichtet.

Ab 1978 haben sich einige Gruppen vom Verein losgelöst. Eine Gruppe bezog ein eigenes Lokal in Allschwil, eine andere ein Lokal an der Nauenstrasse in Basel.

1998 gründete eine Gruppe den «Basel Türk Kültür Dernegi / Türkischer Kultur Verein / Mevlana Cami».

 

150-180 Personen (ca. 80 Frauen) sind aktive Mitglieder des Vereins.

Zusätzlich registriert der Verein viele Passivmitglieder, da die Moschee allen Interessierten offen steht.

Insbesondere zu den Freitagsgebeten aber auch sonntags ist der Gebetsraum überfüllt. Ungefähr 100 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 15 Jahren sind zudem im Verein aktiv.

 

Lehre und Ziele

Die Mitglieder sind grösstenteils Sunniten und parteipolitisch neutral.

Die Fetih Moschee arbeitet mit der Basler Muslim Kommission (BMK) und bei Bedarf mit anderen muslimischen Organisationen zusammen.

Wo sinnvoll, wird auch mit Amtsstellen und anderen nicht-muslimischen Organisationen zusammengearbeitet.

Aktive machen zudem beim Interreligiösen Forum Basel (IRF) mit und gewähren Gastrecht für Zusammenkünfte.

 

Organisation, Finanzen

Der Türkisch Islamische Sozial und Kultur Verein beider Basel ist ein Verein nach ZGB mit den üblichen Strukturen.

Ein Imam ist vollamtlich im Verein tätig. Dienstag ist sein freier Tag.

Es gibt sowohl Aktiv- als auch Passivmitglieder und Gönner. Jeder Muslim gilt als Ehrenmitglied.

 

Die Mitgliedschaft steht allen offen. Wer Mitglied werden möchte, kann ein entsprechendes Antragsformular ausfüllen, das beim Anschlagbrett im Aufenthaltsraum aufliegt. Dieses wird danach durch den Vorstand geprüft.

Der Mitgliederbeitrag beträgt monatlich mind. 40 CHF, für Frauen 10 CHF.

Im Aufenthaltsraum steht zudem eine Kasse für spontane, individuelle Spenden bereit.

Das Geld wird mit offener Jahresrechnung zentral verwaltet.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Die Fetih Moschee ist bereits seit vielen Jahren in einem Lokal am Leimgrubenweg 6 (Dreispitz) eingerichtet, das der Verein 2010 kaufte. Die Räume sind auf zwei Stockwerke verteilt.

Der Eingang der Frauen befindet sich an der Postadresse und führt direkt zu den Frauenräumen im 1. Stock (via Treppe und Lift). Dort befindet sich ein eigener Gebetsraum und ein kleiner Aufenthaltsraum mit Küche.

Im Erdgeschoss ist ein ca. 320 m2 grosser Aufenthaltsraum (Cafeteria) für Männer eingerichtet, der Platz für ungefähr 120 Personen bietet. In diesem Raum befinden sich neben Tischen und Stühlen, eine grosse Küche, TV und eine Bibliothek. Insbesondere Freitags wird dort gekocht. Ebenfalls im Erdgeschoss gibt es ein Büro und Sitzungszimmer für die Verwaltung und den Vorstand, sowie ein Schulungs- und Jugendraum, der mit mehreren Computern ausgestattet ist und insbesondere von den Jugendlichen genutzt wird um u.a. Playstation, Tischfussball oder Tischtennis zu spielen.

Der Eingang für Männer befindet sich auf der linken Seite des Gebäudes. Im Eingangsbereich ist der Waschraum für Männer sowie ein Coiffeursalon eingerichtet. Die Treppe in das Obergschoss führt direkt in den grossen Gebetsraum mit kleinem Büro für den Imam.

Die Fetih Moschee ist für die fünf täglichen Gebete geöffnet. Sonntags dient die Moschee als Treffpunkt für alle.

Während dem Fastenmonat Ramadan trifft man sich jeden Abend zum gemeinsamen «Iftar» (Fastenbrechen, essen) und «Taravih» (spezielles Ramadangebet).

 

- Jugendabteilung

Koranschule für Kinder findet an allen Wochentagen, insbesondere aber am Sonntag statt. Zudem wird den Schülern Nachhilfeunterricht durch ehrenamtliche Lehrer angeboten. In der Freizeit treffen sich die Kinder und Jugendlichen auch zu gemeinsamen Sportaktivitäten oder zum Theater spielen.

Jugendliche ab 16 Jahren haben die Möglichkeit, gemeinsam mit älteren Vereinsmitgliedern an der jährlich durchgeführten Hajj (Reise nach Umra) teilzunehmen.

 

- Frauenorganisation

Die Frauen sind besonders aktiv und nehmen, gemäss des Präsidenten, «eine sehr wichtige Rolle» im Verein ein, weil sie auch die Männer «zum Mitmachen auffordern». So organisieren sie beispielsweise Wohltätigkeitsbazars und verkaufen u.a. kulinarische Spezialitäten, Kleider und Bücher.

Während den Gebetszeiten am Freitag veranstalten sie Nähkurse.

Jeden Samstag von 11-15 Uhr sind alle Räume der Moschee für die Frauen reserviert, die sie in erster Linie für den Religionsunterricht nutzen.

Je nach Bedarf werden Deutschkurse für Frauen angeboten.

 

Gelegentlich werden zum Teil in extern gemieteten Räumen Kurse und Seminare zu Themen wie Integration, Drogenfragen, Sprache und Erziehung organisiert.

Über Krankheit und Todesfall wird einerseits an der Anschlagtafel im Aufenthaltsraum andererseits während den Gebetszeiten durch den Hodscha informiert.

Jegliche Form der Unterstützung wie auch Krankheitsbesuche finden durch andere Mitglieder auf freiwilliger Basis statt.

Des Weiteren werden gezielte vom Vorstand abgesegnete Spendenaufrufe zum Beispiel für von Erdbeben, Krieg oder anderen Katastrophen betroffene Regionen gemacht.

Der Imam ist für die religiöse Betreuung, Seelsorge und den Religionsunterricht zuständig.

Es gibt eine Bibliothek, die noch vergrössert werden soll, wie auch einen Buchverkauf.

 

Die Moschee steht Besuchenden offen und bietet Führungen beispielsweise für Schulklasse und Vereine an.

Einladungen zu Seminaren oder anderen Anlässen werden als Briefe oder Flyer verschickt und auf der eigenen Webseite sowie auf dem Facebook-Account publiziert.

Informationen zu Veranstaltungen werden auch auf der BMK-Homepage veröffentlicht, welche die Daten mit den Anlässen anderer muslimischer Vereine koordiniert.

 

Literatur, Zeitschrift

Im Aufenthaltsraum liegen verschiedene Broschüren zu Fragen über Religion und Problemen auf, sowohl in türkischer wie auch in deutscher Sprache.

Die Zeitschrift «Diyanet» wird monatlich gemeinsam mit «Türk Diyanet Vakfi» in der Türkei herausgegeben und u.a. im Aufenthaltsraum ausgelegt.

 

Weitere Links

(Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehmen wir keinerlei Verantwortung!)

 

Diyanet

Offizielle Homepage des türkischen Religionsministeriums Diyanet in der Schweiz und der Türkisch-Islamischen Stiftung für die Schweiz

 

[int.Nr.: i1013]

 

Aktualisiert: 14.5.2013

 

Für einen direkten Link auf diese Seite genügen diese Angaben:

www.inforel.ch/i1013.html

 

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