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Freimaurer

 

Freimaurerei «ist weder Religion noch Konfession und auch kein religiöser Orden». Deshalb lehnen es Freimaurer ab, mit Religionsgemeinschaften zusammen aufgeführt zu werden.

In ihren Tempeln liegt ein heiliges Buch, in unserer Region eine Bibel. In den Grundsätzen der Schweizerischen Grossloge Alpina schreiben sie:

«Der Freimaurerbund arbeitet zu Ehren des allmächtigen Baumeisters aller Welten (vergleichbar mit dem in den christlichen Religionen verwendeten Ausdruck "Gott".)»

Fraumaurern haftet etwas Verbotenes an; dies zu Unrecht. So gilt als unvermeidlicher Bestandteil des antisemitischen Weltbildes der Glaube an die Existenz einer "jüdisch-freimaurerisch-bolschewistischen" Verschwörung.

Deshalb ist differenzierte Information notwendig. Seit langer Zeit werden sie verunglimpft, speziell von manchen kirchlichen Kreisen. Noch 1980 kam die Deutsche Bischofskonferenz zu folgendem Schluss: Die gleichzeitige Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und zur Freimaurerei ist unvereinbar.

 

Kontakt

Logenhaus, Byfangweg 13, 4051 Basel.

Telefon 061 272 92 93.

 

basler-logen.ch

 

Geschichte

Die Freimaurer entstanden im 17./18. Jahrhundert in England. Über den Ursprung der Freimaurerei gibt es eine Reihe von Thesen. Der gängigsten Theorie nach ist der Freimaurerbund aus der Bruderschaft der Steinmetze und deren Bauhütten hervorgegangen.

Es gilt als sicher, dass viel ältere Traditionen in die Freimaurerei hinein wirkten, wobei es unterschiedliche Theorien über die historischen Wurzeln gibt. Ihren Schwerpunkt bilden die Baugenossenschaften und mittelalterliche Bauhütten. Einflüsse aus den ägyptischen und griechischen Mysterienbünden, dem Templerorden, der Rosenkreuzer, der Kabbalah sowie des Gnostizismus sind vereinzelt erkennbar. Aus diesen Traditionen stammen auch viele Symbole der Freimaurer. Damit liegen die Wurzeln der Freimaurerei in der Bauhüttentradition mit Spuren mystischer Überlieferungen des Abendlandes und des Orients.

Es gibt unzählige Theorien über die Geschichte der Freimaurer, viele sind aber reine Hypothesen oder gar ins Reich der Fabeln zu verweisen.

Tatsache ist, dass sich am 24. Juni 1717 in London vier seit Jahren bestehende Logen zur englischen Grossloge zusammenschlossen. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch in anderen Ländern wie Frankreich und Deutschland bereits Freimaurerlogen. Dennoch gilt dieses Datum als das offizielle Gründungsdatum der organisierten Freimaurerei. Seitdem feiern weltweit alle Freimaurer den 24. Juni (Johannistag) als höchsten Feiertag.

Schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts war in Basel die erste Freimaurerloge aktiv. Am 12. Januar 1808 fand die Gründung der Freimaurerloge «Zur Freundschaft und Beständigkeit» statt. Bis zum Jahre 1823 versammelte sie sich im gemieteten «Klösterli» an der St. Johannsvorstadt. Der Wunsch nach einem eigenen Logenhaus wurde jedoch bald erfüllt. Die Liegenschaft «Zum Venedig» konnte erworben werden. Die Einweihung des Hauses war 1824.

Weil die Mitgliederzahl stark stieg, wurde 1888 eine Bauparzelle am Byfangweg gekauft und der Bau eines neuen Logenhauses beschlossen.

Am 12. Juli 1891 konnte die feierliche Einweihung des neuen Logengebäudes am Byfangweg stattfinden. In Erinnerung an das alte Heim am Schlüsselberg erhielt es den Namen «Zum neuen Venedig».

 

Siehe auch:

Geschichte der Freimaurerei (Wikipedia; mit mehreren Links)

Geschichte der Freimaurerei in Basel

 

Im Basler Logenhaus am Byfangweg 13 arbeiten zur Zeit sieben Logen, die der Schweizerischen Grossloge Alpina angehören, eine Loge der Grossloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland und eine Frauenloge, die der Schweizerischen Frauengrossloge angehört.

