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Arrahma Verein

Muslime verschiedener Nationalitäten treffen sich zu Gebeten und sozialen Kontakten.

 

Kontakt

Arrahma Verein

Kleinhüningerstrasse 55, 4057 Basel

Tel. 079 340 62 76 (Imam/Vereinspräsident: Ridha Ammari)

Mail: ammari@gmx.ch

 

Geschichte

Der Arrahma Verein wurde 2002 durch Mitglieder der Islamischen König Faysal Stiftung gegründet, weil im St. Johanns-Quartier die Nachfrage nach einer Moschee bestand. Während die Mitglieder zu Beginn mehrheitlich Nordafrikanischer Herkunft waren, wird die Moschee heute von Muslimen verschiedenster Nationalitäten besucht. Die Predigten werden deshalb bewusst auf Deutsch gehalten. Viele Besucher kommen auch aus dem grenznahen Frankreich und aus Deutschland.

Der Arrahma Verein zählt ca. 50 Aktivmitglieder.

Bei den Freitagsgebeten sind häufig bis zu 180 Personen anwesend. Muslime verschiedener Nationalitäten - aus arabischen und nordafrikanischen Ländern, aus der Türkei, Albanien etc. - besuchen die Moschee.

 

Lehre und Ziele

Die Mitglieder sind mehrheitlich Sunniten und Anhänger der 1926 in Indien gegründeten islamischen Missionsbewegung «Tablighi Jama’at». Die Moschee steht allen offen, und Gäste werden sehr freundlich empfangen.

 

Zusammenarbeit

Es findet keine direkte Zusammenarbeit mit anderen muslimischen Organisationen statt. Der Arrahma Verein ist jedoch bemüht darum, Kontakte zu anderen Moscheen zu pflegen und diese zu besuchen (u.a. auch um Predigten zu halten). Zudem ist der Verein Mitglied der Basler Muslim Kommission (BMK) und der weltweiten islamischen Bewegung «Da'wa in Allah».

 

Der Verein ist offen, mit nicht-muslimischen Organisationen zusammen zu arbeiten und nimmt gerne an Treffen teil, wenn er eingeladen wird (z.B. an der St. Johanns-Quartier-Sitzung).

 

Organisation, Finanzen

Die Gemeinschaft ist ein Verein nach ZGB mit üblichen Strukturen und wird vom Imam Ridha Ammari ehrenamtlich geleitet.

 

Die Mitgliedschaft steht jedem offen und kann mittels Anmeldeformular beantragt werden. Neuen Mitgliedern wird ein vom Verein erstelltes Regelblatt (u.a. mit Verhaltensregeln basierend auf dem Koran) ausgehändigt.

Der Verein finanziert sich durch nicht festgelegte Mitgliederbeiträge und Spenden. Beim Eingang ist eine Spendenkasse aufgestellt und es liegen Einzahlungsscheine auf.

Das Geld wird vom Kassier zentral verwaltet.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Der Arrahma Verein hat an der Elsässerstrasse 128 im Basler St. Johanns-Quartier im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses eine grosse Wohnung gemietet und darin eine Mescid eingerichtet. Der Gebetsraum ist unterteilt in zwei Räume mit einem kleinen Durchgang. Des Weiteren gibt es einen Waschraum, ein Büro für die Verwaltung und eine kleine Küche, jedoch ohne Aufenthaltsraum. Essen und Getränke (Tee/Kaffee) werden meist zwischen dem vierten und fünften Gebet im Gebetsraum kostenlos serviert. Die Teppiche werden für diesen Zweck abgedeckt.

Die Frauen beten nicht in der Moschee, da der Gebetsraum den Männern vorbehalten ist. Es sind auch keine bestimmten Frauenräume eingerichtet. Sie treffen sich meist in Privatwohnungen sowie in der Wohnung des Imam und seiner Familie, die sich im zweiten Stock oberhalb der Moschee befindet.

Für grössere Anlässe, wie beispielsweise das Opferfest oder das Fastenbrechen (Ramadan), werden Räumlichkeiten im Restaurant Rhypark an der Mühlhauserstrasse 17 gemietet.

Der Gebetsraum ist ab dem ersten Morgengebet tagsüber bis zum letzten Abendgebet geöffnet. Viele Muslime kommen auch zwischen den offiziellen Gebetszeiten in die Moschee, um zu beten oder den Koran zu lesen. Es finden ausserdem Hochzeitszeremonien, Geburtstagsfeiern und andere Feste in den Räumlichkeiten statt.

 

Anders als die meisten islamischen Vereine im Raum Basel, organisiert der Arrahma Verein wöchentlich gezielte Hausbesuche bei Menschen aus muslimischen Ländern und weniger aktiven Muslimen, um sie in die Moschee einzuladen und sie zum regelmässigen Beten und Praktizieren des Glaubens aufzufordern. Nicht die Anwerbung neuer Mitglieder, sondern die Verbreitung der Botschaft ist dabei zentral. Für die Vereinsmitglieder wird ein Einteilungsplan erstellt, wer wann welche Besuche macht.

 

- Religionsunterricht

Koranschule, bzw. allgemeiner Religionsunterricht für Erwachsene findet jeweils samstags nach dem Morgengebet statt. Schwerpunkt bilden dabei Themen über Liebe, Frieden und die Eigenschaften des islamischen Glaubens. Politische Themen finden keinen Platz.

 

- Jugendangebot

Kinder und Jugendliche kommen zwar zu den Gebeten in die Arrahma Moschee, nehmen aber am Religionsunterricht und Aktivitätenprogramm der Islamische König Faysal Stiftung teil, da der Arrahma Verein kein eigenes Jugendangebot hat.

 

- Frauenorganisation

Die Frauen organisieren sich selbst. Sie treffen sich regelmässig am Freitag und Sonntagnachmittag in Privatwohnungen, wo sie unter anderem gemeinsam Hadith und Sunna lesen.

 

Der Verein bietet den Mitglieder keine direkte Unterstützung bei finanziellen Problemen an und macht auch keine Spendenaufrufe. Allerdings wird spontan und individuell geholfen.

Bei seelischen Problemen hilft in erster Linie der Imam und Vereinspräsident. Darüber hinaus bietet er Eheberatungsgespräche an, gibt den jungen Leuten Ratschläge und motiviert sie, «produktiv zu sein» und «nach den Regeln des Islams zu leben».

Der Imam führte auch schon Predigten im Gefängnis oder bei Bestattungen durch.

Im Gebetsraum steht eine kleine Bibliothek mit islamischen Büchern.


[int.Nr.:i1307]

Aktualisiert: 15.08.2016

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