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Moschee Kommission Basel / Kasernen Moschee

Muslime verschiedener Nationalitäten treffen sich zu den islamischen Gebeten und zu Sozialkontakten.

 

Kontakt

Moschee Kommission Basel

Klybeckstrasse 1b, 4057 Basel

Tel. 061 681 06 55 / 076 437 98 82 (Imam: Muhammed Hoca)

Mail: m.k.basel@hotmail.com

 

Geschichte

Die Kaserne Moschee zählt zu den ältesten Moscheen Basels und trägt deshalb auch den Übernamen «Grossvater der Moscheen». Der Verein wurde 1974 gegründet und befindet sich seit dieser Zeit in denselben Räumlichkeiten. Davor hatten sich 5-6 Freundeskreise aus überwiegend türkischen Muslimen zusammengeschlossen und kleine Lokale in Binningen und bei der GGG gemietet. Als die Mitgliederzahlen zunahmen und die Räumlichkeiten zu klein wurden, stellte der Kanton Basel-Stadt auf Anfrage einen Estrich im Kasernenareal zur Verfügung, der damals eigenhändig von den Mitgliedern umgebaut wurde. Heute gilt die Kaserne Moschee als «Vorzeigemoschee» für interessierte Besucher, wie u.a. für Schüler und Studierende.

Die Moschee muss auf 2015 ein neues Domizil suchen, weil die Kaserne renoviert und umgebaut wird und dann für die Moschee kein Platz mehr ist.

Sanierung oberer Rossstall – Verlegung Moschee

 

Die Trägerschaft des Vereins bilden ca. 70 aktive Mitglieder. Ungefähr 100 Personen sind zwar als Mitglieder registriert, bezahlen jedoch keine regelmässigen Mitgliederbeiträge. Etwa 50% der Mitglieder sind türkischer Herkunft. Zu den Freitagsgebeten sind meist um die 300 Besucher verschiedenster Nationalitäten anwesend, was die Platzkapazitäten oft an ihre Grenzen bringt.

 

Lehre und Ziele

Die Mitglieder sind vorwiegend hanafitische Sunniten. Die Zugehörigkeit zu einer Rechtsschule oder Nationalität ist jedoch unbedeutend, da der Verein allen Muslimen und Besuchenden offen steht und grossen Wert auf politische Neutralität legt.

Die Moschee Kommission Basel ist zusammen mit drei weiteren Schweizer Moscheen Mitglied der Föderation Islamischer Vereine der Schweiz. Zudem ist der Verein Mitglied der IG Kaserne, die das gesamte Kasernenareal verwaltet sowie der Basler Muslim Kommission (BMK).

Neben der Zusammenarbeit mit anderen muslimischen Vereinen (z.B. gemeinsames Fastenbrechen), beteiligt sich die Moschee Kommission Basel aktiv an interreligiösen Veranstaltungen, die unter anderem vom Zelt Abrahams oder von der Fokolar-Bewegung organisiert werden. Darüber hinaus pflegen sie regelmässigen Kontakt zu Kirchgemeinden in Kleinhünigen. Die Vereinsmitglieder sind sehr interessiert daran, andere Religionen und religiöse Gemeinschaften kennen zu lernen.

Gleichzeitig sind Nicht-Muslime zum Besuch der Moschee und zu Gesprächen willkommen. Der Einladung leisteten in den vergangenen Jahren unzählige Schulklassen Folge. Nach vorheriger Anmeldung steht die Moschee allen Interessierten offen.

 

Organisation, Finanzen

Die Moschee Kommission Basel ist als Verein nach ZGB mit den üblichen Strukturen organisiert. Bei Abwesenheit des Imam übernehmen Freiwillige und Besucher mit einer Ausbildung zum Imam stellvertretend diese Funktion, insbesondere bei den Gebeten. Die Frauen organisieren sich selbständig.

Die Mitgliedschaft steht jedem offen und kann mittels Anmeldeformular beantragt werden.