Die Basler Logen haben insgesamt rund 300 Mitglieder, die Grossloge Alpina zählt in 81 Logen etwa 3500 Mitglieder.

Zur Freimaurerei zählen nach eigenen Angaben heute weltweit rund 6 Millionen Männer in etwa 40 000 Logen.

 

Lehre und Ziele

Selbstdarstellung:

«Grundsätze der Schweizerischen Grossloge Alpina

I. Der Freimaurerbund ist eine Verbindung freier Männer, die ihr Brauchtum von den Baubrüderschaften des Mittelalters herleitet. Die Vorschriften, wie sie für jene Brüderschaften gültig waren und in verschiedenen Urkunden, namentlich in den sogenannten "Alten Pflichten der Freimaurer von 1723",und in den Ritualen enthalten sind, dienen dem Freimaurerbund auch heute noch als Richtlinien zur Belehrung.

II. Die Freimaurer betrachten sich als Brüder, ihren Bund als einen Bruderbund. Sie wissen, dass alle Menschen, so verschieden ihre Gaben und ihre Verhältnisse auch sein mögen, als gleichberechtigte Wesen geboren sind. Sie wissen aber auch dass diese Wahrheit im Leben der Menschen häufig verkannt wird und erachten es deshalb als ihre Pflicht, brüderliche Gesinnung unter sich und gegenüber ihren Mitmenschen zu erwecken und zu betätigen.

III. Der Zweck des Freimaurerbundes ist die Erziehung seiner Mitglieder zum wahren Menschentum. Die Mittel zu diesem Zweck sind: die Übung der von den Baubrüderschaften übernommenen symbolischen Gebräuche; gegenseitige Belehrung über die wichtigsten Angelegenheiten der Menschheit; Pflege des Idealen und Anregung zu wahrer Freundschaft und Bruderliebe; Erfüllung der sozialen Pflichten und Pflege der Wohltätigkeit.

Im weiteren setzt sich der Freimaurerbund zum Ziel, seine Grundsätze ausserhalb der Loge zu verbreiten, die Bildung und Aufklärung nach Kräften zu fördern, gemeinnützige Anstalten zu unterstützen und nötigenfalls solche zu gründen und der Intoleranz entgegenzutreten.

IV. Der Freimaurerbund arbeitet zu Ehren des allmächtigen Baumeisters aller Welten *). Er huldigt dem Grundsatz der Gewissens-, Glaubens- und Geistesfreiheit und verwirft jeden Zwang, der diese Freiheit bedroht. Er achtet jedes aufrichtige Bekenntnis und jede ehrlich Überzeugung und verwirft jede Verfolgung Andersdenkender.

Den alten Überlieferungen gemäss, liegen bei allen rituellen Arbeiten das Buch der Heiligen Gesetze, Winkelmass und Zirkel, die Drei Grossen Lichter der Freimaurerei, als Symbole auf dem Altar.

*) vergleichbar mit dem in den christlichen Religionen verwendeten Ausdruck "Gott".

V. Der schweizerische Freimaurer macht es sich zur Pflicht, die Freiheit und Unabhängigkeit des Vaterlandes zu verteidigen und zur Erhaltung des inneren Friedens in Wort, Schrift und Tat nach Kräften beizutragen.

Er tritt getreu der Tradition des Bundes für die Beachtung der Menschenrechte ein. Die einzelnen Mitglieder sollen sich in Betätigung der maurerischen Grundsätze an den öffentlichen Angelegenheiten beteiligen und dabei so handeln, wie es nach ihrer innersten Überzeugung für das Wohl und das Gedeihen des Vaterlandes am besten ist.

VI. Die Loge ist ein friedlicher und neutraler Tempel, dessen Schwelle die Gegensätze und Leidenschaften des Aussenlebens nicht überschreiten sollten.

Die Loge mischt sich nicht in parteipolitische oder konfessionelle Streitfragen. Zur Belehrung über derartige Fragen ist jedoch ein gegenseitiger Meinungsaustausch gestattet, der indessen weder zu Abstimmungen noch überhaupt zu Beschlüssen führen darf, welche die individuelle Freiheit der Mitglieder beinträchtigen könnten.

VII. Der Bund nimmt ohne Unterschied des Glaubens, der Rasse, der Nationalität, der politischen Partei oder des bürgerlichen Standes freie Männer von gutem Rufe auf, die sich in dem Streben nach Veredelung brüderlich vereinigen wollen.

