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Gemeinde für Christus, Evangelischer Brüderverein
KontaktGemeinde für Christus, Wydibühlstrasse 22, 3671 Herbligen. Sekretariat GfC - Wasem Agnès Telefon 031 770 71 11 Mail: sekretariat.wydibuehl(at)gfc.ch
GeschichteDie Entstehung des Evangelischen Brüdervereins geht auf das Bekehrungserlebnis eines Mannes Ende des letzten Jahrhunderts zurück. Im Jahre 1899 fasste Fritz Berger den Entschluss, von nun an der Bibel zu glauben, d.h. zu tun und zu lassen, was geschrieben steht. So tat er für sein sündiges Leben aufrichtig Busse, bekehrte sich zu Gott und erkannte etwas später die volle Erlösung und Vergebung seiner Sünden durch Christus. Seit 1900 war Fritz Berger Mitglied der Evangelischen Gesellschaft in Bern. Doch gab es dort zur Frage des Heils durch Jesus Christus verschiedene Auffassungen und so kam es zu einer Abtrennungsbewegung. 1908 wurde Fritz Berger aus der evangelischen Gesellschaft ausgeschlossen.
Von 1907 bis 1909 war Fritz Berger für das Blaue Kreuz tätig, doch kam es zu Differenzen, da Fritz Berger grossen Wert auf die Bekehrung und die Wiedergeburt legte und sich gegen das Rauchen etc. wendete. In der Folge trat der Blaukreuzverein Dürrgraben aus dem kantonalen Verband aus und eine Gruppe gleich gesinnter Brüder gründete am 4. Juli 1909 das «Freie Blaue Kreuz».
1914 entstand dann ein Verein mit Statuten, der sich neu den Namen «Evangelischer Brüderverein» gab. Die Gemeinde in Basel besteht seit 1923. Die Gemeinde Diegten wurde Anfangs der 80er Jahre aufgelöst. Heute gehört sie zu Thürnen. Seit 1926 fanden in Ziefen regelmässige Gottesdienste bez. Bibelkreise statt. Die kleine Gruppe traf sich mehrmals jährlich. Die Mitglieder der Gruppe besuchen die Gottesdienste in Thürnen.
1967 spaltete sich ein Teil der Gemeindeglieder ab und gründete die «Freie Missionsgemeinde».
Die Freikirche hat am 4. Juli 2009 anlässlich der 100-Jahrfeier den Namen von Evangelischer Brüderverein (EBV) in Gemeinde für Christus (GfC) geändert.
Es gibt keine Mitgliederstatistik. Siehe auch bei den Gemeinden!
Lehre und ZieleDer Gemeinde geht es um die Verbreitung des vollen Evangeliums Jesu Christi auf Grund der Heiligen Schrift, die Förderung des Reiches Gottes auf der Erde und die Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs. Während der unerlöste Mensch unvermeidlich sündigen muss, kann der erlöste Mensch durch den Glauben an den Sieg Jesu Christi der Versuchung widerstehen. Bleibt er aber nicht mit Christus in Verbindung, kann er wieder in die Sünde zurückfallen. Der Mensch wird nur aus der Gnade und durch die Gabe Gottes errettet und nicht aus Verdienst seiner Werke. Abgelehnt wird die moderne, dialektische Theologie und die zersetzende Bibelkritik.
Konservative Einstellungen, was die Stellung der Frau angeht: Selbstdarstellung: «Mann und Frau sind gleichwertig in der Stellung aber verschiedenartig in den Aufgaben und Pflichten. Die relevanten Bibelstellen werden schöpfungsbedingt und zeitlos ausgelegt. Die Frauen betätigen sich deshalb nicht im allgemeinen Predigtdienst, aber in der Frauen- und Kinderarbeit, Seelsorge und im diakonischen Bereich. Was Formen der Kleidung anbetrifft, gilt die biblische Ordnung, dass man sich in Eigenverantwortung unauffällig und schlicht kleidet. Für den Gottesdienstbesuch kleiden sich die Frauen in Jupe oder Rock. Bezüglich der Haare wird 1. Kor. 11,14-15 gelehrt (lange Haare für Frauen, nicht lang für Männer). Abzulehnen sind Beziehungen ausserhalb der Ehe.»