Mitglieder der Verwaltung sowie Aktivmitglieder bezahlen einen monatlichen Beitrag von 50 CHF. Für Passivmitglieder ist kein fixer Beitrag festgelegt. Es gilt ein Richtwert von mindestens 10 CHF im Monat. Von Besuchern werden zum Teil freiwillige Beiträge geleistet, wie unter anderem der Verkauf von Getränken und Artikeln.

Das Geld wird zentral verwaltet und die offene Jahresrechnung präsentiert.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Die Moschee ist über den ehemaligen Ställen der alten Sanitätskaserne von Basel eingerichtet und umfasst einen grossen Gebetsraum mit einer Galerie für die Frauen, ein Büro für den Imam, eine kleine Bibliothek mit Buchverkauf, einen Waschraum, einen Raum mit Waschmaschine, Tumbler und Kochgelegenheit, einen Coiffeursalon, eine kleine Cafeteria sowie einen kleinen Aufenthaltsraum mit Kaffeemaschine. Im Gang hängt ein Anschlagbrett mit aktuellen Informationen sowie eine Spendenkasse.

 

Der Eingang der Moschee wird über eine Wendeltreppe im Kasernenareal erreicht. Der Zugang und die Räumlichkeiten sind weder rollstuhlgängig gebaut, noch erfüllen sie die nötigen Brandschutzvorschriften. Ausserdem mangelt es aufgrund des hohen Besucherandrangs an Platz. Die Moschee sucht deshalb dringend ein neues, grösseres Lokal im Quartier zum Kauf, möglichst im Kasernenareal. Der Kanton Basel-Stadt hat dem Verein zugesichert, dass sie ab 2014 in neue Räumlichkeiten umziehen können.

 

Für Feste, wie Kermes, Bairam, Ramadan oder das Opferfest, wo zwischen 700 und 1000 Gäste erwartet werden, mietet die Moschee Kommission Basel auch externe Räume oder einen Festsaal.

Die Moschee ist für die fünf täglichen Gebete geöffnet, wobei die meisten Besucher zum Freitagsgebet und am Sonntag anwesend sind. Aber auch unter der Woche finden häufig spontane Treffen in der Moschee statt.

 

Während dem Ramadan bietet die Moschee zum Fastenbrechen täglich Essen an, welches durch die Mitgliederbeiträge finanziert wird. Es nehmen meist zwischen 70 und 100 Muslime daran teil.

 

Gelegentlich organisiert der Verein unter anderem Ski- und Wanderlager oder Reisen in die Türkei.

 

Aufgrund mangelnder Platzverhältnisse findet der Religionsunterricht und jegliches Angebot für Kinder und Jugendliche sowie die Treffen der Frauen in externen Räumlichkeiten statt. Hierfür wurden Räume an der Sempacherstrasse 17 gemietet und das Sevgi Bildungszentrum gegründet.

Mit Ausnahme von kleineren Spenden, kann der Verein keine finanzielle Hilfe anbieten, da die Mitgliederbeiträge zu gering sind. Viele Moscheebesucher sind Mitglied der Sterbekasse (der Beitrag beträgt lediglich 17 CHF im Jahr), die den Leichentransport in die Heimat finanziert.

Während des Freitagsgebetes wird gelegentlich Geld für bestimmte Zwecke gesammelt, wie beispielsweise Spenden für Somalia oder andere Krisengebiete; dies ist unabhängig von der Religion eines Landes.

Der Imam oder andere erfahrene Männer sind für die Seelsorge zuständig. Kranke Personen werden zu Hause besucht.

 

Literatur, Zeitschrift

Die Moschee Kommission Basel plant ein eigenes Buchprojekt. Voraussichtlich 2014 soll ein Schulbuch über den Koran und die islamische Kultur publiziert werden.

 

Weitere Links

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Föderation Islamischer Gemeinschaften (leider nur in türkischer Sprache)


[int.Nr.:i1055]

Aktualisiert: 14.04.2014

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