Er verwirft das förmliche Anwerben von Mitgliedern. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass Logenmitglieder solchen Männern, die sie für den Bund als geeignet erachten, in diskreter Weise aufklärende Mitteilungen über das Wesen und den Zweck des Bundes machen.

VIII. Die Freimaurer haben die Verpflichtung, die Gesetze der Grossloge und der Loge treu zu befolgen, deren Ehre und Interessen nach Kräften zu wahren und zu fördern.

Sofern ihre Überzeugung oder ihre Verhältnisse es erfordern, steht ihnen der Austritt aus dem Bund frei. »

Die Freimaurer pflegen zu ähnlichen Organisationen, wie zum Beispiel zur «Odd Fellows-Loge, OSOF», freundschaftliche Beziehungen.

 

Organisation, Finanzen

Die einzelnen Logen sind grundsätzlich wie jeder andere Verein organisiert. Das heisst, es gibt einen Vorstand, der demokratisch gewählt wird und die Geschäfte führt. Die Bezeichnungen sind anders. So heisst zum Beispiel der Präsident „Meister vom Stuhl“.

Die Logen sind der Grossloge Alpina angeschlossen. Dies ist der Dachverand der Freimaurer-Logen in der Schweiz.

Die Mitglieder durchlaufen drei Stufen. Nach einer Vorbereitungszeit, die unterschiedlich lang sein kann, wird ein Anwärter durch eine Initiation als „Lehrling“ aufgenommen. Die zweite Stufe ist „Geselle“. Die dritte und letzte Stufe ist „Meister“.

Die Mitglieder bezahlen einen Jahresbeitrag. Das Geld wird wie in jedem Verein üblich verwaltet und für die Miete und die Nebenkosten verwendet.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Die 7 Logen versammeln sich in ihrem eigenen Logenhaus “Zum Neuen Venedig”, das am 12 Juli 1891 feierlich eingeweiht wurde. Es umfasst einen grossen und einen kleinen Tempelraum, mehrere Versammlungsräume für die sogenannten Konferenzen (monatliche bis wöchentliche Zusammenkünfte), eine Bibliothek und Nebenräume.

Das Logenhaus bietet ausserdem der Frauenloge “Kette der Hoffnung” Gastrecht.

Die einzelnen Logen versammeln sich in regelmässigen Abständen (monatlich bis wöchentlich) zu Logenabenden, Konferenzen und weiteren Zusammenkünften.

Das im Jahr 1963 gegründete Alters- und Pflegeheim «Humanitas» in Riehen ist ein Werk der Basler Freimaurerlogen. Der Name drückt die bis heute aktuell gebliebene Absicht der Gründer aus, betagten Menschen einen würdigen und frohen Lebensabend zu ermöglichen.

Alters- und Pflege «Da-heim» Humanitas

Das Humanitas Forum Riehen führt jährlich zwei bis vier kulturelle Veranstaltungen durch, die für alle Interessierten offen sind.

 

Die Basler Logen führen gelegentlich „Tage der Offenen Türe“ durch. Eine «Mission» gibt es nicht. Interessierte finden meist auf eigene Initiative den Zugang zu den Freimaurern. Einladungen werden auf Wunsch zugeschickt und werden auf der Homepage unter «Veranstaltungen» veröffentlicht.

 

Literatur, Zeitschrift

Die Basler Freimaurer-Logen. Herausgegeben im Februar 1998 von den 6 Basler-Logen. (36 S.)

(Gratis erhältlich bei den Freimaurern)

 

Es gibt Tausende von Büchern über die Freimaurer. Hier geben wir 2 Bücher an, die wir empfehlen können:

 

Helmut Reinalter: Die Freimaurer. Verlag C.H.Beck

ISBN: 3-406-44733-3

 

Matthias Pöhlmann: Verschwiegene Männer. Freimaurer in Deutschland. EZW-Texte Nr. 182/2005. Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Berlin. (200 S., PB)

«alpina», Schweizer Freimaurer-Rundschau

Themenliste

 

Weitere Links

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Homepage der Schweizerischen Grossloge Alpina

 

Schweizerische Frauen Grossloge

 

Vereinigte Grosslogen von Deutschland

 

Freimaurerei (auf Wikipedia) (Mit vielen weiterführenden Links)

 

[int.Nr.: i1074]

 

Aktualisiert: 24.10.2011

 

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www.inforel.ch/i1074.html

 

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