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Religiöse Feste in Zeiten der Pandemie


 

Es ist erstaunlich, mit welch rasender Geschwindigkeit die Kirchgemeinden innert kürzester Zeit ihre virtuellen Angebote aus dem Boden gestampft haben. Von Online-Grussbotschaften, Video-Gottesdiensten, Tele-podcasts, Tele-Bibel-Angeboten über Anleitungen für den Gottesdienst in den eigenen vier Wänden bis hin zu kreativen Outdoorformaten, um auch die «wichtigen sinnlichen Erfahrungen» beibehalten zu können, wurde das kirchliche Leben ein gutes Stück weit aufrecht erhalten und der Kontakt zur Gemeinschaft weitergepflegt. Die Botschaft «Wir sind weiter für Euch und füreinander da» dürfte angekommen sein.

 

An Ostern, dem wichtigsten christlichen Fest, waren alle grossen, sowie kleineren Kirchgemeinden auf ihren digitalen Kanälen mit einem Gottesdienst präsent. Einige haben die Kirchgemeinde sogar über einen zoom-Gottesdienst eingeladen, damit auch alle sich virtuell im Raum «treffen» und «zusammen» feiern können. Dabei wurde das volle Programm mit Predigt, musikalischer Umrahmung und gemeinsamem Gesang durchgeführt.

 

Nun steht für die Musliminnen und Muslime der heilige Monat Ramadan an. Es ist ein Monat der Enthaltsamkeit, von Anbruch der Morgendämmerung bis Anbruch der Abenddämmerung wird gefastet. Neben dem Verzicht steht ebenso der soziale Aspekt, das allabendliche gemeinschaftlichen Fastenbrechen, wobei sich Familie und Freunde gegenseitig besuchen, im Zentrum.

Gemeinschaftliche Gebete finden in den Moscheen bereits seit dem 16. März nicht mehr statt und die übliche Form der Gemeinschaftspflege während des Ramadan wird in dieser Pandemie-Zeit ebenso wenig möglich. Doch auch wenn die meisten Moscheenvereine über keinen eigenen Webauftritt verfügen, werden inzwischen genügend andere Online-Kanäle genutzt um die commmunity mit Predigten zu versorgen.

Virtuelle Angebote werden zum Teil auch von Musliminnen und Muslimen selbst lanciert. So sind beispielsweise online Koranlesengruppen entstanden, die sich täglich über Skype vernetzen.

Ein weiterer Aspekt, der den Ramadan ausmacht ist die Fürsorge für die Nächsten und die Bedürftigen. So werden üblicherweise während des Ramadan in den Moscheen eine Vielzahl an Mahlzeiten für jedermann und jedefrau zubereitet. Dieser Gedanke wird in vielen Moscheen auch dieses Jahr beibehalten, das Essen wird einfach nicht gemeinschaftlich in der Moschee verzehrt, sondern für take-away bereitgestellt.

 

Ramadan Kareem - einen gesegneten Ramadan allen Musliminnen und Muslimen!


[int.Nr.:i1271e5001481]

Aktualisiert: 29.04.2020

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