Es besteht keine ökumenische Zusammenarbeit und keine eigentliche Mitarbeit in der evangelischen Allianz, aber Kontakte. «Hingegen ist für uns die wirkliche Allianz, welche unter dem Kreuz Christi zu finden ist, d.h. die innige Gemeinschaft mit wiedergeborenen Menschen, immer ein erquickendes Erlebnis.»
Organisation, FinanzenJuristisch ist die «Gemeinde für Christus» gesamtschweizerisch als Verein organisiert. Es gibt ein Komitee, bestehend aus Präsident, Vizepräsident, Kassier, Sekretär und bis zu neun Beisitzern. Dieses ist zuständig für die Planung und Durchführung der vereinsinternen Angelegenheiten und die Aussenarbeit. Der Brüderrat (oberstes Organ) aus Ältesten, Evangelisten und Missionaren trifft sich zweimal im Jahr. Der Lehrkörper besteht nur aus Brüdern. Die Ortsgemeinden werden von einem Ältestenteam oder -rat geleitet. «Mitglied ist, wer aus Gott geboren ist und sich zur «Gemeinde für Christus» hält.»
Erwachsenen-Wassertaufe, ja! Kleinkinder-Wassertaufe, nein! Die Kinder werden in ihren ersten Lebenswochen eingesegnet.
Finanziert wird die «Gemeinde für Christus» durch freiwillige Spenden und Kollekten. Empfohlen wird der biblische Zehnten. Es gibt eine Jahresrechnung des gesamtschweizerischen Vereins. Finanziert werden auch eigene Missionen.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der ÖffentlichkeitSiehe die einzelnen Gemeinden! Zu den weiteren Angeboten der «Gemeinden für Christus» in der ganzen Schweiz gehören auch Erholungs-, Ferien- und Altersheime, Unterweisungs- und Bibelkurse zum Gemeindeaufbau, Freizeiten. Gegenseitige Hilfe innerhalb der Gemeinde. Gesamtschweizerisch gibt es zudem mehrere Altersheime. → «Fürsorge für unsere Betagten und Gebrechlichen» Die Evangelisten sowie Älteste und Verkündiger der Gemeinde sind für die Seelsorge zuständig. Die kleine Bibliothek im Vereinshaus ist für jedermann offen. → auch: Christlicher Bücherladen Steffisburg Eingeladen wird im Kirchenzettel, mit öffentlichen Ständen, Traktaten (Schriftenmission in Biel) und Inseraten für Evangelisationsveranstaltungen. Die grösste Mission der «Gemeinde für Christus» befindet sich seit 1954 in Papua-Neuguinea, kleinere Missionen gibt es auch in Australien, England, Österreich und Kanada. Daneben bestehen auch eine Zeltmission und interkulturelle Kontakte.
Literatur, ZeitschriftAndachtenbücher: 'Vom Heil in Christus' (von Fritz Berger) 'Sein Wort - mein Leben' (von Joel Prêtre) Missionsbuch: 'Eine offene Tür in Papua Neuguinea' Weitere Bücher: 'Die Rechtfertigung des Lebens' und 'Von Gott geliebt' (von Ernst Käser) «Unterwegs mit Christus - Rückblick 100 Jahre Evangelischer Brüderverein» Katechismus, Gemeindeliederbuch 'Singet fröhlich Gott'
Monatliche Zeitschriften: Friedensbotschaft (deutsch) Message de Paix (französisch) Messaggio di Pace (italienisch) Mensaje de Paz (spanisch) Kinderzeitschriften INFO MISSION (deutsch und französisch)
[int.Nr.: i1026]
Aktualisiert: 9.9.2009
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