inforel

Koordination Islamischer Organisationen Schweiz KIOS

 

Kontakt

KIOS - Koordination Islamischer Organisationen Schweiz

Präsident: Farhad Afshar, Dr. rer. pol.

Interlakenstrasse 79, 3705 Faulensee

Telefon 033 654 28 42 / 078 830 82 80

Mail: kios@bluewin.ch

 

Geschichte

Aus den Statuten:

«Die KIOS wurde durch Dr. Muhammad Tufail 1978 in Eggerkingen als einheitliche Vereinigung der Muslime gegründet. Die KIOS ist der erste Islamische Nationalverband der Muslime der Schweiz. Die KIOS hat von Anfang an ein modernes Konzept der Organisation eingeführt. Sie ist organisatorisch ein Netzwerk - eine Koordination - und kein hierarchischer Superverband, der über den Kantonalverbänden steht. Dieser Nationalverband ist eine Koordination zwischen den Kantonalverbänden und einzelnen Vereinen. Die KIOS ist multiethnisch und multikulturell und sie vereinigt alle Rechtsschulen des Islams. Sie setzt sich entschieden für die Gleichheit der Geschlechter in der Glaubensgemeinschaft ein und hat sowohl Kollektivmitglieder, als auch Einzelmitglieder. Sie vertritt nicht die Muslime der Schweiz, sondern die Islamischen Interessen:

- Einheit der Muslime in der Schweiz

- Öffentlich-rechtliche Anerkennung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Gleichwertigkeit des Islams mit den anderen Religionen der Schweiz

- Demokratischer Aufbau und Organisation der Islamischen Gemeinschaft durch Schaffung der «Islamischen Glaubensgemeinde - UMMA»

- Aufbau einer Islamischen Infrastruktur: Bestattungen, Ausbildungsstätten, Altersheime, karitativen Waghf-Stiftung und Betreuungsinstitutionen wie Seelsorge in Spitäler, Gefängnissen, etc.

- Aktiver Interreligiöser Dialog mit allen Religionsgemeinschaften und der Öffentlichkeit und den Behörden und Monitoring von Rassismus, Islamophobie und religiöser Diskriminierung zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens.»

 

Die von Tufail gegründete Organisation hiess zu Beginn «Gesellschaft der islamischen Organisationen in der Schweiz - GIOS».

Seit 2000 ist der Schiit und Soziologe Dr. Farhad Afshar Präsident von KIOS. Er ist zudem Vorstandsmitglied des «Schweizerischen Rat der Religionen / Swiss Council of Religions (SCR)» und arbeitet immer wieder mit Dr. Hisham Maizar der Föderation Islamischer Dachorganisationen in der Schweiz (FIDS) zusammen.

 

Lehre und Ziele

Selbstdarstellung:

«Das Hauptanliegen der KIOS ist eine demokratisch repräsentative und einheitliche Vereinigung der Muslime zu bilden, die allen Muslimen, Frauen, Männern und Jugendlichen ermöglicht sich durch die Wahrnehmung des aktiven und passiven Wahlrechts in allen Angelegenheiten der Glaubensgemeinschaft aktiv einzubringen und verantwortlich zu partizipieren.»

«Die KIOS erachtet die Bildung einer demokratischen von der Basis her aufgebauten Glaubensgemeinde als Voraussetzung für die öffentlich-rechtliche Anerkennung. Hierzu wurde ein Auftrag zur Erstellung eines Rechtsgutachtens an das Institut für religiöses Verfassungsrecht der Universität Luzern erteilt, das die verfassungsmässigen Voraussetzungen in den kantonalen Verfassungen und in der schweizerischen Verfassung klären soll.»

Das Gutachten wird durch die Universität Luzern im März 2014 als Buch veröffentlicht.

 

- Ökumene

Die KIOS setzt sich ein für den religiösen Frieden und den interreligiösen Dialog. Die KIOS ist Gründungsmitglied folgender interreligiöser Organisationen: «Schweizerischer Rat der Religionen / Swiss Council of Religions (SCR)», Arbeitsgruppe «Islam» der Schweizer Bischofskonferenz (AGI), Haus der Religionen, Gemeinschaft von Christen und Muslimen in der Schweiz und Runder Tisch der Religionen, Bern.

 

Organisation, Finanzen

Die KIOS versteht sich als Netzwerk, das Anliegen und Aufgaben koordiniert und die islamischen Interessen vertritt. Sie ist nicht klassisch, hierarchisch aufgebaut sondern basisdemokratisch. Die Vereine sollen sich primär selbst vertreten und präsentieren. Im Unterschied zur FIDS, hat KIOS auch Einzelmitglieder. FIDS und KIOS sind in ihrer Zielsetzung - die Vertretung der islamischen Interessen in der Schweiz - identisch, sie unterscheiden sich hingegen in ihrer Struktur. Beide Nationalverbände bilden zusammen die Arbeitsgemeinschaft «IVS – Islamische Vereinigungen Schweiz». Diese Arbeitsgemeinschaft (IVS) organisiert die geplante Gründung und Etablierung der «UMMA Schweiz- Islamische Glaubensgemeinde». Die UMMA soll durch demokratische Wahlen alle Muslime der Schweiz in einem religiösen «Parlament», repräsentativ auf nationaler, politischer und rechtlicher Ebene vertreten, auch jene, die nicht Mitglied eines Vereines sind.

 

Zu den Mitgliedern und Kooperationen des Netzwerkes KIOS gehören aktuell, neben Einzelmitgliedern, folgende Organisationen:

- Islamischer Kantonalverband Bern (UMMA)

- Basler Muslim Kommission (BMK)

- Fondation de l'Entre-Connaissance Genève

- Centro Islamico Emam Ali, Ahle Beyt Lugano

 

Der Vorstand besteht aus jeweils zwei Vertretenden und trifft sich einmal jährlich. Das Präsidium besteht aus den Präsidenten der Kantonalverbände. Die Präsidentschaftswahlen finden alle vier Jahre statt.

 

Die Organisation finanziert sich durch freiwillige, zum Teil projektspezifische Spenden.

 

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Das Büro von KIOS befindet sich an der Interlakenstrasse 79 in Faulensee im Kanton Bern. Dort finden auch Mitgliederversammlungen statt.

 

«Dank der Gründung der KIOS ist es gelungen den Standpunkt und die Sichtweise der islamischen Mitbürger in der Schweiz in den Medien darzustellen und eine grösseren Öffentlichkeit vertraut zu machen. Die KIOS wirkt primär durch ihre Mitgliedsorganisationen und hat daher auch keine Webpage.»

 

Die Medienpräsenz ist dem Präsidenten, Dr. Farhad Afshar, ein Anliegen. Ansonsten organisiert die KIOS keine öffentlichen Veranstaltungen. Dies ist Aufgabe der Kantonalverbände und Basisvereine, welche kulturelle und religiöse Veranstaltungen in ihren Moscheen, Gebetszentren und in den örtlichen Gemeinden durchführen.


[int.Nr.:i21200]

Aktualisiert: 18.01.2016

Für einen direkten Link auf diese Seite genügen diese Angaben:
www.inforel.ch/i21200

© INFOREL, Information Religion. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!